Bitcoin Hype - Steckt die Kryptowährung wieder im Aufschwung?

Der Bitcoin Kurs ist in den vergangenen Wochen und Tagen wieder gestiegen. Nachdem ein extremer Werteinbruch zu Beginn 2018 die Hoffnungen und Ersparnisse vieler Bitcoin Fans in Rauch aufgehen ließ, war 2019 größtenteils von Stagnation geprägt. Doch nun steigt der Bitcoin Kurs wieder und getrieben von der weltgrößten Kryptowährung ziehen auch Ether und Co. leicht nach. Steckt dahinter gleich ein neuer Bitcoin Hype?
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Die neuerliche Kurssteigerung im Überblick

Der Bitcoin geht nun in sein zehntes Jahr und einen Teil seines Versprechens konnte die Kryptowährung durchaus auch einlösen. Die Blockchain ist nicht länger nur ein Begriff für Technikaffine, sondern im Mainstream angekommen. Große Unternehmen wie IBM setzen auf die Blockchain und in der Blockchain könnte auch die Hoffnung zum autonomen Automobil ruhen.
Die ganz großen Anlagehoffnungen, dass der Bitcoin schon längst bei 100.000 USD stünde, scheinen aber vorerst begraben. Trotzdem ist der Wertzuwachs 2019 enorm, rund 35 Prozent sind es derzeit seit Jahresbeginn.

Anders als bei künstlichen Blasen und leerem Run auf die Kryptowährung gibt es dieses Mal jedoch handfeste Gründe. Die Kollegen von Börse Online widmen sich dem Thema und sehen vor allem das Halving als Grund für den aktuellen Hype. Dieser Prozess halbiert die Zahl der Bitcoins, die Miner für ihre Rechenleistung erhalten. Ursprünglich waren es einmal 50, derzeit sind es 12,5 und ab Mai 2020 werden es nur noch 6,25 sein. Dieser Prozess war in der Entwicklung des Bitcoin schon immer so vorgesehen und sollte einer Inflation vorbeugen. Dadurch sinkt die Zahl der verfügbaren Bitcoins und was selten ist, das ist wertvoll. Ein Halving gib bisher immer mit einer Kursrallye einher, die zaghaften Ansätze dessen erleben wir bereits heute.

Auch das Technikportal t3n widmet sich dem aktuellen Kursanstieg und sieht vor allem zwei weitere Gründe verantwortlich für die momentane Rallye: Moving Average und Money-Flow-Index zeigen, dass aktuelle Investitionen dem Bitcoin eine Bodenbildung bescheren.

Zu allen diesen Punkten kommt eine Kauforder in einer Gesamthöhe von 100 Millionen Dollar hinzu. Die drei Großbörsen Coinbase, Bitstamp und Kraken haben am 2. April zugeschlagen und sich mit Bitcoin eingedeckt. Ein gutes Indiz für eine folgende Kursrallye?

Trotz des Kursanstiegs 2019 sind die Schwankungen aber immer noch extrem und eine verlässlich nach oben zeigende Kurve der weltgrößten Kryptowährung lässt sich derzeit noch nicht festhalten.

Gewinnbringend mit Bitcoin handeln - Anlage oder Trading?

Das alles eröffnet natürlich die Frage, wie sich überhaupt von den schwankenden Kursen von Bitcoin und dem neuerlichen Hype profitieren lässt. Eines der Modelle, mit denen Verbraucher unabhängig von der Höhe des Bitcoin Preises Profit machen können, ist das sogenannte Auto Trading.

Ein solches Modell für Bitcoin findet sich etwa im Bot Bitcoin Profit. Wie die Fachseite Kryptoszene analysiert, arbeitet der unabhängig vom Bitcoin Hype und tradet mit den klassischen Mechaniken des Auto Trading. Auto Trading ist an sich nichts Neues und auch beim Aktientrading eine valide Option, Profite zu machen - unabhängig von der genauen Höhe des Kurses. Bots kaufen hier zu günstigen Preisen und verkaufen zu höheren Preisen. Das kann binnen Stunden geschehen und sorgt so eher für viele kleine Gewinne als für den einen großen Gewinn. Gerade bei schwankenden Kursen lässt sich schnellerer Profit einfahren. Allerdings ist das Auto Trading mit Bitcoin (oder auch mit Aktien) natürlich gewissen Risiken unterworfen.

Das ist schnelles Trading natürlich immer, auch an den Börsen wird ja nicht anders gehandelt. Nur eröffnet Auto Trading eben auch berufstätigen Anlegern diese Profitoption, ohne sich in Vollzeit mit den Kursbewegungen von Bitcoin, Litecoin oder Ether beschäftigen zu müssen.

Die wichtigsten Gründe für Kursanstieg und Hype im Überblick:

  • Das Halving - bereits 2012 bescherte das Halving beim Ertrag der Bitcoin-Schürfer eine enorme Wertsteigerung, mit dem letzten Halving 2016 begann sogar eine Kursrallye, die ein Jahr lang anhalten sollte.
  • Neue Bewertungen - Anlagebank JP Morgan galt einst als größter Kritiker der Kryptowährungen und plant nun selbst eine eigene Kryptowährung. Das verleiht auch dem Bitcoin eine neue Legitimität und erhöht die Nachfrage.
  • Neue Regulierungen - die Zeit des Wilden Westens der Crypto Currencies ist vorbei, stattdessen wird nun auch von deutschen und europäischen Gesetzgebern stärker reguliert. Das mag die Vertreter der freiheitlichen Aspekte von Bitcoin stören, doch schafft es auch regulierte Börsenplätze. Und macht so die Anlage attraktiver.
  • Geringe Kapitalisierung - anders als die Aktienbörse ist das Kapitalvolumen der Kryptobörsen nach wie vor gering. Wale Orders (wie die 100 Millionen der drei großen Kryptobörsen) haben daher einen höheren Einfluss auf die Kurse.
  • Bitcoin für Lohnzahlungen - in einigen Krisengebieten ist Bitcoin inzwischen schon als Mittel für Lohnzahlungen akzeptiert, etwa im unter Inflation leidenden Venezuela. Dort lassen sich etwa Journalisten, die für ausländische Medien arbeiten, in Bitcoin auszahlen.

Fazit - Risiken, Probleme, Chancen

Nach wie vor ist der Bitcoin volatil, die Schwankungen sind im Laufe eines Tages und im Laufe von Wochen und Monaten groß. Die Stagnation zu Beginn des Jahres war da fast schon eine willkommene Abwechslung, im aktuellen Hype hat der Bitcoin die durchschnittlichen Profite des Aktienmarktes bereits überflügelt.

Anleger, die auf sichere und langsame Renditen setzen, dürften sich nach wie vor schwer tun mit dem Bitcoin, gerade die Volatilität ist es aber, die den Bitcoin zum Traden prädestiniert.

© Schwäbische Post 29.04.2019 14:20
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