Eintauchen in wahr gewordene Gartenträume

Reise ins Grüne Ein Ausflug in die blühende Parklandschaft des Ammerlandes
  • Die Rhododendron-Züchtungen genießen sogar internationales Ansehen. Foto: djd/TI Wiefelstede / Bruns Pflanzen Export

Im Frühjahr zeigen Gärten nach einem langen Winter endlich wieder ihre blühende Pracht. Und selten dürften sie so liebevoll und detailreich gepflegt sein wie in der Parklandschaft des Ammerlandes. Die norddeutsche Region nahe der Nordseeküste hat deshalb gerade im Frühling viel zu bieten. Mitten im Ammerland liegt die Gemeinde Wiefelstede mit ihren sehenswerten grünen Oasen. Sie dienen Einheimischen und ihren Gästen als Erholungsort und sorgen für viel Lebens- und Urlaubsqualität.

Am 19. Mai, 16. Juni und 14. Juli dieses Jahres finden die Tage des offenen Gartens im Ammerland statt. Kleine und große Privatgärten öffnen an diesen Tagen für Besucher ihre Pforten.

Rhododendron-Pracht

Die Gartenkultur des Ammerlandes hat auch zur Entstehung der zahlreichen Baumschulen beigetragen, die sich der Pflanzenwelt der Region widmen. Im späten Frühjahr kann sich kaum jemand der Faszination der bunten Blütenpracht der Rhododendren entziehen. Von Mitte Mai bis Ende Juni erblühen sie je nach Witterung und versprühen ihren lieblichen Duft. Die Züchtungen der Baumschule Bruns im Wiefelsteder Ortsteil Gristede beispielsweise genießen sogar internationales Ansehen. Unter dem Schutz hoher Kiefern präsentieren sich in diesem Park mehr als 1.000 Rhododendren und Freilandazaleen. Gartenliebhaber finden hier prachtvolle Blüten, üppigen Wuchs und bei einigen Sorten ganz besondere Dufterlebnisse. Erich und Wilhelm Bruns legten die Sammlung in den 1950er-Jahren systematisch an, um die Eigenschaften, Vorlieben und Ansprüche der einzelnen Sorten besser studieren zu können und daraus Neuheiten zu entwickeln.

Den Park können Besucher ganzjährig und kostenlos besichtigen. Die Gartenlandschaft des Ammerlands lässt sich erradeln oder auch erwandern. Zu den beliebtesten Wanderstrecken in Wiefelstede gehört der Wemkendorfer Wasserweg mit einer Länge von 6,7 Kilometern.

Der idyllische Rundwanderweg startet und endet an der traditionsreichen Gaststätte Wemkendorfer Krug. Der Weg passiert das „Steenforths-Moor“, es geht durch Felder, grüne Wiesen, malerische Baumalleen - und mit etwas Glück begegnen den Wanderern auch Hasen und Rehe. djd

© Schwäbische Post 03.05.2019 16:08
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