USA

Wirbel um manipuliertes Video

In den USA sind Vorwürfe erhoben worden, das Weiße Haus habe zur Begründung von Anschuldigungen gegen den CNN-Korrespondenten Jim Acosta ein manipuliertes Video veröffentlicht. Experten und Journalisten äußerten am Donnerstag die Vermutung, dass der Ausschnitt aus der tumultartigen Pressekonferenz mit Präsident Donald Trump vom Mittwoch nachträglich beschleunigt worden sei. Durch den Eingriff suggeriere das Video einen Schlag Acostas auf den Arm einer Praktikantin, die dem Reporter das Mikrofon abnehmen wollte.

Trumps Sprecherin Sarah Sanders hatte das Video nach der Pressekonferenz getwittert und damit den Entzug der Akkreditierung von Acosta begründet: Die Regierung werde „nie tolerieren, dass ein Reporter eine junge Frau anfasst, die nur ihren Job als Praktikantin im Weißen Haus machen wollte“.

Acosta hatte die Anschuldigungen des Weißen Hauses zurückgewiesen. Der Journalistik-Professor Dan Kennedy von der Northeastern University bezeichnete die Begründung für den Entzug der Akkreditierung als „Lüge“. afp
© Südwest Presse 10.11.2018 07:45
132 Leser
Ist dieser Artikel lesenswert?
Kommentar schreiben
Zu diesem Artikel wurden noch keine Kommentare geschrieben.