Hier schreibt der Bürger-, Kultur- und Förderverein OSTstadt

Rückblick auf das Kino - & - Musikfestival in der Oststadt vom 19. – 28. Juli 2018 - Schwäbisch Gmünd zur echten Festivalstadt machen - M.L. vom 7.7. 208 in der GT

  • Programm des Festivals
  • Küpfendorfer Hausmusik
  • Jens Düppe Quartett

„Das war ein schöner Abend gestern! Ich finde es wirklich bemerkenswert, was ihr da auf die Beine gestellt habt“. --- „Sowas gabs in der Oststadt noch nie“ Bitte mehr davon!“ --- „Welch eine Vielfalt an Musik und Filmen und eine Super-Stimmung.“ --- „Schön, dass auch an soziale Projekte gedacht wurde, die von Spenden profitieren.“ --- „Unbedingt wiederholen, tolle Atmosphäre, tolle Musik!“

Soweit eine kleine Auswahl an Zitaten aus den vielen Rückmeldungen der Besucher unseres Festivals, das nahezu einhellig eine mehr als positive Resonanz der Festivalbesucher auslöste.

10 Tage sind eine lange Zeit und erfordern Durchhaltevermögen bei den Ausrichtern und von allen Mitarbeitern jeden Tag Kraft und Motivation, um diesen „gefühlten“ Veranstaltungsmarathon bei aller Anstrengung dennoch locker, leicht und entspannt in die Tat umzusetzen und das gute Ambiente zu schaffen, das trotz zweier, leicht verregneter Abende zu Anfang der Veranstaltungsreihe das Festival bestimmte und sich in der guten Stimmung ausdrückte, von denen die Zitate zeugen. Es waren wunderschöne und sehr intensive 10 Tage der kulturellen Begegnung, geprägt von musikalischer und cineastischer Diversität und Qualität, besucht von Zuschauern aus der gesamten Stadt Schwäbisch Gmünd und durchzogen von einer Sommer-Gemeinschaftsstimmung, die ihresgleichen sucht.

Also in Zukunft mehr Sommerfestivals in der Oststadt???

Und hier fiel mir ein Zitat von Michael Länge, GT Schwäbisch Gmünd vom 7. Juli 2018 wieder ein, das als Überschrift eines Kommentars zum Festival Europäische Kirchenmusik folgendermaßen lautete: „Gmünd zur echten Festivalstadt machen“ Herr Länge will hier -- wie so oft – Gutes anregen, aber leider ist diese Aussage ausschließlich auf das EKM bezogen und folgt damit der innerstädtischen „Logik“, dass für Gmünd vor allem gut ist, was gut für die Innenstadt ist, kurzum „Innenstadt Gmünd first“.

Nur neben der Innenstadt gibt es tatsächlich weitere Stadtteile in der Kernstadt, die - man sollte es öfter und mehr denken - allesamt die Gesamtstadt Schwäbisch Gmünd ausmachen.
Gmünd zu einer echten Festivalstadt zu machen, hieße also die Stadtteile und Ortschaften mit zum Träger großer kultureller Veranstaltungen zu machen. Warum nicht Veranstaltungen zum Beispiel des Festivals zur Europäischen Kirchenmusik in andere Stadtteile legen? Die Oststadt hat z. B. den Universitätspark zu bieten und auch der Schießtalplatz wäre eine Option, bei Open-Air allemal. Und warum nicht die Kirche in Hussenhofen?

Aber aktuell herrscht „gefühlt“ und tatsächlich Ungleichbehandlung, denn dass bei unserem Kino - & - Musikfestival am Unipark in der Oststadt vom 19. – 28. Juli, einer Veranstaltungspremiere mit besonderem Format in der Oststadt, das es noch nie zuvor in dieser Kombination gab, keine der Stadtspitzen erschien, ist einfach nur enttäuschend. Sehr schade! Wir waren immerhin 10 Tage lang vor Ort. 

Auch das macht im wichtigen Detail deutlich, dass Gmünd von einer echten Festivalgesamtstadt noch weit entfernt ist. Dies zusammen mit den Befürchtungen des von mir übrigens sehr geschätzten Herrn Stemmler, das Kino & Musikfestival am Unipark – Oststadt könne aufgrund der (teilweisen) Terminüberschneidung mit dem EKM dessen Substanz an Zuschauern gefährden, was beinahe schon ein wenig grotesk wirkt und dabei doch geeignet ist, die Ferne Gmünds zu einer echten Festivalstadt einerseits zu bestätigen und andererseits noch zu vergrößern.

Herr Stemmler war im Übrigen auch auf unserem Festival zugegen und lobte dieses aufgrund seiner künstlerisch-kulturellen Vielfalt gerade bei der Auswahl der Musikevents und der Grundidee halber, Open-Air-Kino mit Musik zu verknüpfen. Nur die Gleichzeitigkeit mit dem EKM...

Mein Dank und der herzliche Dank des ganzen Festival-Teams gehen an Herrn Dieter Lehmann, Leiter des Amtes für Familie und Soziales, der unsere Kulturveranstaltung mit treffenden Worten eröffnete und mehrmals als Besucher am Festival teilnahm.

Die nächsten Ideen für nächste „Festivals“ in der Oststadt – oder auch bei passender Größe in der Gesamtstadt -- sind bereits im Entstehen begriffen. Die Antwort lautet also ja, mehr Sommerfestivals und mehr Kultur in der Oststadt und natürlich gehört dabei allemal der Kulturbegriff auf die Tagesordnung.
Als Zwischenfazit steht: Die Oststadt Schwäbisch Gmünds ist bereit im nächsten Jahr unter dem Motto „Alles im Fluss“ auch am EKM mitzuwirken, um „Mit allen Sinnen“ dazu beizutragen, dass Gmünd im besten Sinne zur echten Festivalstadt wird. Ich hoffe, andere Stadtteile und Ortschaften schließen sich an.
Thomas Schäfer, Verein OSTstadt e.V. – Vielfalt verbinden, Sprecher des Stadtteilforums Ost

 

© Bürger-, Kultur- und Förderverein OSTstadt 14.08.2018 12:24
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