„Druck von Schultern genommen“

Die Athleten begrüßen die Verschiebung in Sachen Olympia. Die Gesundheit geht jetzt vor, heißt es.
Was sagen die Athleten zu der Verschiebung der Olympischen Spiele? Wir haben einige Reaktionen zusammengestellt:



Emma Hinze (dreifache Bahnrad-Weltmeisterin): „Einerseits ist es schade, andererseits finde ich das für mich persönlich gar nicht so schlimm, weil ich noch jung genug bin, auch in den Folgejahren noch an Olympischen Spielen teilnehmen zu können.



Niklas Kaul (Zehnkampf-Weltmeister/Sportler des Jahres): „Die Verschiebung der Olympischen Spiele in Tokio ist richtig für alle Sportler. Ich hoffe, dass wir alle 2021 die Spiele bekommen, die wir uns erträumen.“



Robert Harting (Diskus-Olympiasieger): „Alles andere als sich der Weltgesundheit zu stellen und den Austragungszeitraum respektvoll anzupassen, würde das IOC zum Straftäter machen. Denn die Vereinten Nationen haben Gesundheit zu einem Menschenrecht erklärt. Dass ein Virus zur Olympia-Verschiebung führt, ist Wahnsinn.“



Cindy Roleder (Vize-Weltmeisterin von 2015 im Hürdensprint): „Es ist die einzig richtige Entscheidung, die man treffen konnte. Gesundheit ist das A und O.“

Faris Al-Sultan (Triathlon-Bundestrainer): „Der Druck der Olympischen und Paralympischen Spiele im Sommer ist erstmal weg. Die große Herausforderung vor allem für die Athlet*innen besteht nun aber darin, die Motivation aufrechtzuerhalten.“



Maximilian Schachmann (deutscher Straßenradmeister): „Das IOC hat Verantwortung gezeigt und die richtige Entscheidung getroffen und den Sportlern den Druck von den Schultern genommen.“



Marcel Nguyen (zweimaliger Olympia-Zweiter im Turnen): „Es gab keine Alternative. Hoffentlich feiern wir alle 2021 ein großes Festival in Tokio – und dieser Unsinn für das Training im Garten ist jetzt zu Ende.“



Moritz Fürste (Hockey-Olympiasieger): „Ich möchte mein Unverständnis darüber ausdrücken, dass sich in den vergangenen Tagen Athleten teilweise sehr deutlich für eine Verschiebung positioniert und sogar gesagt haben, dass sie gar nicht nach Tokio fahren würden. Die Entscheidung, ob die Olympischen Spiele stattfinden können, sollte denen überlassen sein, die sich damit am besten auskennen.“ dpa/sid
© Südwest Presse 25.03.2020 07:45
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