Kriegsende vor 75 Jahren

Von 16 kamen nur zwei „Seehunde“ zurück

Weltkrieg Bernd Bauditz hält ein geschnitztes Holzmodell eines Mini-U-Boots in Ehren.

Aalen. In Kiel 1944 geboren, wurde Bernd Bauditz über eine berufliche Station in Berlin 1964 ein Aalener: als Abteilungsleiter der damals im Proviantamt angesiedelten Firma Pelo-Pilz und später als Geschäftsführer der Heidenheimer Niederlassung von Rudolf Thanner. Immer noch hütet er stolz ein seltenes Relikt seines verstorbenen Vaters Heinz:

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Beraubt, geschlagen und gedemütigt

75 Jahre Kriegsende (6) Weil er erst 14 Jahre alt ist, wird Hermann Lang im Mai 1945 mit anderen Jugendlichen aus dem Kriegsgefangenenlager am Tegernsee in ein Entlasslager gebracht.

Ellwangen

Er trug zwar in den letzten Kriegstagen die Uniform der Waffen-SS, wurde aber aufgrund seines jugendlichen Alters nicht wie ein SS-Mitglied behandelt. Hermann Lang und sein Freund Eberhard geben sich als „Hitlerjungen“ aus und können so das Lager Rottach-Egern verlassen, in dem zehntausende deutsche Soldaten, darunter fast die

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Als Panzer übers Härtsfeld rollten

Kriegsende Wie Neresheim 1945 die letzten Kriegstage erlebt, wie die Amerikaner in die Stadt kommen und wo Gefallene zu beklagen sind.

Neresheim

Das Härtsfeld lag weit ab vom eigentlichen Kriegsgeschehen – und das galt auch für Neresheim. So schreibt der vor fünf Jahren im Alter von 91 Jahren verstorbene Stadtchronist Karl Ziegelmüller in seinen Aufzeichnungen als Zeitzeuge über die letzten Kriegstage. Doch dann greifen Tiefflieger die Schättere

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Sinnloser Widerstand bei Neuler

Kriegsende Wie Zeitzeugen die über eine Stunde andauernden Kämpfe erlebten.

Neuler. Die US-Panzerkolonnen näherten sich am Sonntagmittag, 22. April 1945, von Hohenberg kommend über Hinterbrand, den Schönberger Hof und den Brandberg durch den Wald über die Felder nach Leinenfirst. Ein einzelnes Maschinengewehr, das auf einen Panzer schoß, war die Gegenwehr. Amerikanische Panzer schossen dafür die

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Als Tiefflieger Oberkochen angreifen

Kriegsende Der Tag, der das Leben von Hubert Winter für immer verändert hat. Was am 11. April 1945 in Oberkochen geschah.

Oberkochen

Vor Hubert Winter liegen zwei alte Fotos auf dem Esstisch. Sie zeigen das elterliche Haus, das sogenannte „Herrgottshäfnerhaus“ in der Heidenheimer Straße in Oberkochen. In den 1920er Jahren. Als Bauernhaus mit Stall. Wo über der Eingangstür das große Kruzifix hängt. Daneben das Foto, das das Haus

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„Großes Geschieße“ aufs Pfarrhaus

Kriegsende Die frühere Pfarrfrau Gertrud Ott hat in ihrem Tagebuch notiert, wie Essingen die letzten Wochen des Zweiten Weltkriegs erlebt.

Essingen

Wie erlebten die Menschen in Essingen die letzten Wochen des Zweiten Weltkriegs? Pfarrfrau Gertrud Ott beschreibt diese Zeit in ihrem Tagebuch. Ihr Mann, Friedrich (Fritz) Ott, war von 1930 bis 1949 evangelischer Pfarrer in Essingen. Die Schwäbische Post druckt Auszüge.

1. April 1945, Osterfest: „Um 10 Uhr in die Kirche zur Osterpredigt.

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Am Achenpass ist die Flucht zu Ende

Serie 75 Jahre Kriegsende (4) Der 14-jährige Hermann Lang aus Ellwangen flieht mit einer SS-Einheit vor den US-Truppen bis in die Alpen. Am 8. Mai kommt die Meldung von der Kapitulation durch.

Ellwangen

Die letzten Tage und Stunden des Dritten Reiches waren bestimmt von Willkür. Deutsche Soldaten nahmen sich auf der Flucht vor dem Feind, was sie zu brauchen glaubten. „Volksverräter“, oft genug nur Männer und Frauen, die an die Vernunft appellierten, wurden aufgeknüpft oder erschossen, Opfer von Flieger- oder Panzerbeschuss

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Auch der Messwein blieb tabu

Kriegsende Wie Rosenberg und Hohenberg durch das schwere Gewitter vom 21. April 1945 vor schlimmen Kriegsschäden bewahrt wurden.

Rosenberg

Die Ereignisse der letzten Kriegstage der Gemeinde Rosenberg hat Hermann Sorg 2004 in Gesprächen mit den letzten lebenden Zeitzeugen und aus Kirchen- und Gemeindechroniken rekonstruiert.

Nach der „Schlacht um Crailsheim“ wandten sich die Amerikaner dem Raum Rosenberg zu, denn sie wussten, dass auch in Ellwangen eine starke deutsche

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Panzer auf der Leinenfirster Höhe

Kriegsende Wie besonnene Bürger Schlimmeres für Adelmannsfelden verhinderten.

Adelmannsfelden. In der Ortschronik Adelmannsfeldens finden sich ausführliche Aufzeichnungen der letzten Kriegstage. Sie zeigen, wie der Ort knapp einer Zerstörung entging und welche Rolle beherzte Bürger Adelmannsfeldens dabei spielten.

Das Kriegsgeschehen erreichte den Ort erstmals Anfang April 1945, als die Amerikaner Crailsheim nach letztlich

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Wie Kaspar Merz in Seitsberg das Kriegsende erlebte

Zeitzeugen Die Granaten flogen mit pfeifendem Geräusch über das Dorf hinweg Richtung Aalen.

Hüttlingen-Seitsberg. Es gibt nicht mehr viele Zeitzeugen, die sich noch an die letzten Tage des zweiten Weltkrieges erinnern. Kaspar Merz ist einer von ihnen. Ihm haben sich die nächtlichen Großangriffe auf Stuttgart, Ulm, Heilbronn oder Nürnberg Ende 1944 tief eingeprägt, als die Bomberverbände – von sogenannten

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Unterwegs auf der Straße des Todes

Serie 75 Jahre Kriegsende (3) Der Ellwanger Hermann Lang, 14 Jahre alt, versucht mit seiner versprengten SS-Einheit unter Fliegerbeschuss die Donaubrücke zu überqueren.

Ellwangen

In großen Teilen Deutschlands ist der Krieg schon zu Ende. Amerikaner, Franzosen, Briten und Russen haben Städte und Dörfer besetzt, Rathäuser übernommen. Doch im Osten und im Süden wird noch gekämpft.

Der 14-jährige SS-Mann Hermann Lang, der mit einer Gruppe Kameraden aus Ellwangen vor den anrückenden

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Der Rotarmist an unserer Front

Willis Krieg (3) Willi Klumpp ist einer von drei Millionen Deutschen, die im Sommer 1941 am brutalen Überfall auf die Sowjetunion teilnehmen. 1941 beobachtet er Abertausende russische Kriegsgefangene.

Aalen

Fast wöchentlich schrieb Willi seinen Eltern nach Aalen Briefe, die heute im Stadtarchiv verwahrt werden. Sie dienen als mahnende Erinnerung, wie leicht sich gerade junge Menschen von faschistischen Ideologien verführen ließen und lassen.

Ende Juli 1941 tobt um Smolensk im westlichen Russland eine große Kesselschlacht. Nur wenige Kilometer

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Als die US-Jagdbomber Tod brachten

Zeitzeugen Ende des Zweiten Weltkriegs gingen in Aalen die Särge aus.

Aalen. Der Aalener Erwin Hafner hat den Zweiten Weltkrieg miterlebt. An dieser Stelle schildert der Zeitzeuge seine Erlebnisse.

„Ab Ostern brachten die US-Jagdbomber täglich Tod und Verderben. Vor allem hatten sie es auf fahrende Züge abgesehen. Dabei kamen etliche Lok-Führer/Heizer und Eisenbahner vom Zugbegleitpersonal ums Leben.

Bei deren

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„Wir sind die lustigen Acht“

Zeitzeugenbericht (2) Die Jabos kündigten sich jeden Morgen gegen 9 Uhr an – und schossen auf alles, was sich bewegte.

Aalen. Der Aalener Erwin Hafner hat den Zweiten Weltkrieg miterlebt. An dieser Stelle schildert der Zeitzeuge seine Erlebnisse.

Einschusslöcher in den Loks

„'Wir sind die lustigen Acht – wir kommen bei Tag und bei Nacht'. Wie sie dies auf Flugblättern angekündigt hatten, stellten sich die Jabos ziemlich pünktlich jeden Morgen um 9 Uhr

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Unterricht zwischen Biergläsern

Zeitzeugenbericht (1) Wo Schülerinnen und Schüler in der letzten Phase des Zweiten Weltkriegs lernten.

Aalen. Das Schubart-Gymnasium wurde in der letzten Phase des Zweiten Weltkriegs in ein Reservelazarett der Luftwaffe umfunktioniert. Das bedeutete: Die Schule musste geräumt werden. Wie diese letzten Kriegstage verliefen, schildert Zeitzeuge Erwin Hafner.

„Wir mussten von daheim ein Handwägele mitbringen und mit diesem die Utensilien des Naturalienkabinetts,

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Als Tiefflieger Oberkochen angreifen

Kriegsende Was im April 19454 in Oberkochen geschehen ist. Wie Augenzeugen die Entwicklung des Zweiten Weltkriegs erlebten und welche Auswirkungen Kriegsgeschehen auf den Ort hatte.

Oberkochen

Heimatforscher Dietrich Bantel und der ehemalige Gymnasiallehrer Albert Seckler, beide verstorben, sind Zeitzeugen des Kriegsgeschehens und haben ihre Erinnerungen und Berichte dem Heimatverein überlassen.

„In Oberkochen war’s ruhig im Dritten Reich“, „Vom Dritten Reich hat man in Oberkochen nicht viel gemerkt“

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Ein Weißer Sonntag mit Tieffliegern

Krieg Auch im April 1945 mussten die Kommunionskinder auf eine Feier im Gasthaus verzichten. 

Aalen-Fachsenfeld. Die vielen Kinder, die sich dieses Jahr auf den Tag der Erstkommunion vorbereitet und sich darauf gefreut haben sind enttäuscht – denn die Kommunion kann aufgrund der aktuellen Krise nicht gefeiert werden. Wann das Fest nachgeholt werden kann, ist bisher noch unklar.

Doch wie war die Situation am Ende des Zweiten Weltkrieges?

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Die Generäle lassen Kinder kämpfen

Serie 75 Jahre Kriegsende (2) Der 14-jährige Ellwanger Hermann Lang flieht im April 1945 mit einer versprengten SS-Einheit vor der US-Armee und erlebt unterwegs Kameradschaft und Kriegsgräuel.

Ellwangen

Er gehörte zum „letzten Aufgebot“ des Führers: Der 14-jährige Hermann Lang trug im April 1945 die SS-Uniform und sollte das Deutsche Reich gegen die Amerikaner verteidigen. Seine Einheit setzte sich in der Nacht vom 22. auf den 23. April ab. Erfahrene Soldaten zogen zusammen mit Kindern in Richtung Alpenfestung, so muss man

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Als am 17. April 1945 der totale Krieg über die Stadt hereinbricht

Kriegsende Die Bombardierung des Bahnhofareals: Erwin Hafner (88) erinnert sich.

Aalen. Der 17. April 1945 hat sich tief in mein Gedächtnis eingeprägt. Obwohl ich damals erst 13 war, sind mir all die schrecklichen Stunden noch lebhaft in Erinnerung.

In der Hoffnung, sich wieder mal richtig satt essen zu können, nimmt mich mein Vater samt einem Leiterwägele frühmorgens mit auf den Weg aufs Härtsfeld. Wir müssen wegen der

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Bomben auf das Aalener Bahnhofsgelände

Kriegsende Als die Menschen in der Stadt am 17. April 1945 auf einen ruhigen Dienstagabend hoffen, kommt es knüppeldick: In zwei Wellen greifen Mittelstreckenbomber der US-Luftstreitkräfte das Heereszeugamt und die Anlagen des Bahnhofs an.

Aalen

Genau 75 Jahre sind an diesem 17. April 2020 vergangen, seit zweimotorige US-Kampfbomber gegen Ende des Zweiten Weltkrieges Aalen bombardierten. Zwei Angriffe flogen die „Marauder“-Mittelstreckenbomber. Der erste galt dem damaligen Heereszeugamt (heute: Firma Mapal), der zweite dem Bahnhofsareal. Die Absicht dahinter: Den Bahnknotenpunkt

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„Berlin jesehen, Spree jespuckt“

Willis Krieg(1/6) Der Aalener Willi Klumpp zieht 1941 in den Krieg. Seinen Eltern schickt er jede Woche einen Brief. Im ersten Teil dieser Serie geht’s um Willis Erlebnisse in Berlin.

Aalen

Willi Klumpp, ein Aalener Bua, zieht im Sommer 1941 in den Krieg nach Russland. Fast wöchentlich schreibt er seinen Eltern. Der Aalener Stadtarchivar Dr. Georg Wendt hat seine Briefe studiert. In einer insgesamt sechsteiligen Serie nimmt er Sie mit in „Willis Krieg“.

„Endlich ist es so weit. Der Tag, auf den ich seit zwei

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