Kommentar Alexander Haag

Das erwartete Ende der Diva

über den Abgang von Nikolaos Dobros beim VfR Aalen

Keine Frage, sportlich schmerzt der Weggang von Nikolaos Dobros. Der 27-Jährige hat gezeigt, dass er in der Regionalliga ein Unterschiedsspieler ist. Dass er fußballerisch eine hohe Qualität hat und zudem ein eiskalter Vollstrecker sein kann. Mit vier Treffern war er auch der zweitbeste VfR-Torschütze. Das ist aber nur die eine Seite von ihm.

Denn der Offensivspieler, den Trainer Roland Seitz anfangs als „kleine Diva“ bezeichnet hat, hat menschliche Schwächen. Er ging oft nicht an seine Grenzen, wirkte mitunter sogar lustlos. Vor der Winterpause wurde er wegen seiner mangelnden Einstellung gar angezählt. Präsidiumsmitglied Michael Weißkopf bestätigte damals , dass Dobros „eine klare Ansage vom Verein“ bekommen habe.

Die Trennung kommt daher trotz aller Vorzüge nicht überraschend. Zum einen, weil der finanzschwache Verein Geld sparen kann. Zum anderen, weil er in der schweren Saison 2020/2021 mit einem wohl verschärften Abstieg eines nicht brauchen kann: einen Problemfall.

© Schwäbische Post 17.06.2020 17:49
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amanda

Ein Spieler, der in der Regionalliga gerade mal 4 Tore schießt, haut einen auch nicht vom Sessel.

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