Zum Jubiläum zurück in die Zukunft

Das New-Pop-Festival feiert sein 25-jähriges Bestehen mit Alice Cooper, Fanta Vier und neuem Konzept.
  • Altrocker Alice Cooper wurde ausgezeichnet. Foto: Uli Deck/dpa
Einmal im Jahr vibrieren die Wände im Festspielhaus Baden-Baden – wenn sich der Schwarzwald-Kurort für einige Tage im Spätsommer zur New-Pop-City verwandelt. Das ist zum 25. Mal der Fall. Für die Popwelle SWR3 Anlass, zwei Wegbereiter zu ehren – und sich ein wenig neu zu erfinden.

Zum Jubiläum wartete das SWR3-New-Pop-Festival mit einem Überraschungsgast auf: Altrocker Alice Cooper (71), lebende Legende und Erfinder des Schockrock, der mit Songs wie „School‘s Out“ oder „Poison“ berühmt wurde. Für „über 50 Jahre Rock vom Feinsten“, wie Laudator Thomas Gottschalk sagte, wurde Alice Cooper mit dem „SWR3 Lifetime Award“ ausgezeichnet. Live-Kostproben gab Alice Cooper nicht.

Zum Auftakt bei der Fernsehaufzeichnung „Das Special“ gab es dafür Live-Auftritte von James Blunt, Lena, Matt Simons und Mark Forster. Vollends zum Beben brachten die Fantastischen Vier das mit 2500 Plätzen größte deutsche Opernhaus. „Ihr habt Euch in 30 Jahren immer wieder neu erfunden“, so Laudatorin Carolin Kebekus. Ohne die Fantas hätte es weniger Fettes Brot und mehr Helene Fischer gegeben, ist die Komikerin überzeugt. Sie überreichte der Band den „SWR3 Pioneer of Pop Award“.

In den vergangenen 25 Jahren traten in Baden-Baden 340 Bands und Solokünstler auf. Viele starteten von hier aus erst richtig durch: „Für Künstler wie Amy Winehouse, Mark Forster oder Ed Sheeran war das Festival ein Sprungbrett“, sagt SWR3-Programmchef Thomas Jung. Viele kommen gerne zurück: wie Tim Bendzko, der am Sonntag ein Sonderkonzert gibt. Zudem spielen unter anderem: Lewis Capaldi, Dermot Kennedy, Freya Ridings, Justin Jesso und Dean Lewis.

Jährlich beschert das Festival dem 55 000-Seelen-Ort fast so viele Besucher, wie er Einwohner hat. Dafür kann man schon mal den roten Teppich für das gemeine Volk ausrollen, während Stars über ausgelegte Rasenstücke und auf Brettern ins Festspielhaus kommen. Schließlich hat sich das Festival ein neues „grünes“ Konzept verpasst; mit Holzbesteck statt Einwegbechern. dpa
© Südwest Presse 14.09.2019 07:45
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