Daran merken Sie, dass Sie eine Brille brauchen

Haben Sie häufiger gestresste Augen oder Sehschwierigkeiten? Dann benötigen Sie vielleicht eine Brille. Wer diese Symptome an sich bemerkt, sollte zeitnah einen Sehtest beim Optiker oder Augenarzt durchführen lassen. Erfahren Sie, auf welche Zeichen Sie achten sollten, um Sehschwächen frühzeitig zu erkennen.

Angestrengte Augen

Es ist ganz normal, dass sich die Sehkraft eines Menschen im Laufe seines Lebens ändert. Dabei spielen verschiedene Faktoren wie genetische Veranlagung, Gesundheit und auch Arbeitsbedingungen eine Rolle. Vor allem die Arbeit am Computer stellt hohe Anforderungen an unser Sehvermögen und kann Fehlsichtigkeit sogar begünstigen. Kleine Schrift und bewegte Bilder sorgen dafür, dass sich Ihre Augen ständig an neue Bedingungen anpassen müssen. Diese Dauerbelastung sorgt bei Menschen mit einer Sehschwäche für müde, brennende und gereizte Augen oder sogar Kopfschmerzen. Sie müssen vermehrt blinzeln, um Trockenheit oder Augentränen auszugleichen. Plötzliche Unschärfe oder doppelte Bilder sind ebenfalls klare Anzeichen, dass Sie eine Pause am Bildschirm einlegen und einen Augenarzt konsultieren sollten.

Unscharfe Sicht

Die meisten Sehprobleme lassen sich daran erkennen, dass Sie ein Objekt oder eine Person in einer bestimmten Entfernung nicht mehr richtig wahrnehmen können.

    • Bei Kurzsichtigkeit sehen Sie Objekte in der Ferne nur verschwommen. Straßenschilder sind schwerer zu entziffern, im Straßenverkehr müssen Sie die Augen zusammenkneifen und erkennen die Gesichter von Personen erst aus der Nähe.
    • Weitsichtigkeit tritt bei den meisten Menschen in zunehmendem Alter auf. Das Auge kann Objekte in geringer Distanz nicht mehr scharf stellen. Beim Lesen müssen Sie das Buch weit weg halten und haben ebenfalls Probleme bei der Arbeit am Computer. Schielen und schmerzende Augen sind die Folge.
    • Stabsichtigkeit wird durch eine Hornhautverkrümmung ausgelöst und kann zusätzlich zu anderen Sehschwächen auftreten. Dabei sehen Sie sowohl in der Nähe als auch in der Ferne unscharf. Zusätzlich kann das Bild verzerrt erscheinen.

Mithilfe eines Sehtests kann der Fachmann genau einschätzen, welche Art von Sehschwäche vorliegt und Sie hinsichtlich geeigneter Sehhilfen beraten.

Erhöhte Lichtempfindlichkeit

Menschen mit einer Sehschwäche reagieren stärker auf extreme Lichtverhältnisse. Wenn Sie beleuchteten Text, zum Beispiel bei einer Präsentation oder beim Fernsehen, als unangenehm empfinden, sollten Sie einen Sehtest machen. Dunkelheit lässt eine vorhandene Fehlsichtigkeit ebenfalls stärker auffallen. Wenn Sie im Dunkeln das Haus verlassen, können Sie im ersten Moment kaum etwas erkennen und brauchen deutlich länger, bis sich Ihre Augen an die Dunkelheit gewöhnt haben. Lichtquellen werden dagegen unangenehm hell mit einem bunten Strahlenkranz wahrgenommen. Vor allem Kurzsichtige sind von dieser Form der Nachtblindheit betroffen.

Gesundheitliche Ursachen ausschließen

Eine vorhandene Sehschwäche kann sich im Lauf der Zeit verstärken und sollte auf jeden Fall durch eine Brille oder Kontaktlinsen ausgeglichen werden, um nicht zuletzt die eigene Lebensqualität zu verbessern. Plötzliche Sehstörungen können aber auch krankheits- und stressbedingt auftreten. Psychische Belastungen und Überanstrengung ziehen oft Symptome, die einer Sehschwäche ähneln nach sich und können sie sogar begünstigen. Allergien, Mangelerscheinungen und Augenkrankheiten führen ebenfalls zu eingeschränkter Sicht. Um diese Ursachen auszuschließen, sollten Sie beim Verdacht auf eine Sehschwäche einen Arzt konsultieren.

Bild: Pixabay user:felix_w

© Schwäbische Post 29.05.2018 10:43
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