Land weitet Integrationsprogramm aus

Kümmerer-Projekt umfasst künftig neben Flüchtlingen auch Zuwanderer.
Das baden-württembergische Wirtschaftsministerium setzt das so genannte „Kümmerer-Programm“ zur Integration von Geflüchteten in eine Ausbildung fort und will es künftig auch auf junge Zuwanderer aus EU- und Drittstaaten ausweiten. Dazu werde das seit 2016 laufende Förderprogramm um zwei Jahre verlängert und 3,6 Millionen Euro für 42 „Kümmerer“-Vollzeitstellen investiert, teilte das Ministerium mit. Es beteiligen sich aktuell 26 Kammern, Bildungsträger und Landkreise an dem Programm.

Die Aufgabe der Kümmerer ist es, geeignete junge Menschen bei der Berufswahl zu unterstützen und sie in Praktikum, Einstiegsqualifizierungen und letztlich in Lehrstellen zu vermitteln. Bislang seien mehr als 1600 Geflüchtete erfolgreich in eine Ausbildung gebracht worden, sagte Wirtschafts- und Arbeitsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut. Um den Fachkräftenachwuchs zu sichern, „muss jegliches Potenzial für die berufliche Ausbildung gehoben werden“, sagte die CDU-Politikerin. Allein im letzten Ausbildungsjahr blieben rund 9000 Ausbildungsplätze unbesetzt.

Die bisher Begleiteten stammten vor allem aus den Asylherkunftsländern Syrien, Afghanistan, Gambia, Irak, Eritrea und dem Iran. Das Land hatte das Kümmerer-Programm „Integration durch Ausbildung – Perspektiven für Flüchtlinge“ 2016 ins Leben gerufen, um jungen Flüchtlingen mit Bleibeperspektive rasch eine Berufsausbildung zu ermöglichen. epd/eb
© Südwest Presse 16.08.2019 07:45
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