Dem Weltkulturerbe ganz nah: Zu Fuß zur Venus vom hohlen Fels

Wanderung Die Tour führt von Blaubeuren über das Hochsträß zur Höhle und wieder zurück.
  • Seit 1870 wird am hohlen Fels gegraben. Als archeologische Sensation gilt dabei die Venus. Foto: H. Jense

Unter den sechs Höhlen des Achtals und Lonetals, die in der Liste Weltkulturerbe der Unesco unter dem Titel „Höhlen und Eiszeitkunst der Schwäbischen Alb“ verzeichnet sind, nimmt der Hohle Fels im Achtal eine besondere Stellung ein. Seit 1870 fanden hier immer wieder Grabungen statt, seit 20 Jahren erforscht die Universität Tübingen die Höhle. Es wurden inzwischen mehr als 80 000 Steinwerkzeuge und 300 Schmuckstücke geborgen. Darunter als Glanzstücke die sechs Zentimeter große Venus vom Hohle Fels und eine Flöte aus den Knochen eines Gänsegeiers. Beide wurden vor mehr als 30 000 Jahren geschnitzt. Die Höhle ist bis Ende Oktober und dann wieder ab dem Frühjahr mittwochs bis samstags 14-17 Uhr, sonntags 11-17 Uhr geöffnet. Mit der Bahn nach Ulm, in Richtung Sigmaringen nach Blaubeuren. Mit dem Pkw auf der A 8 zur Ausfahrt 61, Merklingen, weiter über Berghülen nach Blaubeuren. Parkplätze beim Bahnhof.

Vom Bahnhof zum „Klötzle Blei“

Vom Bahnhof Blaubeuren wandern wir mit Markierung rotes Dreieck neben der Bundesstraße in Richtung Ulm bergan, biegen nach der Brücke in die rechts bergan führende Steige ab und nach vier Minuten in den links abzweigenden Pfad, der wieder zur Steige emporführt. In der Kurve besteht die Möglichkeit zu einem kurzen Abstecher nach links zum Schillerstein hinauf. Er bietet eine schöne Sicht auf die Stadt mit dem Umlaufberg des Rucken, an seinem Hang das „Klötzle Blei“, vorn die Ruine Ruck, vom Gegenhang grüßt das Rusenschloss. Wir gehen dann auf der Steige weiter, oben vor der Gaststätte am Waldrand entlang und zweigen am Beginn des linksseitigen Waldes links in einen Pfad ab.

Zur Ruine Gleißenburg

Dieser mündet wieder in den vorigen Weg, dem 15 Minuten gefolgt wird. Bei der fünffachen Kreuzung biegen wir in den zweiten nach rechts führenden Weg ab, treten bald aus dem Wald und wandern bei der Linkskurve vor der Vorderen Gleißenburg rechts abbiegend weiter am Waldrand entlang. An der Ecke weist uns der Wegzeiger „Forsthof Waldkindergarten“ durch Felder und wieder in den Wald. Bei dem Haus gehen wir nach rechts, bis uns bald darauf das rote Dreieck links über eine Wiese und über den Wall des Burggrabens zur Ruine Gleißenburg hinaufleitet. Anschließend geht’s auf dem Grabenwall weiter, nahe dem Waldrand über Wiesen zu einem Sträßchen, das in ein Tal hinabführt.

Durch das Höllental

In diesem gehen wir ohne Markierung nach rechts und danach weiter bergab durch das Höllental. Dieses mündet nach einer knappen halben Stunde ins Riedental, wo die Markierung rote Gabel weiterleitet. Sie führt kurz vor dem Austritt ins Achtal nach links auf den Talweg, hier kurz nach rechts und dann links zum Hohlen Fels. 4 Auf dem Rückweg folgen wir der vorigen Strecke über den Talweg bis zum Waldrand, biegen dort links ab und wandern ohne Markierung weiter am Waldrand entlang nach Blaubeuren zurück. Willi Siehler

© Schwäbische Post 05.10.2018 16:06
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