Hier schreibt der Obst- und Gartenbauverein Schwäbisch Gmünd

So war das Gartenjahr 2016

Mitglieder des Obst- und Gartenbauvereins Schwäbisch Gmünd treffen sich zur Hauptversammlung

Die Mitglie¬der des Obst- und Gartenbauverein Schwäbisch Gmünd (OGV) haben sich zur Jahreshauptversammlung getroffen, dabei blickten sie auf das ereignisreiche Jahr 2016 zurück, in dem auch viel für die Jugend getan wurde.

Treffpunkt war das Tanzsportzentrum Disam in Mutlangen, in dem sich nicht so viele Mitglieder trafen, es war wohl das schöne Frühlingswetter schuld daran. Begrüßt wurden sie vom Vorstandsmitglied Waltraud Burk¬hard. Besonderen Dank sprach Wal¬traud Burkhardt den Mitgliedern des Vorstand sowie den fleißigen Helfern aus, die das ganze Jahr über immer da ge-holfen haben, wo es fehlte. Vorstand Alfred Gauger nahm die Totenehrung vor, leider musste man im vergangenen Jahr neun Mitglieder betrauern. Mit einer Bildershow aus dem Jahr 2016 führte Vorstandsmitglied Gabi Klaus den Anwesenden nochmals die Höhepunkte vor Augen. So waren neben verschiedenen Kursen auch die 4 Tage Erfurt mit ihrem EGA-Park, einem alle Jahre wiederkehrender Gartenschau, das Gartenbaumuseum und nicht zuletzt die Führung durch die Stadt. Eine Nachtwanderung, oder besser gesagt ein Kneipenbummel war auch dabei, geführt von
„Oberstudienrätin Wunderlich“. An diesem Abend war es wie wir Schwaben sagen „bolla hoiß“, das wurde allerdings von den Erfurtern nicht verstanden. Am nächsten Tag dann das Rosarium in Sangerhausen. Alle diese gezeigten Bilder riefen Erinnerungen hervor, die immer wieder zu Begeisterungsausbrüchen führte. Da war auch noch das Kinder-Ferienprogramm mit dem Titel „Jura-ssic-Park“, die Kinder waren unter Professioneller Betreuung von einer gelernten Erzieherin. Es folgten Bilder von Veranstaltungen im Streuobstzentrum, in dem ja verschiedene Vorträge stattfanden und Sonntags auch mit Kaffee und Kuchen. Den Jahresabschluss bildete die Vorweihnachtliche Feier im Erholungsheim Schönblick, bei dem Frau Hilde Schulz einen Bildervortrag über ihre Reise durch Tunesien brachte.

Es folgte der Kassenbericht von Kassier Maria Kurz und anschließend wurde von der Kassenprüferinen Anita Albert und Heidi Schuster eine vorzüglich geführte Kasse bestätigt. Nun lag Franz-Josef Klement nichts mehr im Weg und er konnte die gesamte Vorstandschaft entlasten, bevor er zu seinem Referat kam mit dem Thema „Der Garten im Jahr 2016“. Der Frühling war durchschnittlich warm mit Kaltlufteinbrüchen, zehn Tage Unwetterlage, Regenmengen dann bis zu 140 l, in Waldstetten mal 80 l in drei Stunden. Am 05. Mai war es mal nur 0,8 Grad, dann der regenreiche Juni, dem viele Pilzerkrankungen folgten und dem Buxbaum-Zünsler nun auch im Raum Gmünd die Vermehrung ermöglichte, auch die Kirsch-Essig-Fliege hatte leichtes Spiel und nur durch rechtzeitiges eingreifen war noch manches zu retten. So kam der Rat des Fachmannes, diese Obstsorten sofort kühlen oder sofort zu Verspeisen. Der Rest des Jahres war wieder viel zu trocken, die Auswirkungen werden wir wohl erst in diesem Jahr zu spüren bekommen.

Gastredner in diesem Jahr war Friedemann Zoller, der gelernte Landwirt und Agraringenieur erklärte den aufmerksamen Zuhörern, wie er zum Linsenanbau gekommen ist und wie man das so macht. Des Schwaben Leibgericht „Linsen und Spätzle mit Saitenwürstle“. Angebaut wurden diese Hülsenfrüchte in unserer Gegend schon lange nicht mehr, denn es war mühsam diese zu sortieren und so war die Einfuhr billiger als selbst herzustellen. Die maschinelle Sortierung heutzutage macht es möglich, wieder selbst den Versuch zu starten, regional wieder Linsen anzubauen. Der Geschäftsführer des Tourismusvereins „Remstalroute“ Hubert Falkenberger hatte diese Idee, wieder Alb-Leisa in der gehobenen Gastronomie auch im Remstal einzuführen und so kam er zum Gespräch mit der Familie Zoller und gemeinsam starteten sie dieses Projekt. Die Puy-Linsen sind eine französische Sorte. Bei der ersten Ernte kamen 500 Kilogramm zusammen, die nach drei Monaten ausverkauft waren. Seit 2013 hat er die Anbaufläche verdoppelt. Da die Linsen allein nicht hochwachsen können und stehen bleiben, wird als Stützpflanze Hafer verwendet. Hafer wird ca. doppelt so hoch und so können sich die Linsen, ähnlich den Erbsen daran hochangeln und werden durch den Hafer auch noch geschützt. Geerntet und sortiert wird alles maschinell, denn von Hand alles zu machen wäre unbezahlbar.

Alfred Gauger stellte noch das Programm für das Jahr 2017 vor, das schon jeder erhalten hat und bat die Teilnehmer um regen Besuch der Veranstaltungen.
Rudi Arnold

© Obst- und Gartenbauverein Schwäbisch Gmünd 1884 13.03.2017 11:50
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