Hintergrund

So machen es andere Länder

  • Hohes Ansehen, wenig finanzielle Unterstützung: Veteranen in den USA. Foto: Foto Yuri Gripas/afp
USA: Die etwa 21 Millionen amerikanischen Kriegsveteranen werden als Patrioten verehrt, die ihr Leben für die Nation riskiert haben. Am „Veterans Day“ im November feiern die USA ihre Helden mit Ansprachen, Konzerten und Gedenkveranstaltungen. Doch trotz des großen Respekts fehlt es oft an konkreter Unterstützung durch den Staat. Seit Jahren klagen die Veteranen über unzureichende Krankenversorgung – insbesondere bei der Behandlung posttraumatischer Belastungsstörungen. Präsident Donald Trump tat 2018 einen ersten Schritt. Er unterzeichnete einen Haushalt von mehr als 200 Milliarden Dollar. Ziel ist es, die Gesundheitsversorgung für Veteranen auszubauen, berufliche Fortbildung zu finanzieren und Obdachlosigkeit zu bekämpfen.



Russland: Auch in Russland sind Veteranen Helden. Das gilt vor allem für die Rotarmisten, die gegen Hitlers Wehrmacht kämpften. Sie wurden in der UdSSR mit Orden und Privilegien überhäuft, das postsowjetische Russland beschenkte sie mit Geld und Kleinwagen. Allerdings sterben die Weltkriegssoldaten aus, laut Arbeitsministerium lebten 2018 noch 80 400 von ihnen. Auch Teilnehmer des Afghanistankrieges haben sich in angesehenen Veteranenverbänden organisiert und kümmern sich um die sozialen Belange ihrer Mitglieder ebenso wie um die „patriotische Erziehung“ der Jugend. Allerdings kämpfen Russlands Krieger zunehmend als „private Freiwillige“ oder illegale Söldnertruppen. Die Überlebenden müssen ohne Zusatzrente und Helden-Image auskommen.



Großbritannien: Fast in jedem Ort gibt es ein Vereinslokal der „British Legion“, das oft genug die Dorfkneipe ersetzt. Die Organisation wurde 1921 zur Unterstützung von Veteranen und ihren Familien gegründet. Sie genießt hohes Ansehen. Fast alle Briten stecken sich im November den roten Klatschmohn an, der an die Schlachtfelder des Ersten Weltkriegs erinnert. Der höchste Feiertag für die Veteranen ist der 11. November. Zahlreiche andere Organisationen sammeln Mittel für die Rehabilitation physisch und psychisch geschädigter Veteranen aus den Kriegen, in denen britische Streitkräfte in jüngster Zeit eingesetzt wurden. dth/sts/beb
© Südwest Presse 14.02.2019 07:46
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