Mehr Wertschätzung ist nötig

Mit dem Sofortprogramm Pflege sollen die Berufe in diesem Bereich attraktiver und besser bezahlt werden. Die Pflegeausbildung wird ab 2020 generalistisch ausgerichtet.
  • Die Neustrukturierung der Ausbildungen in der Pflege sollen den gestiegenen Anforderungen Rechnung tragen. Foto: Fotolia

Die langfristige Sicherung der pflegerischen Versorgung ist eine der größten Herausforderungen, vor der Politik und Gesellschaft stehen. Wichtiges Thema ist derzeit auch die Umsetzung der gerade auf den Weg gebrachten Reform der Pflegeberufe.

Dr. Peter Neher, Präsident des Deutschen Caritasverbandes, sagt: „Wir begrüßen, dass die Ausbildungs- und Prüfungsverordnung und die Finanzierungsverordnung jetzt zügig auf den parlamentarischen Weg gebracht werden sollen. Auszubildende und Ausbildungsstätten brauchen einen sicheren Planungsrahmen. Die Situation in der Pflege drängt. Die Einführung der generalistischen Pflegeausbildung ist längst überreif, sie ist die Antwort auf die Zukunft unseres Gesundheitswesens.“

Gute Arbeitsbedingungen – angemessene Löhne

Mit einem Sofortprogramm Pflege möchte die Bundesregierung die Personalausstattung verbessern und eine bessere Bezahlung und gute Ausbildungs- und Arbeitsbedingungen in der Altenpflege erreichen. Durch das Pflegeberufegesetz werden die Ausbildungen in der Altenpflege, der Gesundheits- und der Krankenpflege und der Kinderkrankenpflege zu einer neuen, generalistisch ausgerichteten Pflegeausbildung zusammengeführt, mit einem einheitlichen Berufsabschluss als „Pflegefachfrau“ oder „Pflegefachmann“.

In der neuen Ausbildung soll der pflegewissenschaftliche Fortschritt berücksichtigt werden. Es wird eine übergreifende pflegerische Kompetenz für Menschen jeden Alters vermittelt, ob in Krankenhäusern, in stationären Pflegeeinrichtungen oder in der ambulanten Pflege. Denn Pflegefachkräfte müssen in jedem Berufsfeld zunehmend auch chronisch und mehrfach erkrankte Menschen versorgen. Auszubildende haben jedoch auch in Zukunft die Möglichkeit, sich für einen gesonderten Berufsabschluss in der Altenpflege oder Kinderkrankenpflege zu entscheiden, wenn sie für das letzte Ausbildungsdrittel eine entsprechende Spezialisierung wählen. Die neue Ausbildung startet ab dem 1. Januar 2020.

Weitere Informationen: Zur Reform der Pflegeberufe informiert unter anderem die Homepage „altenpflegeausbildung.net“ und das „Beratungsteam Altenpflegeausbildung“ des Bundesamtes für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben.

© Schwäbische Post 22.06.2018 17:15
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