Junge Leser lesen Zeitung im Netz

Verlage im Land erreichen 81 Prozent der deutschsprachigen Bevölkerung. Leser wollen unabhängige Journalisten.
Die Tageszeitungen in Baden-Württemberg haben im vergangenen Jahr mit ihren Online-Angeboten mehr junge Leser erreicht. Die verkaufte Auflage der Printausgaben ging dagegen weiter um 2,7 Prozent auf 1,7 Millionen Exemplare zurück. Das geht aus dem Jahresbericht des Verbands Südwestdeutscher Zeitungsverleger hervor.

Die Zeitungen im Südwesten erreichen mit Print und Online 81 Prozent der deutschsprachigen Bevölkerung ab 14 Jahren, heißt es in dem Bericht. Allein in der jungen Altersgruppe von 14 bis 29 Jahren kamen letztes Jahr 1,1 Millionen Leser hinzu.

Das Interesse der Leser an ihrer Zeitung ist nach wie vor groß, ergab eine Leseranalyse der „Pforzheimer Zeitung“ und der Universität Hohenheim. Demnach haben Nachrichten aus Baden-Württemberg für rund 90 Prozent der Leser einen „wichtigen“ oder sogar „sehr wichtigen“ Stellenwert. Laut der Studie kommt es für eine Zeitung entscheidend darauf an, „dass die Redaktion von den Lesern als unabhängig wahrgenommen und keine zu große Nähe zu den Entscheidungsträgern aus Politik und Wirtschaft vermutet wird“.

Der Vertrieb wird für die Zeitungen zu einem immer größeren Problem. Der Mindestlohn, der im nächsten Jahr auf 9,35 Euro pro Stunde steigt und auch für Zusteller gilt, kostet die Verlage Millionenbeträge. Trotzdem gibt es mancherorts kaum noch Zusteller. dpa
© Südwest Presse 18.05.2019 07:46
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