Instagram Influencer – der neue Trendberuf

Wo früher die Berufswünsche von Kindern und Teenagern noch Feuerwehrmann, KFZ-Mechaniker und Tierpfleger waren, hört man heute auf die Frage nach dem Berufswunsch immer öfter das Wort Influencer. Dieser Beruf hat irgendwas mit dem Internet zu tun, meistens werden viele Fotos gemacht und Geld verdient kann damit offensichtlich auch werden. Doch was steckt wirklich hinter dem neumodischen Begriff?

Was ist ein Influencer und was macht dieser den ganzen Tag?

Das Wort selbst kommt aus dem Englischen, dort bedeutet das Wort „to influence“ beeinflussen und genau das steckt auch hinter dem Beruf. Die Frauen und Männer beeinflussen ihre Follower, also die Leute die ihrem Profil aktiv folgen. Selbstverständlich bekommt niemand Geld dafür, im Internet zu erzählen, welchen Tee man gestern getrunken hat, oder welches Buch im letzten Monat besonders interessant war. Wenn jedoch jemand, beispielsweise der Teehersteller, genau dies möchte und der Influencer mit der Firma eine Kooperation eingeht, entsteht ein klassischer Werbedeal. Die Firma zahlt dafür, dass der Influencer das Produkt bewirbt, den Followern erzählt, dass er es mag, oder auch dafür, dass das Produkt auf einem Foto einfach besonders schön zu sehen ist. Die Werbung, die Beeinflussung, kann also mal mehr, mal weniger offensichtlich sein.

Das ganze Prinzip kann mit der herkömmlichen Werbung im Radio oder TV recht gut verglichen werden. Ein langer Werbespot kurz vor der Primetime auf einem beliebten Sender kostet natürlich mehr als ein kurzer Spot nachts um drei auf einem wenig besuchtem Sender. So ist es auch auf Instagram, je mehr Reichweite ein User hat, desto teurer ist eine Kooperation und desto mehr verdient der Influencer. Diese bei der Reichweite kommt es nicht nur auf die Zahl der Follower an, sondern auch auf Interaktionen, also Likes und Kommentare auf den eigenen Bildern. Daran kann man sehen, wie viele Leute eine Person wirklich erreicht. Wie genau die Partnerschaft dann abläuft, wird zwischen Influencer und Produkthersteller abgemacht. Einmalige Bilder mit dem Produkt sind genauso möglich, wie eine lange Kooperation als offizieller Partner.

Wie wird man selbst Influencer auf Instagram?

Es sollte klar sein, dass ein paar schnell aufgenommene Fotos nicht ausreichen werden, um wirklich Influencer zu werden. Hier sollte ein wenig Zeit in Planung und richtige Ausarbeitung investiert werden, damit sich der Erfolg auch wirklich einspielt. Als Erstes sollte der Markt sondiert werden, um festzustellen, was das eigene Profil besonders macht. Food-Blogger und Fitnessgurus gibt es wie Sand am Meer, es ist schwer aus denen herauszustechen. Einfacher ist es eine Nische zu bedienen mit einem Merkmal, dass einen hervorhebt. Nur Fitness ist nicht speziell genug, aber wie wäre es mit dem Home-Workout Experten, der sich am liebsten Italienisch ernährt? Hier muss natürlich jeder selbst überlegen, was am besten passt, denn nichts ist wichtiger als authentisch zu sein.

Die Fans merken schnell, wenn man nur eine Rolle spielt. Follower wollen echte Menschen, sie wollen den Eindruck haben, als würden sie mit einem Freund oder einer Freundin reden. So macht das auch als Influencer selbst den meisten Spaß, wenn man wirklich Leute erreicht. Gerade am Anfang ist es schwer Fuß zu fassen, da man nicht so bekannt ist. Hat man erst eine gewisse Reichweite erreicht, geht alles meist wie von selbst, da viele User in der Szene auch untereinander Werbung für Profile, die ihnen gefallen machen. Für den Einstieg kann Social Media Daily dabei helfen, schneller voran zu kommen und sich schon einmal einen Namen zu machen. Wenn nun noch die Qualität der Posts stimmt und ein bestimmtes System verfolgt, steht der Online Karriere nichts mehr im Weg.

Ist das ein Beruf für die Zukunft?

Es ist immer schwer, realistische Prognosen zu treffen, wie zukunftssicher ein Beruf ist. Wir leben in einer Welt, die ständigem Wandel unterliegt. Doch das Berufsbild des Influencers wird uns sicher noch eine Weile begleiten. Schon seit Jahrzehnten gibt es die Werbebranche, angefangen mit Flugblättern, über Radio bis ins Fernsehen. In der heutigen Zeit, die sich immer mehr online abspielt, war die „Entstehung“ des Berufsbild Influencer nur ein weiterer logsicher Schritt. Kombiniert mit einem Studium oder einer Ausbildung in der Marketing Branche ist die eigene berufliche Laufbahn schon sehr sicher, denn nicht nur als Privatperson profitiert man von der Erfahrung, auch große Firmen investieren immer mehr in Mitarbeiter, welche die online Profile pflegen.

Bildquelle https://pixabay.com/photo-1851464/

© Schwäbische Post 07.11.2018 15:18
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