CDU-Chefin warnt vor Personaldebatte

Kramp-Karrenbauer pocht auf ihr Vorschlagsrecht für Kanzlerkandidaten.
CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer hat ihre Partei vor Personaldebatten gewarnt. Mit Hinweis auf Äußerungen über die nächste Kanzlerkandidatur pochte Kramp-Karrenbauer auf ihr Vorschlagsrecht. „Das galt für alle Vorsitzenden der CDU und das wird auch für mich gelten“, sagte sie der „Welt am Sonntag“. Die CDU-Spitze begann gestern Abend in Potsdam ihre zweitägige Klausur und will dort unter anderem ihren Kurs für die Europawahl und die Landtagswahlen in diesem Jahr abstecken.

Erstmals findet die Klausur unter Führung von Kramp-Karrenbauer statt, die sich auf dem Hamburger Parteitag im Dezember knapp gegen Ex-Unionsfraktionschef Friedrich Merz durchgesetzt hatte. Viele in der Partei wünschen sich dennoch eine weiterhin wichtige Rolle für Merz. Kramp-Karrenbauer hatte sich vor wenigen Tagen mit Merz darauf verständigt, dass er Mitglied in einem Expertenkreis zur sozialen Marktwirtschaft werden und an führender Stelle den Themenbereich „Zukunft der transatlantischen Beziehungen“ begleiten soll.

Kramp-Karrenbauer kündigte zugleich eine generelle Überprüfung sämtlicher Maßnahmen rund um die Migration an. „Wir werden uns die gesamte Einwanderungsfrage von dem Schutz der Außengrenze über die Asylverfahren bis zur Integration unter dem Gesichtspunkt der Wirksamkeit anschauen“, sagte sie. dpa

Leitartikel Seite 2
© Südwest Presse 14.01.2019 07:45
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