Querpass

Beharrlichkeit zahlt sich aus

  • über einen ehrgeizigen und hoch kreativen Snookerprofi. Thomas Gotthardt Foto: Thomas Gotthardt
Snooker-Profi zu werden, ist schon schwer. Snooker-Profi zu bleiben aber noch viel schwerer. Es kommt irgendwann der sportliche Durchbruch. Wenn nicht, „droht“ der Platz auf dem Bürostuhl beim Nine-to-five-Job.

Lukas Kleckers kennt alle Optionen. Talent, Profi, gescheitert, maues Konto, aber beseelt von einer Idee: Profi zu werden und wieder an der Main-Tour teilzunehmen, für die sich die besten 128 Profis über eine Rangliste qualifizieren. Der Weg dorthin kostet Geld. Da es in Deutschland kaum Unterstützung für ehrgeizige Amateure gibt, suchte Kleckers nach einer Geldquelle, um sich einen Aufenthalt in einer Snooker-Akademie leisten und den nächsten Schritt machen zu können.

Der damals 18-Jährige kam auf die Idee, im Internet um Geld zu bitten. Mit einem Video verdeutlichte der gebürtige Essener sein Anliegen: Geld her für den Aufenthalt im „Trainingscamp“ in Sheffield“. Innerhalb weniger Tage hatte Kleckers 6000 Euro zusammen, die er für die Aufnahmegebühr und Lebenshaltungskosten brauchte.

Und heute? Der mittlerweile 24-Jährige sorgte für eine Sensation. Kleckers hat auf der Main-Tour den dreimaligen Weltmeister Mark Selby düpiert und bei den North Ireland Open in Milton Keynes deutlich mit 4:0 vom Tisch gefegt. Kleckers bezeichnete den Sieg als „größtes Spiel meiner Karriere“. Es war auch ein Sieg der Beharrlichkeit.
© Südwest Presse 21.11.2020 07:45
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