Pollenallergie – Maßnahmen zur Linderung der Symptome

Alle Jahre wieder werden Allergiker zum Frühlingsanfang von Heuschnupfen geplagt. Im Ostalbkreis litten 2018 rund 15 Prozent der Menschen unter einer Pollenallergie. Dieser Anteil könnte in den nächsten Jahren noch größer werden. Die Ursachen liegen unter anderem beim Klimawandel und einer zunehmenden Umweltverschmutzung. Wie kommen Allergiker trotzdem gut durch die warme Jahreszeit?

Bei Pollenallergenen, also den Allergieauslösern, handelt es sich um Eiweißbestandteile des Blütenstaubs. Dieser wird in den Staubblättern der Samenpflanzen gebildet. Dieser Prozess ist temperaturabhängig: Je wärmer es ist, umso mehr Pollen bildet eine Pflanze. Da die Temperaturen aufgrund des Klimawandels weltweit steigen, nimmt der Pollenflug zu und es gibt mehr Allergiker. Hinzu kommt: Aufgrund der milden Temperaturen im Winter bilden Pflanzen wie der Haselstrauch schon im Winter ihre Blüten – der Beschwerdezeitraum für Betroffene verlängert sich.

Österreichische Forscher der MedUni Wien sowie der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität in Salzburg konnten jetzt auch noch einen Zusammenhang herstellen zwischen der Ozonbelastung, dem Pollenflug und allergischen Beschwerden: Je höher die Ozonbelastung in Wien war, desto stärker waren die Lungenbeschwerden bei Asthmatikern und Allergikern.

Für Betroffene bedeutet dies, dass sie mit starken Allergiesymptomen zwischen Mai und September rechnen müssen. Experten empfehlen, einen Pollenkalender zu führen, in dem man täglich seine Symptome und deren Intensität einträgt und überprüft, welche Pollen aktuell fliegen. Auch sein tägliches Verhalten sollte man notieren, also wie oft man gelüftet hat oder draußen war. Durch einen sogenannten Pricktest beim Hausarzt oder Allergologen lässt sich genau feststellen, wogegen man allergisch ist.

Die unangenehmen Symptome lassen sich medikamentös behandeln, zum Beispiel mit Antihistaminika. Diese Präparate greifen in den allergischen Prozess ein und lindern Niesreiz, Augenjucken oder Schnupfen. Nasensprays mit Mometasonfuroat, einem Glucocorticoid, wirken entzündungshemmend auf die Nasenschleimhaut. Beide Medikamentenarten, also Antihistaminika und antientzündliche Nasensprays, bekommen Betroffene rezeptfrei in Online-Apotheken wie etwa volksversand.de. Vorab sollte man sich jedoch immer vom Arzt beraten lassen, um das passende Medikament gegen die Allergie zu finden.

Neben Hilfsmitteln aus der Apotheke sollte man seine Verhaltensweisen in dem Beschwerdezeitraum anpassen. So ist zum Beispiel ein erholsamer Schlaf wichtig, damit der Körper während der Pollenbelastung neue Energie tanken kann. Deshalb sollte man im Schlafzimmer so gut es geht aufs Lüften verzichten, damit so wenig Pollen wie möglich hinein gelangen. Während auf dem Land die meisten Pollen in den frühen Morgenstunden ausgeschüttet werden und man dementsprechend vorrangig abends lüften sollte, ist in der Stadt genau das Gegenteil der Fall. Hier wird abends die höchste Pollenkonzentration gemessen, sodass man lieber morgens lüften sollte. Zusätzlich empfiehlt es sich, ein Pollenschutzgitter an den Fenstern zu installieren, da dieses die Allergene abhält.

Auch auf regelmäßiges Putzen sollte man achten, denn die Pollen setzen sich überall fest. Das ist vor allem bei Polstermöbeln und Teppichen der Fall – diese reinigt man am besten mit dem Staubsauger. Solche kleinen Tipps und Verhaltensänderungen lassen sich im Alltag umsetzen, sodass man trotz Pollenallergie den Sommer einigermaßen genießen kann.

Bildrechte: Flickr sneeze Tina Franklin CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

© Schwäbische Post 26.03.2019 08:55
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