Neue Beben auf Sulawesi, Java und Bali

Retter suchen noch nach Vermissten, da wackelt in Indonesien schon wieder die Erde.
Zwei Wochen nach dem schweren Erdbeben auf der indonesischen Insel Sulawesi mit vermutlich tausenden Toten haben Erdstöße die Inseln Java und Bali erschüttert. Mindestens drei Menschen wurden von herabstürzenden Trümmerteilen erschlagen, wie der Nationale Katastrophenschutz mitteilte. Auf Sulawesi, wo noch viele Menschen seit dem Beben der Stärke 7,4 Ende September vermisst werden, verlängerte die indonesische Regierung die Suche unterdessen bis heute.

Behörden gaben gestern die offizielle Zahl der Toten auf Sulawesi mit 2073 an. Allerdings wird befürchtet, dass unter Trümmern und Schlamm noch Tausende begraben liegen. Nach dem Beben vom 28. September hatte ein Tsunami das Gebiet um die Küstenstadt Palu verwüstet. Ganze Straßenzüge und Stadtteile versanken in der Erde.

Seuchengefahr zu groß

Die indonesische Regierung hatte der Katastrophenschutzbehörde ursprünglich bis gestern Zeit gegeben, um den Notfalleinsatz und die Bergung von Leichen abzuschließen. Danach sei die Seuchengefahr zu groß, hieß es. Sie werde ihre Arbeit nun aber erst heute Abend (Ortszeit) nach Sonnenuntergang einstellen.

Der IWF hatte sich nach dem Beben auf Sulawesi auch aus Solidarität mit Indonesien entschieden, seine Jahreskonferenz wie geplant auf Bali abzuhalten. In der Nacht zum Donnerstag bebte es dann erneut. Die US-Erdbebenwarte und das Helmholtz-Zentrum Potsdam gaben die Stärke übereinstimmend mit 6,0 an. Das Zentrum des Bebens lag im Meer, rund 160 Kilometer nordwestlich von Bali. dpa
© Südwest Presse 12.10.2018 07:45
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