Wandern in Südafrikas Drachenbergen

Outdoor Spektakuläre Touren und Ausblicke in einem der ältesten Gebirge der Welt.

Sie sind im buchstäblichen Sinne ein Highlight des südlichen Afrikas: die bis zu 3.482 Meter hohen Drakensberge. Hier treffen schroffe Felswände auf saftige Wiesen, von bizarren Gipfeln stürzen sich rauschende Bäche herunter, dazwischen ziehen Pavianhorden und Gnus umher. Die zackigen Bergrücken gaben dem Gebirge auch seinen Namen, der auf Deutsch Drachenberge bedeutet, denn sie erinnerten die ersten Europäer dort an den gezackten Rücken eines Untiers. Während man in den meisten Nationalparks im Jeep auf Safari geht, tragen einen hier die Füße zu den spektakulärsten Aussichtspunkten - die Drakensberge sind ein wunderbares, perfektes Biotop für Wanderer und Naturliebhaber.

Afrika individuell entdecken

Als Einstieg kann beispielsweise der einfache Rundwanderweg „Lookout Rock loop“ dienen. Er führt durch das Grasland an einem gurgelnden Bächlein vorbei zu einem Felsen mit wunderschönem Blick. Ganz hoch hinaus geht es bei der anspruchsvollen Route „The Crack“, bei der man über Ketten- und Holzleitern zu atemberaubenden Aussichtspunkten gelangt.

Abseits von Reisegruppen und Hotelketten logiert man in kleinen Camps, Lodges oder Privatunterkünften, wo die Gastgeber sich persönlich kümmern und man direkten Kontakt zu Land und Leuten findet. Ohne Sorgen um Logistik und Organisation hat man dann den Kopf ganz frei für schöne Reiseerlebnisse – wie zum Beispiel die höchsten Wasserfälle Südafrikas.

Die Tugela Falls stürzen sich vom Amphitheater – einer spektakulären, fünf Kilometer langen Steilwand in den nördlichen Drakensbergen - in mehreren Stufen 948 Meter in die Tiefe und sind damit die zweithöchsten Wasserfälle der Welt. Die Wanderung führt vom Thendele Camp flussaufwärts und durch die felsige Tugela-Schlucht bergan. Über das Hochplateau geht es dann zum Wasserfall. Ein bisschen fit und schwindelfrei sollte man für diese Tour schon sein, denn es sind etliche Höhenmeter - teilweise auch mit Steigeisen und Kettenleitern - zu überwinden. Dafür wird man mit phantastischen Ausblicken und Naturerlebnissen reichlich belohnt. djd

© Schwäbische Post 05.10.2018 15:56
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