Ausflugsziel mit viel Kultur und Natur

Mitten in einer harmonischen Natur wird der beschauliche Ort am Rande des Nördlinger Ries vor allem von einem großen Engagement der ortsansässigen Vereine geprägt. Die Gemeinde hat aber auch für Gewerbe und Tourismus einige Schätze zu bieten.
  • Erst vor wenigen Jahren wurde in der Ortsmitte das neue Rathaus der Gemeinde Kirchheim gebaut. Foto: mj
  • Das ehemalige Zisterzienserkloster mit seinem barocken Ensemble und der sehenswerten Klosterkirche prägen das Erscheinungsbild der Gemeinde Kirchheim am Ries. Foto: mj

Kirchheim. Kinder, Kloster, Rieskrater – das sind in Kirchheim die Themen. In der Gemeinde am Ries lässt es sich gut leben, dafür macht die Gemeinde viel.

Junge Familien im Blick

Gerade der Zuzug von jungen Familien spricht hier für sich. In zwei Kindergärten werden in jeweils zwei Gruppen die Kinder bereits ab einem Jahr betreut. Die neuen Betreuungszeiten werden, nach Aussage von Bürgermeister Willi Feige, gut angenommen. Die Eltern können hier auswählen, wie lange sie ihre Kleinsten in der Woche im Kindergarten lassen. 30 und 35 Stunden sind möglich. „Wir sorgen auch für eine gute Fortbildung beim Personal“ bestätigt Feige. Die Geburtenzahlen sind im letzten Jahr leicht gestiegen, nicht zuletzt auch Dank einer guten Infrastruktur.

Schule renoviert

Angegliedert an den Kindergarten ist die Grundschule. Hier werden fast 50 Prozent der Schüler betreut. Feige ist zufrieden, dass nach wie vor einzügige Klassen in der Grundschule unterrichtet werden. Hierfür hat die Gemeinde in das Gebäude investiert. Zusammen mit der Festhalle wurde es energetisch auf Vordermann gebracht. Nicht nur die Fassade wurde modernisiert, auch die Ausstattung wurde auf den neuesten Stand gebracht. Für den IT-Unterricht werden die nötigen Geräte angeschafft, sodass die Schüler bereits in der Grundschule zeitgemäß unterrichtet werden.

Neue Spielplätze für Kinder

In den Teilorten sind Kinderspielplätze errichtet worden. Ganz neu ist der Spielplatz des katholischen Kindergartens, der erst vor Kurzem eingeweiht wurde. „Vereine sind mit ihrer Jugendarbeit sehr wichtig für unseren Ort“ lobt das Gemeindeoberhaupt die vielen Institutionen.

Gerade die Sportvereine, der Musikverein und der Gartenbauverein leisten hier vorbildliche Arbeit. In Dirgenheim gibt es einen Jugendtreff im Bürgerhaus, der von der Gemeinde unterstützt wird.

Vereine sind mit ihrer Jugendarbeit sehr wichtig für unseren Ort.

Willi Feige, Bürgermeister

Jugendtreff im Bauwagen

In Kirchheim haben sich Jugendliche in einem Bauwagen einen Treffpunkt geschaffen, sodass es ein breites Angebot für die Jugendlichen gibt. Das ist wichtig, um die Zusammengehörigkeit zu stärken. Kirchheim am Ries ist noch sehr landwirtschaftlich geprägt. Die gerade laufende Flurbereinigung unterstützt dies auch weiterhin. Das Gewerbe wird hier am Riesrand gestärkt, womit auch Arbeitsplätze vor der Haustüre geschaffen werden. Kirchheim unterstützt die Betriebe in vielen Belangen und bietet Gewerbeflächen und Erweiterungsmöglichkeiten an. „Bisher hat es fast immer geklappt“ stellt Willi Feige fest. Der Schwerpunkt liegt im metallverarbeitenden Gewerbe. Aber auch das Handwerk ist am Rande des Rieses sehr stark vertreten.

Tourismus mit Potenzial

Im Tourismus sieht Feige noch Potenzial. Zwar ist Kirchheim vor allem durch sein Kloster und die dort stattfindenden Klosterspiele bekannt, doch wird der einzigartigen Natur zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Es gibt Wanderwege, Radwege, der Keltenweg führt vorbei und der Radweg von-Krater-zu-Krater verläuft hier. „Da könnte man den Pensionsbereich noch etwas verbessern“ wünscht sich der Bürgermeister.

Eine kleine Besucherwelle schwappt aus dem Ries herüber, wo sehr gute Arbeit des Tourismusverbandes gemacht wird. Der Ipf, die Offnethöhlen, das Ries und die abwechslungsreiche Landschaft sind für Feige besondere Magnete für den Tourismus.

Ein Markenzeichen sind die vielen Obstbaum-Alleen in der Gemarkung Kirchheim. Die Landwirte schmücken ihre stillgelegten Flächen mit Blühflächen und schaffen so ein schönes Landschaftsbild und tragen zur Artenvielfalt bei. Überhaupt ist es die Bevölkerung, welche den Ort hegt und pflegt. „So sind wir eine attraktive und sehenswerte Gemeinde“ lobt Bürgermeister Feige. Ganz wichtig ist ihm das Ehrenamt, welches von der Bevölkerung hochgehalten wird. „Ein Dankeschön an alle, die sich engagieren“, sagt er zum Schluss. mj

© Schwäbische Post 03.08.2018 15:08
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