Hier schreibt das Schwäbisch Gmünder Akkordeonorchester

Akkordeonorchester in glänzender Spiellaune

  • Hochkonzentriert und voller Spielfreude zeigten sich die Spieler des Schwäbisch Gmünder Akkordeonorchesters beim Konzert "Fascinating Rhythm - Hit Giganten" am vergangenen Samstag.
  • Eine tolle Darbietung bot das Saxofon-Nonett ph-Wert 9 beim Konzert des Schwäbisch Gmünder Akkordeonorchesters im Festsaal des Predigers
  • Die Spieler des Schwäbisch Gmünden Akkordeonorchesters sprühten geradezu vor Spielfreude, so sprang der Funke schnell über zum begeisterten Publikum.

Am vergangenen Samstag lud das Schwäbisch Gmünder Akkordeonorchester zu seinem Motto Konzert „Fascinating Rhythm – Hit Giganten“ in den Festsaal des Predigers ein. Den Zuhörern präsentierte sich ein glänzend aufgelegtes Orchester unter Leitung von Ulrich Hieber, der wieder ein sehr abwechslungsreiches Programm zusammengestellt hatte.
Gleich zu Beginn wurden die Zuhörer im voll besetzen Festsaal des Predigers mit „Pomp and Circumstance“ von Edward Elgar mit sehr differenziertem Spiel gefesselt. Besonders der von den „Last Night of The Proms“ bekannte Refrain mit der Verszeile „Land of Hope and Glory“ war dann sicherlich jedem Zuhörer bekannt, verstand es das Akkordeonorchester außerordentlich gut mal technisch filigran, dann wieder im leisenPiano oder am Ende im donnernden Forte alle Facetten darzubieten. In Schostakowitsch „Jazz Suite Nr. 2“, eigentlich fälschlicherweise so bezeichnet, so Hieber, da es sich doch um eine Suite für Varieté-Orchester handele, kam eine gewitzte und abwechslungsreiche Registrierung, vor allem durch den effektvolle Einsatz der elektronischen Akkordeons und Keyboard, voll zur Geltung. Die Sätze dieser Suite wurden vom Orchester technisch sicher und sehr differenziert dargeboten. Auch glänzten hier die Solisten beim „Lyrischen Walzer“ oder der „Kleinen Polka“ mit brillantem Spiel. Der „Walzer Nr. 2“ war den Zuhörern sichtlich bekannt, wurde dieser doch auch als Filmmusik eingesetzt oder durch die Fassung von André Rieu bekannt. Das „Finale“ markierte den effektvollen Abschluss dieser Varieté-Suite. Vor der Pause begeisterte dann das Gastensemble ph-Wert 9, ein Saxofon-Nonett unter Leitung von Martin Keller, das Publikum. Mit „Variations on America“ und „Dance of the Knights“ konnten die neun Saxofon Spieler eindrücklich ihr technisches Können unter Beweis stellen.
Nach der Pause stand die „Bohemian Rhapsody“ von Freddy Mercury (Queen) auf dem Programm. Dieses Musikstück wurde dem Orchester quasi auf die Tasten geschrieben, so Hieber, wurde es doch vom Orchester-Keyboarder Dieter Ziesel u.a. eigens bearbeitet. Hier kam die volle Bandbreite des musikalischen Könnens des Orchesters zur Geltung. Zu Beginn im feinen Piano, dann im fetzigen Slow Rock und verzerrter E-Gitarre (Keyboard), über einen symphonischen Mittelteil, der dann in einen grandiosen Shuffle-Rock mündet, bei dem das ganze Orchester, unterstützt vom glänzend agierenden Schlagzeuger Dominik Englert, die Bühne rockte. Der Schluss dann wieder im langsamen einfühlsamen Piano. Langanhaltender Beifall war der Lohn für diese begeisternde Aufführung. Das Saxofon Ensemble ph-Wert-9 konnte mit nun sehr unterhaltsamen Stücken u.a. „Tico Tico“, „Raiders March“ das Publikum in seinen Bann ziehen. Bei „Music“ von John Miles verzauberte das Akkordeonorchester die Zuhörer anschließend mit facettenreichem Spiel und abwechslungsreicher präziser Rhythmik. Der bombastische Schluss riss die Zuhörer zu wahren Beifallsstürmen hin. Bei „Elton John in Concert“ groovte sich dann das Orchester richtig ein. „Crocodile Rock“, fetzig dargeboten - „Your Song“, ein eher moderater Song einfühlsam interpretiert - „Sad Songs“, im schnellen Rock scharf artikuliert – „Blue Eyes“, der Titel zum Träumen im einfühlsamen Slow Rock und „I’m still standing“, der knallige Schlusspunkt, waren die Titel dieses effektvollen Pop-Medleys, mitreisend dargeboten vom Orchester. Im letzten Block ihres Auftritts begeisterten die Saxofon Solisten von ph-Wert-9 das Publikum nochmals mit ihren kurzweiligen, z.T. sehr lustig präsentierten Titeln. So kam u.a. die flotte „Keller Samba“ oder das melancholische „Moonriver“ zu Gehör. Den Abschluss widmete das Orchester den im letzten Jahr verstorbenen Künstlern James Last und Udo Jürgens. Im Happy Sound kam „Happy Music“ daher, effektvoll arrangiert und im flotten Tempo dargeboten. Das „Udo Jürgens – Tribute Medley“ bildete den glanzvollen Abschluss. Nicht wenige Zuhörer sangen bei den bekannten Ohrwürmern wie z.B. „17 Jahr“, „Griechischer Wein“, „Ein ehrenwertes Haus“ , „Merci Chéri“, „Aber bitte mit Sahne“, „Mit 66 Jahren“ begeistert mit, wurde doch dieses Medley im fetzigen Pop Stil arrangiert und begeisternd dargeboten. Langanhaltender Beifall war der Dank für dieses großartige Konzert des Schwäbisch Gmünder Akkordeonorchesters, so dass eine Zugabe fällig war. Hier ließ Dirigent Ulrich Hieber die Zuhörer zunächst im Dunkeln um welche Melodie es sich handele. Doch bereits nach wenigen Takten war klar, das ist die Titelmelodie zum „Aktuellen Sportstudio“, „Up To Date“ mit korrektem Titel. Bekannt geworden durch die Swing Legende Max Greger wurde dieses Stück für das Akkordeonorchester und das Saxofon-Ensemble arrangiert und gemeinsam glänzend dargeboten. Der schnelle Swing, beeindruckend durch den Schlagzeuger und die Bassisten gehalten, war ein würdiger Abschluss eines kurzweiligen, begeisternden und mit viel Spielfreude dargebotenen Konzerts des Schwäbisch Gmünder Akkordeonorchesters.

© Schwäbisch Gmünder Akkordeonorchester 20.11.2016 16:36
1988 Leser
Ist dieser Artikel lesenswert?
Kommentar schreiben
Zu diesem Artikel wurden noch keine Kommentare geschrieben.