Experten von Swiss Life Select: Schutz vor Berufsunfähigkeit ist wichtig

Eine schwere Erkrankung ist schlimm genug – aber gravierender sind die Auswirkungen, wenn die Betroffenen ihrer Arbeit nicht mehr nachgehen können. Mehr als 90 Prozent aller Fälle von Berufs-unfähigkeit sind krankheitsbedingt, wie hier die Experten von Swiss Life Select erklären. Doch wie kann man sich dagegen am sinnvollsten versichern?

Auch Verbraucherzentrale rät zu privater Vorsorge

Neben der weit verbreiteten Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) gibt es zahlreiche weitere Mög-lichkeiten. Denn nicht jede Police eignet sich für jeden Beruf gleichermaßen. Welcher Schutz im Einzelfall der passendste ist, kann am besten ein Finanz- bzw. Versicherungsprofi beurteilen (Tipp: Swiss Life Select wurde 2017 vom Magazin „Focus Money“ und dem Analyseunternehmen Ser-viceValue mit dem Titel als „Fairster Finanzvertrieb“ des Jahres ausgezeichnet).

Fachleute raten zu einer passenden Form der Absicherung. Denn: „Ob im Ernstfall eine staatliche Erwerbsminderungsrente gezahlt wird, ist unsicher. Die Hürden hierfür sind sehr hoch. Ohne pri-vate Vorsorge droht schnell der soziale Abstieg“, heißt es beispielsweise in einer Erklärung der Ver-braucherzentrale.

Wichtig bei einer regulären BU: Sie sollte so früh wie möglich abgeschlossen werden. Denn als jun-ger Mensch mit wenigen oder gar keinen Vorerkrankungen kommt man leichter in einen günstigen Tarif als im fortgeschrittenen Alter.

Swiss Life Select: Alternativen zur Berufsunfähigkeitsversicherung

Außerdem sollte im Versicherungsvertrag eine ausreichend hohe Berufsunfähigkeitsrente verein-bart werden. Das heißt: mindestens 75, besser 80 Prozent des derzeitigen Nettoeinkommens.

Derlei beruhigende Konditionen können allerdings teuer werden. Vor allem für Menschen, die in einem körperlich belastenden oder riskanten Beruf arbeiten, wie Gerüstbauer oder Sprengmeis-ter. In diesen Fällen raten Swiss Life Select und andere Experten zu einem alternativen Versicherungsschutz, etwa einer sogenannten Grundfähigkeitsversicherung.

Dabei handelt es sich um eine Absicherung gegen den Verlust vorher definierter körperlicher Fä-higkeiten. Kann sich der Versicherte zum Beispiel nicht mehr bücken oder schwer heben, springt eine solche Police ein, ebenso bei Verlust des Augenlichtes oder der Hörfähigkeit. Wer also schwer körperlich arbeitet und deshalb Schwierigkeiten hat, eine bezahlbare BU zu finden, trifft mit einer Grundfähigkeitsversicherung eine sinnvolle Vorsorge. Sie kann auch für mehrere Fähigkeiten abge-schlossen werden, allerdings bei entsprechend höheren Beiträgen.

Versicherung auch gegen schwere Krankheiten möglich

Auch gegen Schicksalsschläge wie Krebs oder die Folgen eines Schlaganfalls kann man sich absi-chern, nämlich mit einer Dread-Desease-Versicherung (dt.: „Schwere-Krankheiten-Versicherung“). Hier zahlt die Versicherung im Falle einer Erkrankung einen Einmal-Betrag aus, und zwar unabhän-gig davon, ob der Versicherte noch arbeiten kann oder nicht.

Darüber hinaus lassen sich mehrere Risiken in einer Multi-Risk-Versicherung bündeln. Sie setzt sich aus frei wählbaren Schutzbausteinen zusammen. Dies können Krankheiten, Einschränkungen nach einem Unfall oder auch der Verlust von körperlichen Fähigkeiten sein.

Ähnlich wie die klassische BU greift eine Erwerbsunfähigkeitsversicherung dagegen unabhängig von der Ursache. Leistungen fließen immer dann, wenn der Versicherungsnehmer generell nicht mehr als drei Stunden täglich arbeiten kann, weder in seinem noch in einem anderen Beruf. Dieser Schutz ist allerdings mit ähnlich strengen Annahmekriterien verbunden wie die Berufsunfähigkeits-versicherung. Welche Versicherung die sinnvollste ist, muss also immer im Einzelfall geprüft wer-den.


© Schwäbische Post 11.07.2018 14:02
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Kommentare

Gerd Kemnitz

Dieser Beitrag klingt, als hätte ihn ein Versicherungsvertreter geschrieben.

Warum sollten sich ausgerechnet Menschen, die in einem körperlich belastenden Beruf arbeiten und damit ein hohes Berufsunfähigkeitsrisiko haben, mit einer Grundfähigkeitsversicherung absichern? Die meisten dieser Menschen werden „nur“ berufsunfähig und müssen ihren Job aufgeben, ohne eine versicherte Grundfähigkeit zu verlieren.

Übrigens liegt der beispielhaft genannte Verlust der Grundfähigkeit des (schwer) Hebens und
Tragens definitionsgemäß erst dann vor, wenn die versicherte Person

„mit der rechten oder mit der linken Hand nicht mehr in der Lage ist, einen mit einem Griff versehenen Gegenstand, der ein Gewicht von zwei kg hat, vom Boden anzuheben und mit dieser Hand eine Minute lang zu halten.“

Schafft sie dies gerade noch, gilt diese Grundfähigkeit als noch vorhanden. Ob dies aber für die weitere Tätigkeit des o.g. Gerüstbauers ausreicht, wage ich zu bezweifeln.