(K)Eine Getreideernte ist eingefahren

Wie sich der diesjährige heiße und trockene Sommer auf die regionalen Brauereien auswirkt.
  • Die regionalen Bierbrauer müssen schwankende Getreide-Qualitäten ausgleichen. Foto: Rotochsen-Brauerei

Wettermäßig hat der diesjährige Sommer zwar keine neuen Rekorde verzeichnen können: Er hat sowohl einen Hitzerekord als auch einen Trockenheitsrekord knapp verfehlt. Außergewöhnlich lange und überdurchschnittlich sonnig war der Sommer von April bis Oktober dieses Jahres dennoch, und in zahlreichen Regionen in Deutschland ging dies mit drastischen Einbußen bei der Getreideernte einher.

Wie wirkt sich dies auf die regionalen Brauereien aus?

„Wir beziehen unsere Rohstoffe aus der Region, der Hopfen beispielsweise kommt aus Tettnang und der Holledau“, sagt Alexander Veit von der Ellwanger Rotochsen-Brauerei. Veit fährt fort: „Dort gab es bei der diesjährigen Ernte mengenmäßig zwar keine Einbußen. Der sogenannte Alpha-Wert, der den Gehalt des Aromaöls im Hopfen angibt, ist in diesem Jahr aber auf Grund der Trockenheit deutlich geringer als sonst.“

Das bedeutet, die regionalen Bierbrauer benötigen bis zu doppelt so viel Hopfen als gewöhnlich, um den selben Geschmack des Bieres sicherzustellen.

Auch Karl Friedrich Ladenburger von der gleichnamigen Brauerei in Neuler bestätigt dies. „Die Auswirkungen sind für alle Brauereien deutlich spürbar. Hinzu kommen noch höhere Betriebskosten für Strom und Gas sowie die erhöhte LKW-Maut ab 1. Januar 2019“, sagt er. Die Verbraucher müssen sich daher wohl in Zukunft auf höhere Bierpreise einstellen.

© Schwäbische Post 07.12.2018 15:30
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