Die besten Wohnformen für Senioren

Die Ansprüche an Wohneinrichtungen für Senioren haben sich stark gewandelt. Statt der reinen „Standardversorgung“ steht mittlerweile die individuelle Lebensgestaltung im Vordergrund. Die Entwicklung hat sich auf verschiedene Möglichkeiten des Wohnens ausgewirkt.
  • Senioren beim Puzzle spielen in der Freizeit im Altenheim oder im „Betreuten Wohnen“. Dabei hat man Kontakt mit anderen Menschen und bekommt notwendige Hilfe. Foto: fotolia.de/Robert Kneschke

In den letzten Jahrzehnten haben sich die Ansprüche an Wohneinrichtungen für Senioren stark gewandelt. Die „jungen Alten“ sind heute im Durchschnitt deutlich später von Gebrechen, Hilfsbedürftigkeit und Vereinsamung betroffen als frühere Generationen. Statt der reinen „Standardversorgung“ steht mittlerweile die individuelle Lebensgestaltung im Vordergrund. Diese Entwicklung hat sich besonders auf die möglichen Wohnformen ausgewirkt.

Angepasste Bauweise

Pflege- und Altenheime haben ihre Bauweise und das Leistungsspektrum an die neuen Ansprüche angepasst. Doch auch darüber hinaus gibt es mittlerweile eine Vielzahl an Wohnformen für Senioren.

Stationäre Wohnformen

Auch im stationären Bereich gibt es eine Vielzahl verschiedener Wohnformen. Auch wenn ein Umzug aus dem eigenen Zuhause vielen Senioren zu Beginn schwerfällt, können diese auf lange Sicht von den Vorzügen der neuen Wohnform stark profitieren.

Kurzzeit- und Verhinderungspflege

Die Kurzzeit- und Verhinderungspflege ist wie der Name schon sagt lediglich auf einen absehbaren Zeitraum ausgelegt. So kommt die Kurzzeitpflege vor allem dann zum Tragen, wenn ein Senior beispielsweise infolge eines Sturzes für einen bestimmten Zeitraum pflegebedürftig ist. In diesem Fall übernimmt die Krankenkasse für diese Zeit die Unterbringung in einer stationären Pflegeeinrichtung.

Tages- und Nachtpflege

Bei der Tages- und Nachtpflege verbringen die Pflegebedürftigen lediglich einen Teil ihres Tages in einer stationären Einrichtung. Die Tagespflege findet am Tag statt und dient oft der Ergänzung der häuslichen Pflege durch Angehörige. So werden die Senioren morgens durch einen Fahrdienst abgeholt oder von dem Pflegenden zur Tagespflege im Seniorenheim gebracht. Dort verbringen die Pflegebedürftigen dann den Tag bei verschiedenen Aktivitäten, während der pflegende Angehörige seinem Beruf und weiteren Verpflichtungen nachgehen kann.

Die Nachtpflege wird vor allem bei Pflegebedürftigen eingesetzt, die nachts nicht gerne alleine sind oder an einem gestörten Tag-Nacht-Rhythmus leiden.

Betreutes Wohnen

Im Betreuten Wohnen leben die Bewohner in einer eigenen, barrierefreien, altersgerechten Wohnung mit Betreuungsservice. Diese Wohnform eignet sich in erster Linie für Senioren, die noch verhältnismäßig selbstständig leben können und gleichzeitig sicher sein möchten, bei Bedarf schnell und zuverlässig Hilfe zu erhalten.

Betreute Wohnungen sind gewöhnlich altersgerecht ausgestattet und in eine Wohnanlage integriert, die soziale Kontakte der Bewohner untereinander fördert.

Der Umzug in eine Betreute Wohnung hat den Vorteil, dass zusätzlich zur Unterkunft verschiedene Betreuungsleistungen angeboten werden. In der Regel leben im Betreuten Wohnen ältere Menschen, die ihren Haushalt noch weitgehend allein führen können. Die Zusatzleistungen dienen dazu, das eigenständige Wohnen zu erleichtern und vorhandene Fähigkeiten möglichst lang zu erhalten.

Seniorenresidenzen

Seniorenresidenzen sind die luxuriöse Variante von betreuten Wohnanlagen. Diese Wohnmodelle erinnern eher an ein Hotel als an ein Altenheim und gelten als besonders noble Form des Wohnens im Alter.

Die Wohnungen befinden sich meist in bester Lage und sind qualitativ hochwertig ausgestattet. Allerdings sind sie in der Regel auch ziemlich teuer. Die meisten Seniorenresidenzen verfügen über ein eigenes Schwimmbad, eine Sauna, ein hausinternes Fitnessstudio und eine Bibliothek, verschiedene Veranstaltungsräume und ein Restaurant oder Café. Das Service- und Betreuungsangebot ist wesentlich umfangreicher als bei anderen bekannten Wohnformen.

Pflegeheim

Ist die Pflegebedürftigkeit so weit fortgeschritten, dass der betroffene Senior nicht mehr imstande ist, den eigenen Haushalt zu führen und eine umfassende Pflege notwendig ist, wird oft ein Umzug in ein Pflegeheim notwendig. Neben Unterkunft und Verpflegung erfahren die Bewohner die notwendige Pflege und Betreuung.

Die Bewohner erhalten rund um die Uhr medizinische und pflegerische Betreuung. Dazu kommen in der Regel unterschiedliche Kontakt- und Freizeitmöglichkeiten, die aus den häufig isolierten Situationen der Pflegebedürftigen heraushelfen sollen. www.wohnen-im-alter.de

© Schwäbische Post 07.02.2019 19:04
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