Zum Abschied viel Lob für Peter Boudgoust

Der neue Intendant Gniffke ist schon im Amt. Die Leistungen des Vorgängers werden bei einer Feier gewürdigt.
  • Kai Gniffke (links) verabschiedet Peter Boudgoust. Foto: Sebastian Gollnow/dpa
Der Südwestrundfunk hat seinen langjährigen Intendanten Peter Boudgoust verabschiedet. Bei einer Feier im Funkhaus Stuttgart würdigten am Freitag alle Redner den multimedialen Umbau des Senders als wichtige Leistung des 64-Jährigen. Das von Boudgoust initiierte Jugendangebot „funk“ sei ein Meilenstein, sagte der Vorsitzende des SWR-Verwaltungsrats, Hans-Albert Stechl.

„Unsere Konkurrenz ist atemberaubend vielfältig geworden“, betonte Boudgoust, der die zweitgrößte ARD-Anstalt seit 2007 leitete und noch bis Ende 2020 Präsident des deutsch-französischen Senders Arte bleibt. „Unsere echten Konkurrenten sind Netflix und Amazon.“

Der neue SWR-Intendant Kai Gniffke versprach seinem Vorgänger: „Wir sprinten mit dem SWR und werden die anderen nicht vorbeilassen.“ Er ergänzte: „Wir wollen auch die erreichen, die uns noch nicht nutzen.“ Festrednerin Diemut Roether von epd medien forderte den SWR zu mehr „unbequemen Inhalten“ auf.

Zum Stabwechsel gab die zweitgrößte ARD-Anstalt zwei Personalien bekannt, über die der Rundfunkrat am 27. September beraten wird: Der SWR-Fernsehmoderator Clemens Bratzler (47) soll zum Leiter der Programmdirektion Information aufsteigen. Anke Mai (53) vom Bayerischen Rundfunk soll die Leitung der SWR-Programmdirektion Kultur übernehmen.

Bratzler leitet bisher die Hauptabteilung Multimediale Aktualität Baden-Württemberg und ist stellvertretender Landessenderdirektor Baden-Württemberg. Mai ist derzeit BR-Hauptabteilungsleiterin für den trimedialen Programmbereich Kultur. dpa
© Südwest Presse 14.09.2019 07:45
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