Bettringen erneut Stadtmeister

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Der TSB Gmünd hatte gegen den Ausrichter keine Chance.

Die SG Bettringen verteidigt ihren Titel aus dem Vorjahr. Die Normannia hat erneut das Nachsehen.

Die SG Bettringen holte bei der Gmünder Stadtmeisterschaft in der Großsporthalle den Pott. Und dieses Mal zwar im wahrsten Sinn des Wortes. Denn beim letztjährigen Hallenturnier hatten die Organisatoren keinen Wanderpokal für die Bettringer bereit, nachdem die Normannen nach dreimaligen Titelgewinn den Pokal behalten durften. Umso freudiger war es dann für die SGB, die Titelverteidigung mit neuer Trophäe feiern zu dürfen.

"Die SGB hatte es noch nie geschafft, den Titel zu verteidigen umso geiler ist es nun, dass wir das zum ersten Mal erreicht haben", sagte der Bettringer Lukas Hartmann. Und so marschierte Bettringen von Anfang an mit 8:1 (gegen Ermis), 6:0 (Herlikofen) und 5:2 (Großdeinbach) sicher durch die Gruppe. Aber auch Oberligist FC Normannia Gmünd, der seine Reihen etwas durch A-Jugendspieler ergänzte, ging ungeschlagen durch die Gruppe, auch wenn er sich mit dem TV Lindach und TV Straßdorf etwas schwer tat. Der dritte Favorit im Bunde, Ausrichter FC Bargau, kam nach einem knappen 1:0-Sieg über den TSGV Rechberg in der Gruppe immer besser in Fahrt und sicherte sich in der Vierergruppe zwei weitere Siege.

So traf der Landesligist im Viertelfinale auf den TSB Gmünd, der mit einem 3:0 kein Hindernis darstellte. Auch die SG Bettringen schaffte gegen den FC Ermis Gmünd, der nach 0:8-Auftaktniederlage gegen den FCN nun allmählich besser im Turnier war, einen 3:1-Sieg. Eng wurde es in der Partie zwischen Straßdorf und Rechberg. Das Spiel endete zuerst 3:3, dann im Neunmeterschießen setzte sich der TV Straßdorf mit 7:6 durch.

Damit war Straßdorf zum zweiten Mal in Folge im Halbfinale, blieb damit aber auch das einzige Team aus den Kreisligen. B-Ligist TV Lindach, der in den beiden Vorjahren ins Halbfinale kam, schied dieses Mal schon in der Gruppe aus. Schwer machte es allerdings A-Ligist TV Herlikofen den Normannen, die sich letztlich knapp mit 2:1 das Halbfinalticket erspielten. Hier waren dann die beiden Partien knapp. Die SG Bettringen löste mit einem 2:1 gegen den TV Straßdorf das Finalticket, der FCN zog mit ebenso 2:1 über den FC Bargau nach.

Nach einer Showeinlage der Bargauer Cheerleader verkaufte sich A-Ligist Straßdorf gegen Bargau im Spiel um Platz drei wieder gut. Doch Christian Kreutter schoss die Germania mit 2:0 in Führung, Straßdorf gelang nur noch der Anschlusstreffer.

Im Finale ging es dann von Anfang an hitzig zwischen den beiden Rivalen zu, die im Moment auf dem Feld drei Ligen trennen. In der Halle legte aber Bezirksligist SG Bettringen los. Die ersten Diskussionen gab es nach einem Schuss von Manuel Seitz, den die Bettringer über der Linie gesehen hatten, der Schiedsrichter sowie der FC Normannia aber nicht. Kurze Zeit später erzielte der Bettringer Lorenz Hinderberger allerdings dann sicher das 1:0 in der fünften Spielminute. Dies war zugleich sein achter Turniertreffer. Die SG Bettringer kombinierte gut zusammen und kam durch clevere Seitenwechsel immer wieder zu hochkarätigen Chancen. Zum Teil parierte FCN-Keeper Yannick Ellermann die Schüsse, doch Paul Stich erzielte nach sieben Minuten dennoch das 2:0. Die Normannia spielte nun offensiver und kam ebenso zu Chancen, aber zu keinen so zwingenden wie die SGB, die durch Wesley Wicker das 3:0 markierte, das zugleich die Entscheidung darstellte. Nach einer hitzigen Schlussphase jubelte die SGB dann zurecht.

Sportbürgermeister Dr. Joachim Bläse bedankte sich beim Ausrichter FC Bargau und lobte zudem alle Teams: "die bei diesem Turnier eine tolle Gemeinschaft bilden. Ich bin zudem froh, dass dieses Jahr wieder alle Mannschaften mit dabei sind, weil so können Stadtmeisterschaften stattfinden, so macht Fußball Spaß. Und man sieht ja auch, dass ein Kreisligateam, dass mit einer guten Mannschaft antritt, durchaus auch gegen die Großen Chancen hat", so Bläse. Zum Torschützenkönig wurde Lorenz Hinderberger (SG Bettringen) mit acht Treffern ausgezeichnet.

Jan-Philipp Strobel

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