Für saubere Gewässer sind alle verantwortlich

Eine der größten Herausforderungen des Umweltschutzes ist die Sicherung des Wassers als wichtigstes Grundnahrungsmittel und hat bei den Kommunen oberste Priorität. Mit dem Bau des dritten Nachklärbeckens hat die Stadt Schwäbisch Gmünd hierzu einen wichtigen Beitrag geleistet.
  • Seit Januar ist ein drittes Nachklärbecken in Betrieb. Bis August waren aber noch einige Außenarbeiten notwendig. Foto: tom

Schwäbisch Gmünd. Seit Januar 2019 ist das dritte Nachklärbecken (NKB) in Betrieb – jedoch waren bis zur Sommerpause noch zahlreiche Anpassungsarbeiten erforderlich gewesen und die Außenanlagen mussten hergestellt werden. Die kurze Bauzeit von 27 Monaten unter laufendem Betrieb war nur deshalb möglich, weil die Ausschreibungen so geschickt erfolgten, dass immer mehrere Firmen gleichzeitig auf der Baustelle waren. Dies war eine große Herausforderung an die Koordinierung des Bauablaufs, damit kein Leerlauf entsteht und dadurch gegebenenfalls unnötige Folgekosten.

Bei der Erweiterung der Kläranlage waren insgesamt 19 Baufirmen involviert, davon sind 15 aus dem Ostalbkreis. Insgesamt haben acht Ingenieurbüros am Erfolg der Erweiterung der SKA mitgewirkt. Die Projektkoordination lag dabei bei dem Ingenieurbüro Peter Köder.

Kostenrahmen eingehalten

Die Erweiterung der SKA Zollerwiesen ist im Zeit- wie auch Kostenrahmen geblieben. Mit knapp 10 Millionen Euro ist es die größte städtische Einzelbaumaßnahme in Schwäbisch Gmünd der knapp letzten 20 Jahre.

Für die Maßnahme gibt es auf Grund der niedrigen Abwassergebühr in Schwäbisch Gmünd keine Fördermittel. Die Kosten müssen voll auf die Einwohner umgelegt werden. Dennoch konnten trotz der Großinvestition die Schmutzwassergebühren 2019 auf 1,46 Euro pro Kubikmeter gesenkt werden (der Landkreisdurchschnitt liegt bei 2,47 Euro pro Kubikmeter). Um den gestiegenen Anforderungen an die Abwasserreinigung und Schlammbehandlung Rechnung zu tragen, wurde die Sammelkläranlage (SKA) Zollerwiesen der Stadt Schwäbisch Gmünd auf Basis eines Rahmenentwurfs aus dem April 1991 schrittweise modernisiert und erweitert.

Im Rahmenentwurf wurde damals ein Endausbau der SKA auf eine Reinigungskapazität von 120.000 Einwohnerwerte (EW) vorgesehen.

Zunächst wurde der Ausbau nur auf eine Eingangsbelastung von 90.000 EW ausgelegt und genehmigt. Realisiert wurde die damalige erforderliche Erweiterung in zwei Schritten.

1996/1997 wurde die mechanisch-biologische Abwasserreinigung für 90.000 EW errichtet und im Jahr 2000 konnte die modernisierte und um eine Faulung erweiterte Schlammbehandlungsanlage in Betrieb genommen werden.

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© Schwäbische Post 13.09.2019 22:28
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