Hier schreibt der Handharmonika Club Schwäbisch Gmünd

Konzerte in der Kirche, 15.11.2014, 18:00 St

Vergangenen Sonntag präsentierten ca. 60 Musiker und Musikerinnen ein Konzert der Spitzenklasse, wie es im Großraum Gmünd lange nicht mehr zu hören war.

Die Lokalpresse berichtete entsprechend.

Für alle, die verhindert waren und/oder das Konzert nochmals genießen möchten, bietet sich dieser Samstag, 15.11.2014, 18:00, St. Josef in Böbingen/Rems an.

Unter der gemeinsamen Leitung von Daniel Haußer (Akkordeonorchester Böbingen & Handharmonika-Club Schwäbisch Gmünd) und Olga Haußer (Frauenchor Passione, GMV Iggingen) erwartet Sie so manch selten aufgeführtes musikalische Highlight.

Die fulminante Eröffnung des Konzertabends stellt die “Sinfonia alla barocco” des niederländischen Komponisten Ted Huggens dar. Diese 3-sätzige Suite bezaubert durch klare Struktur, überraschende Rhythmen und lyrisch-romantische Melodien.
Auf “Ouvertüre”, einen schnellen, musikalisch abwechslungsreichen Eingangssatz folgt der ruhige Zwischensatz “Air” und gipfelte im “Finale” mit seinen schnellen Läufen und fugenartig verwobenen Melodien.

Daraufhin steht Schubert´s Deutsche Messe im Mittelpunkt.
Diese Auftragsarbeit des Textdichters Johann Philipp Neumann hält sich nicht an die wortgetreue Übersetzung der lateinischen Messe, sondern ist eine freie Nachdichtung, die eher an das protestantische Kirchenlied erinnert und somit in diesem Fall auch als ökumenischer Beitrag anzusehen ist.

Toccata aus der 5. Orgelsinfonie op. 42 von Charles-Marie Widor

Widor´s bekannteste Orgelkomposition (F-Dur, 4/2-Takt) und der triumphale Abschluß dieser beliebten Symphonie. Widor verstand die Kunst, musikalisches Material von scheinbar geringer Substanz dennoch interessant und wirkungsvoll klingen zu lassen. Von dieser Kunst gibt die Toccata beredtes Zeugnis. Obwohl dem Stück eine äußerst simple harmonische und melodische Struktur zugrunde liegt (siehe Bild unten), ist es trotzdem weltberühmt geworden und zieht wie kein anderes Orgelwerk den Zuhörer unmittelbar in seinen Bann.

Das Konzert endet mit dem fesselnden „Magnificat” von Antonio Vivaldi.
Der Barockkomponist Vivaldi, hauptsächlich bekannt als großer Violinkünstler, Instrumental- und Opernkomponist, hat auch zahlreiche geistliche Werke geschaffen. Als Priester und langjähriger musikalischer Leiter eines großen Waisenhauses in Venedig erhielt er Anregungen für seine vielseitigen kirchenmusikalischen Werke.
Vivaldi stellt im Magnificat seine hohe Meisterschaft im Erfinden melodischer und harmonischer Ausdrucksformen im Dienst bildhafter Textinterpretation unter Beweis.

Alle beteiligten drei Vereine haben ein großes Programm erarbeitet und freuen sich, das Ergebnis ihrer langen und intensiven Vorbereitung nun präsentieren zu dürfen.

Der Eintritt ist frei, Spenden willkommen.

 

© Handharmonika Club Schwäbisch Gmünd 13.11.2014 10:28
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