Liebling der Götter – Urlaub auf Kreta

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Inseln sind seit jeher beliebte Urlaubsziele. Nur mit dem Schiff oder per Flugzeug zu erreichen. Dies verleitet dazu, sich wie Robinson Crusoe zu fühlen, abseits jeglicher Konventionen. So richtig bewusst wird dies wieder, wenn eine Insel ins Zentrum des Interesses rückt, wie Ibiza. Seit der Affäre um Österreichs Ex-Vizekanzler Strache, spricht wieder jeder von der kleinen balearischen Insel. Dabei war sie schon immer eine beliebte Ferieninsel, vor allem bei Promis. Das schlägt sich einerseits auf die Preise nieder und andererseits auf die Moral. Als alternatives Urlaubsziel bietet sich eine Insel an, die kein Liebling der Prominenz, sondern der Götter ist: die größte griechische Insel Kreta.

Kreta – Wiege des Zeus

Die fünftgrößte Insel im Mittelmeer hat alles für einen erlebnisreichen Urlaub: Berge, Buchten, Schluchten, Strände. Der griechischen Mythologie nach wurde Zeus im Ida-Gebirge geboren. In etwa 3 Stunden erreicht der Flieger von Deutschland aus die Hauptstadt Heraklion. Am besten lässt sich die Insel mit dem Mietwagen erkunden. Übernachtungsmöglichkeiten gibt es genügend, entweder auf dem Campingplatz oder im Hotel. Kreta bietet als touristisch gut erschlossene Insel einfache Unterkünfte und Luxushotels. Die schönsten Hotels auf Kreta befinden sich an der Nordküste.

Sehenswertes auf Kreta

Ein Urlaub allein wird nicht ausreichen, um Kreta komplett zu erkunden. Dem Zauber der Insel erliegen die Urlauber jedoch schnell. Zu spektakulär ist die Natur, zu beeindruckend der kulturelle Reichtum der Insel. Was unbedingt zu einem Kreta-Urlaub gehören:

Samaria-Schlucht

Auf Kreta gibt es über 400 Schluchten. Die spektakulärste und längste Schlucht Europas ist die Samaria-Schlucht im Südwesten der Insel. Überragt von den Weißen Bergen, stellt sie Wanderer durchaus vor Herausforderungen. In knapp fünf Stunden überwinden Touristen über 1.000 Höhenmeter auf 17 km Länge in mediterraner Vegetation.

Palast von Knossos

Nur 5 km südlich von Heraklion liegt der größte minoische Palast Kretas. Der Palast von Knossos stammt aus der Zeit der Minoer etwa 2000 vor Christus und war der Herrschaftssitz des antiken Ortes. Eine Führung durch die Ausgrabungsstätte dauert 90 Minuten. Wer das Ausmaß der Grabungsstätte auf sich wirken lassen möchte, benötigt mehrere Stunden.

Heraklion

Die Inselhauptstadt fällt vor allem durch ihren Multi-Kulti-Baustil auf. Innerhalb der Stadtmauer finden sich römische, minoische, byzantische, venezianische und osmanische Einflüsse. Einen Besuch wert ist auf jeden Fall das Archäologische Museum. Kulturelle und gastronomische Genüsse entdeckt der Urlauber entlang des Platia Venizelou und der angrenzenden Fußgängerzone Odos Delalou.
Rethymnon mit Kloster Arkadi
Auch in der alten Handelsstadt Rethymnon haben viele Völker ihre Spuren hinterlassen. Beeindruckend sind die prächtigen Herrenhäuser der Venezianer. Schön bummeln lässt sich durch die engen Gassen der Altstadt. Etwa 25 km südlich von Rethymnon liegt das kretische Nationaldenkmal Kloster Arkadi. Er erinnert an den Unabhängigkeitskampf gegen die Osmaner.

Chania

Die Küstenstadt Chania imponiert mit ihrem lebhaften Venezianischen Hafen. Wie Heraklion und Rethymnon hat auch Chania eine schöne Altstadt, die zum Schlendern einlädt. Bereits hinter dem Hafen liegt Splazzia mit kleinen Lokalen und Geschäften.

Kretas Strände

Die griechische Insel hat nicht nur kulturelle Sehenswürdigkeiten, sondern auch Strände zu bieten. Im Osten, am Vai-Strand, gibt es sogar Palmen. Er mutet eher karibisch denn griechisch an. Der Kieselstrand Kutsounari liegt im Südosten der Insel. Hierher kommen vor allem Schnorchler und Taucher hin, um die Unterwasserwelt zu bewundern. Im Westen hingegen gibt es einen feinen Sandstrand: Elafonissi.

 

© Schwäbische Post 04.06.2019 09:58
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