Mehr Beschwerden als je zuvor

Wegen Problemen mit Airlines nach ausgefallenen Flügen rufen zehntausende Menschen die Schlichtungsstelle an.
2020 sind 34 652 Beschwerden zum Thema „Flugreisen“ bei der Schlichtungsstelle für den öffentlichen Personenverkehr (SÖP) eingegangen. Das waren 60 Prozent mehr als 2019. Die meisten Beschwerden betrafen die Erstattung von Kosten für Flüge, die wegen der Corona-Pandemie ausgefallen sind.

Nach wie vor hinken die Airlines mit den Zahlungen hinterher. „Wir bekommen pro Woche immer noch 400 bis 600 Fälle“, sagte SÖP-Geschäftsführer Heinz Klewe. Es gebe Fälle, in denen das Geld „nach einem Jahr noch nicht beim Kunden ist“.

Die SÖP mit knapp 60 Mitarbeitenden in Berlin wird von Unternehmen und Verbänden der Verkehrsbranche getragen. Sie ist von der Bundesregierung als neutraler Schlichter anerkannt. Ihr Service ist für die Kunden kostenlos.

Obwohl 2020 vergleichsweise wenige Menschen unterwegs waren, gab es einen Rekord an Beschwerden. Die SÖP zählte 41 211 Fälle, rund 10 000 mehr als beim bisherigen Höchststand 2018. Außer die Fluggesellschaften betrafen sie vor allem die Bahn; die Zahl der Schlichtungsanträge stieg um 70 Prozent auf 5500.

Zum Teil drängten Fluggesellschaften zum Tausch der Tickets gegen Gutscheine, während die Kunden auf Geldzahlung bestünden, sagte Klewe. Häufig blieben zugesagte Erstattungen aus. dpa
© Südwest Presse 16.02.2021 07:45
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