Was ist Merchandising und wie funktioniert es?

Beim sogenannten Merchandising handelt es sich um eine Form des Marketings, die es schon viele Jahre gibt. Lange vor Social Media, Newslettern und Co haben Unternehmen versucht, Ihre Verkäufe mit dieser Art der Werbung anzukurbeln. Doch auch heute ist das Merchandising ein gerne genutztes Instrument zur Verkaufsförderung.

Um was geht es beim Merchandising?

In erster Linie versteht man unter diesem Begriff das kostenlose Beigeben von kleinen Artikeln - es handelt sich hierbei um klassische Präsente. Diese Geschenke können entweder an Kunden oder Geschäftspartner herausgegeben werden. Merchandising für den Verein ist ebenfalls denkbar. Durch das Verschenken der Gratis-Waren, die in der Regel nicht zum eigentliche Sortiment der Firma gehören, soll der Kauf anderer Produkte angekurbelt werden. Hierbei kann es sich natürlich auch um den Verkauf von Dienstleistungen anstelle von Produkten handeln. Im weiteren Sinne gehört auch die Produktplatzierung, sowie die Gestaltung der Displays bzw. Regale zum Bereich des Merchandisings.

Inwiefern wirkt sich Merchandising positiv auf Verkäufe aus?

Im Marketing-Jargon würde man sagen, dass das Hauptaugenmerk beim Merchandising auf den Point of Sale gelegt werden (kurz:POS). Das bedeutet nichts anderes, als dass der Handel direkt in diese Maßnahme des Marketings integriert wird, statt separat zu agieren. Aus diesem Grund gibt es hier häufig eine Zusammenarbeiten zwischen dem Handel und den Herstellern selbst. Auch die Vergabe der Merchandising-Artikel, wie zum Beispiel von kostenlosen Proben, kann direkt im Laden geschehen. Klassisches Beispiel: Bei einem Discounter an der Kasse werden Sammelfiguren aus Plastik an Kinder verteilt. Durch das Erhalten eines vermeintlich kostenlosen Artikels wird nicht nur das Vertrauen der Kunden gestärkt, sondern auch dem Unternehmen eine echte Identität gegeben. Kunden und Geschäftspartner verbinden etwas Positives mit einer Marke oder einem Dienstleistungsunternehmen, wenn diese Ihnen seine vermeintliche Aufmerksamkeit zukommen lässt. Werden solche Artikel geschenkt, die mit dem Markennamen bedruckt sind, so stellt sich noch ein anderer Effekt ein: Der Name prägt sich ein. Jedes Mal, wenn das Produkt zur Hand genommen wird, erinnert sich der Kund an das Unternehmen. Die positive Verknüpfung wirkt sich verkaufsfördernd aus.

Bei Merchandising geht es um Emotionen des Kunden

Speziell beim sogenannten Visual Merchandising geht es vorrangig darum, Kunden oder Partner auf emotionaler Ebene anzusprechen. Dieser Bereich dient dazu, den Kunden durch spontane Entscheidungen zum Kauf zu bewegen. Der Effekt soll vor allem durch eine wohldurchdachte Präsentation der Waren geschehen. Die Zielgruppe bei dieser Strategie bilden all jene Menschen, welche sich zuerst orientieren müssen, bevor Sie sich zu einem Kauf entscheiden. Die Menschen sollen emotional angesprochen werden, damit sie sich zur Marke hingezogen fühlen. Zudem soll der Name der jeweiligen Marke langfristig gestärkt werden. Hierzu dienen Farben, Formen aber auch der Einsatz spezieller Symbole. Hierdurch wird nicht nur das Unternehmen, sondern auch die Wertigkeit der jeweiligen Ware verbessert.

Praktische Werbegeschenke kommen gut an

Werden mit dem Firmenlogo oder dem Namen einer Marke bedruckte Werbegeschenke verteilt, so sollten diese möglichst praktisch sein. Aus diesem Grund haben sich in der Vergangenheit Dinge wie Schlüsselbänder, Kugelschreiber und Einkaufstaschen etabliert. Diese Gegenstände sind im Alltag gut zu verwenden und sind darüber hinaus auch noch während des Gebrauchs sichtbar. Nimmt ein Kunde seinen bedruckten Jutebeutel zum Beispiel mit zum Einkaufen, werden noch viel mehr Menschen das Merchandising sehen. Auf diese Weise bezieht sich die Wirkung des Merchandisings nicht nur auf das Hier und Jetzt, sondern hat vor allem einen langfristigen Effekt. Hierzu müssen die Artikel allerdings einen praktischen Nutzen haben und optisch ansprechend sein.

Bildquelle: Pixabay user:aiiapromogifts

© Schwäbische Post 22.11.2018 10:01
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