„Open Arms“ vor Lampedusa

Nachdem ein Verwaltungsgericht in Rom das Verbot des italienischen Innenministers aufgehoben hat, ist das Rettungsschiff „Open Arms“ mit 147 Migranten an Bord in den Territorialgewässern des Landes angekommen. „Wir haben Land in Sicht“, twitterte die spanische Hilfsorganisation „Proactiva Open Arms“ am Donnerstagmorgen, als sich das Rettungsschiff, begleitet von einem Segelschiff der Organisation, unmittelbar vor der Insel Lampedusa befand. Laut Nachrichtenagentur Ansa wurde es von zwei Schiffen des Militärs eskortiert. Das spanische Fernsehen zeigte Bilder der Migranten, die bei hohem Wellengang erschöpft am Boden des Decks liegen.

Der rechte Innenminister Matteo Salvini hatte dem Rettungsschiff die Einfahrt in die Territorialgewässer des Landes verboten. Die Hilfsorganisation hatte dagegen beim Verwaltungsgericht in Rom Einspruch eingelegt, das daraufhin die Einfahrt in die Gewässer autorisierte. Erst kürzlich war ein Sicherheitsgesetz in Italien in Kraft getreten, das Strafen bis zu einer Million Euro für Seenotretter vorsieht, die unerlaubt in die Territorialgewässer des Landes einfahren. dpa
© Südwest Presse 16.08.2019 07:45
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