Als Einheit in die Landesliga

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Die Meister-Mannschaft des SV Waldhausen. Obere Reihe v.l.n.r: Marius Weber, Lukas Geißler, Dean Ibrahim, Adrian Eiberger, Philipp Fuchs, Jan Hasenmaier; Mittlere Reihe v.l.n.r: Co-Trainer Thomas Adametz, Trainer Jens Rohsgoderer, Tobias Däffner, Mersad Haskovic, Kevin Mayer, Andreas Herkommer, Leon Weber, Abteilungsleiter Michael Weber, Spielleiter Ralf Wesiak. Untere Reihe v.l.n.r:. Vedat Yel, Jeffrey Janik, Dominik Eller, Marcel Weber, Dennis Wille, Carsten Legat, Robin Legat, Timo Kamm Es fehlen: Adrian Drabek, Patrick Hempel, Fabian Dolderer, Vorstand Fußball Harald Drabek

Zum ersten Mal steigt der SV Waldhausen in die Landesliga auf. Ein wichtiger Faktor für den Aufstieg: die mannschaftliche Geschlossenheit.

Der SV Waldhausen hat es geschafft. Zum ersten Mal in der 94-jährigen Vereinsgeschichte sind die Jungs von Trainer Jens Rohsgoderer und Co-Trainer Thomas Adametz in die Landesliga aufgestiegen.

In den vergangenen Jahren verpasste der SVW den Aufstieg häufig nur ganz knapp. Doch nach 16 Jahren ununterbrochen in der Bezirksliga ist nun der Aufstieg gelungen – und dieser ist auch hochverdient. In 17 Partien feierte der SVW 15 Siege, dazu gab es noch zwei Unentschieden. Somit hatte Waldhausen am Ende 47 Punkte auf dem Konto und sieben Punkte Vorsprung auf Verfolger Bettringen – allerdings hatte die SGB ein Spiel weniger absolviert. Das Ziel vor der Saison war um den Aufstieg mitspielen. "Der Aufstieg war nicht unser absolutes Ziel Nummer eins. Wir wollten im Meisterschaftsrennen dabei sein. Wir sind dann super in die Saison gestartet - wenn es in der Mannschaft passt, spürt man das dann auch. Dieses Gefühl war vom ersten Spiel an da", erklärte Vorstand Harald Drabek.

Der Schlüssel zum Erfolg war die ausgewogene Balance zwischen einer bärenstarken Defensive und einer starken Offensive. Lediglich elf Gegentore hatte der SV Waldhausen in den 17 Saisonspielen kassiert. Das war Liga-Bestwert. Dahinter folgten die SG Bettringen (16 Gegentore), TV Neuler (22) und die TSG Schnaitheim (22). Aber auch die Offensive kann sich absolut sehen lassen. In der verkürzten Saison netzten sie insgesamt 49 Mal ein. Nur die TSG Schnaitheim war mit 50 Treffern noch etwas torhungriger. "Das Entscheidende für uns, waren die positiven Ergebnisse zu Beginn der Runde. Die Mannschaft ist dann immer besser in Fahrt gekommen. Letztlich haben aber auch die mannschaftliche Geschlossenheit und der Wille des Teams viel dazu beigetragen, dass sich das ganze so positiv entwickelt hat. Die Mosaiksteine für den Aufstieg waren: Körperliche Fitness, mannschaftliche Geschlossenheit, Flexibilität und Spieler, die alle auf ähnlichem Niveau spielen und man sie so bedenkenlos einsetzen kann", berichte Trainer Jens Rohsgoderer.

Für den Coach war das klare 3:0 gegen den Tabellenzweiten SG Bettringen der Knackpunkt in dieser Saison. "Wenn man die Entwicklung betrachtet, war das 3:0 gegen Bettringen schon der Meilenstein für die Meisterschaft. Aber auch in Bargau (3:0) oder zuhause gegen Lauchheim (3:2), wo wir spät das Siegtor gemacht haben, waren für mich Knackpunkte. Man hatte das Gefühl, dass die Mannschaft jedes Spiel gewinnen kann und auch will. In dieser Zeit hatte das Team diesen Siegeswillen entwickelt", so Jens Rohsgoderer.

An Weihnachten stand der SV Waldhausen mit 44 Punkten souverän an der Tabellenspitze. Anfang März folgte noch ein klarer 3:0-Erfolg bei der SG Heldenfingen/Heuchlingen. Dann kam die Corona-Unterbrechung, beziehungsweise später dann der Saison-Abbruch. "Durch Corona wurde unsere Organisation in Mitleidenschaft gezogen. Was es für einen Verein unheimlich schwierig macht, ist die finanzielle Situation. Wir hatten einige Einnahmeausfälle zu verschmerzen. Das Vereinsheim ist komplett neu renoviert worden. Die Erlöse aus dem Vereinsheim sind ein wichtiger Bestandteil für uns. Die Zuschauereinnahmen sind weggefallen. Dazu gab es die Unsicherheit, wie es bei den Sponsoren weitergeht. Außerdem war auch die Kaderplanung erstmal unklar", so Abteilungsleiter Michael Weber.

Trainingslager wurde abgesagt

Jetzt warten noch fünf harte Wochen bis zum Saisonauftakt auf uns.

Jens Rohsgoderer Trainer SV Waldhausen

Ende Februar wäre der SV Waldhausen eigentlich ins Trainingslager nach Italien aufgebrochen. Da die Lage aber schon zu diesem Zeitpunkt unklar war, hat man sich am Ende dagegen entschieden. "Letztlich sind wir nicht gefahren und haben zuhause trainiert. Gefühlt war es zu diesem Zeitpunkt die einzige Phase im abgelaufenen Winter, mit viel Schnee. Doch mit vielen Helfern im Verein, haben wir gemeinsam die bestmöglichen Bedingungen zum Trainieren geschaffen", erklärte Weber. Ab Mitte März ruhte dann der Ball. Etwa drei Monate später wurde der SVW schließlich zum Meister ernannt. Fühlt man sich in der kurzen Saison überhaupt als richtiger Meister? Harald Drabek hat eine klare Meinung dazu: "In den vergangenen Jahren haben wir immer vorne mitgespielt. Von daher waren wir keine Eintagsfliege, die zufällig den Aufstieg geschafft hat. Bei 47 Punkten nach 17 Spielen, darunter ein klarer Sieg gegen den Tabellenzweiten, fühlen wir uns selbstverständlich als richtiger Meister."

Seit dem 2. Juli laufen die Vorbereitungen auf die erste Landesliga-Saison in der Vereinsgeschichte. Mit 19 Spielern und drei Torhütern startet der SVW das Abenteuer. Trainer Jens Rohsgoderer ist bislang zufrieden. "Wir haben zwar das erste Testspiel in Nattheim verloren. Doch das Ergebnis war nur zweitrangig. Es ging darum, einfach auf den Platz zu kommen und sich an die Spielsituation zu gewöhnen. Es standen dazu schon einige Einheiten an. Mit dem Trainingsbesuch und der Einstellung des Teams bin ich sehr zufrieden. Jetzt warten noch fünf harte Wochen bis zum Saisonauftakt auf uns." In nächster Zeit werde noch im physischen Bereich gearbeitet. "Dann geht es in die Feinabstimmung in den Freundschaftsspielen, um wieder Abläufe und Automatismen zu bilden - ein Gefühl für Raum und Platz zu erhalten", so der Coach.

Drei Neuzugänge

Im Team wird es nur geringfügige Veränderungen für die Mission Klassenerhalt geben. Armin Husic kehrt vom SV Neresheim zurück, Philipp Schiele kommt von den Sportfreunden Dorfmerkingen und Torhüter Albert Stroh vom TV Derendingen. Adrian Eiberger wechselt nach Lauchheim. Adrian Drabek wird die zweite Mannschaft als Spielertrainer verstärken. Als geschlossene Einheit möchte der SV Waldhausen nun also auch die Landesliga aufmischen.

Der Meisterkader und die Testspiele in den kommenden Wochen

Torhüter: Dennis Wille (14 Spiele/0 Tore) Marcel Weber (3/0) Abwehr: Philipp Fuchs (16/0) Jan Hasenmaier (16/10) Leon Weber (16/2) Andreas Herkommer (14/4) Timo Kamm (14/1) Fabian Dolderer (1/0) Robin Legat (1/0) Mittelfeld: Vedat Yel (17/5) Dominik Eller /16/2) Carsten Legat (16/2) Jeffrey Janik (15/1) Marius Weber (15/2) Mersad Haskovic (14/1) Tobias Däffner (10/1) Adrian Drabek (10/0) Adrian Eiberger (1/0) Angriff: Kevin Mayer (16/14) Lukas Geißler (14/3) Dean Ibrahim (8/1)

Testspiele: Sonntag, 19. Juli, 14.30 Dorfmerkingen II - SV Waldhausen Samstag, 25. Juli, 15.30 SV Waldhausen - TSG Abtsgmünd Freitag, 31. Juli, 19 Uhr SV Waldhausen - TSV Altheim/Alb Sonntag, 2. August, 15 Union Wasseralfingen - SV Waldhausen Mittwoch, 12. August, 19 TSG Hofherrnweiler II - SV Waldhausen Samstag, 15. August, 15 DJK SG Schwabsberg-Buch - SV Waldhausen

Tim Abramowski

Die Neuen beim TSV Waldhausen im Kreise der Verantwortlichen: Von links: Fußball-Vorstand Harald Drabek, Abteilungsleiter Michael Weber, Philipp Schiele, Armin Husic, Albert Stroh, Spielleiter Ralf Wesiak und Trainer Jens Rohsgoderer

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