Land am Rand

Die Fehler der Anderen

  • Rad gestohlen und betrunken erwischt? Dann bitte das mit dem Diebstahl der Polizei sagen. Das erleichtert den Ermittlern die Arbeit. Foto: © eyetronic - fotolia.com
Die Lektüre der Polizeimeldungen befriedigt keineswegs nur die Sensationsgier. Wer einigermaßen aufmerksam verfolgt, was die Hüter der Ordnung und Sicherheit im Land zu tun bekommen, der kann sein eigenes Verhalten optimieren.

Fall 1 spielt in Klettgau, also links unten im Südwesten. Dort war ein Langholztransporter unterwegs. Weil der 27-jährige Fahrer auf der Straße zum Sägewerk mehrere Holzstücke verlor, schaute sich eine Polizeistreife das Gefährt etwas genauer an. Dabei entdeckte sie einige gravierende Mängel: Die Vorderreifen hatten kaum mehr ein erkennbares Profil, die Reifenflanken waren porös, die Ladung war nicht nur sehr lässig befestigt, sie wog auch mehr als zulässig war. Die Weiterfahrt wurde verboten. Die Höhe des Bußgeldes steht noch nicht fest.

Fall 2 führt nach Heilbronn. Dort entdeckte eine Streife eine Autofahrerin, die keinen Sicherheitsgurt angelegt hatte. Bei näherer Kontrolle stellte sich heraus, dass auch ein zwei Jahre altes Kind auf dem Rücksitz nicht ordnungsgemäß gesichert war. Als die 39-Jährige ihren Führerschein zeigen sollte, musste sie eingestehen, dass sie gar keinen mehr hat. Weil ihr Twingo seit Januar nicht mehr zugelassen ist, bediente sie sich der Kennzeichen eines BMW. Was das alles kostet, wird noch addiert.

Fall 3 spielt in Aalen. Dort kreuzte nachts ein volltrunkener Radfahrer auf dem Hof des Polizeireviers auf. Als die Beamten nach seinem Begehr fragten, ließ er durchblicken, dass er das Mountainbike gestohlen habe.

Die Polizei freut sich bestimmt über Erleichterung ihrer Arbeit. Hans Georg Frank
© Südwest Presse 12.10.2018 07:45
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