Die Aufgabe ist der Neuaufbau

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Endlich wieder auf dem Rasen: Trainer Frank Schmidt muss nun aus jungen Spielern wie David Otto (links) und erfahrenen Spielern wie Norman Theuerkauf ein Team formen.
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Der FC Heidenheim ist am Samstag ins Training gestartet – mit vielen neuen Gesichtern.

Beste Bedingungen, bestes Fußballwetter – einen besseren Tag für den Trainingsauftakt hätte der FC Heidenheim sich nicht wünschen können. Schon eine halbe Stunde vor Trainingsbeginn standen die Kicker auf dem Rasen – nach vier Wochen Pause ging's endlich wieder los.

Bei ersten Übungen und einem kurzen Spiel verschafften sich Frank Schmidt und sein Trainerteam einen allerersten Eindruck und der ist positiv: "Alle Spieler haben sich sehr engagiert gezeigt." Um sich einen richtigen Überblick zu verschaffen, brauche es noch ein paar Tage, so Schmidt. "Es war noch nie einfach am ersten Tag. Mir war wichtig, dass alle engagiert sind und auch die notwendige Fitness haben – das ist der Fall. Jeder hat seine Hausaufgaben gemacht."

Junge und erfahrene Spieler

Der Start in die kommende Saison in der 2. Bundesliga ist wieder einmal ein Neuanfang für den 1. FC Heidenheim. Wieder einmal haben sich starke Spieler verabschiedet. Spieler wie Niklas Dorsch, Tim Kleindienst oder Sebastian Griesbeck haben sich neue Herausforderungen gesucht. Da steht der FCH vor einer wichtigen Aufgabe: dem Neuaufbau. Dass nach dem dritten Platz in Liga zwei und dem Relegationsspiel Spieler interessant werden, war abzusehen, der Umbruch vorprogrammiert.

Andreas Geipl (SSV Jahn Regensburg), Marvin Rittmüller (1. FC Köln II), Dzenis Burnic (Borussia Dortmund) und Jan Schöppner (SC Verl) heißen die Heidenheimer Neuzugänge. Kein Unbekannter ist David Otto, dessen Leihe von der TSG Hoffenheim um ein Jahr verlängert wurde. Dazu gesellen sich die drei Leih-Rückkehrer Merveille Biankadi, Oliver Steurer und Patrick Schmidt, sowie drei Spieler aus der eigenen A-Jugend, Gianni Mollo, Julian Stark und Melvin Ramusovic.

Eine Aufgabe, die mit viel Arbeit und Optimismus verbunden ist, wie Trainer Frank Schmidt erklärt. "Wir haben viele neue, hungrige Spieler bekommen, für die das hier der nächste Schritt ist. Es macht uns allen Spaß, auch dem Trainerteam, das Team zu entwickeln." Aber Schmidt macht deutlich, dass sie wohl jeden Tag brauchen werden, um als Team zusammenzuwachsen – dazu gehören Spiele, Erfolge und Misserfolge. "Das Entscheidende ist, wir haben richtig Bock drauf und es ist schön, wenn man Spieler mit auf diese Reise nimmt." Zu den jungen Spielern kommen Spieler wie Burnic oder Geipl, die bereits Erfahrung in der 2. Liga haben. Und die beide heiße Kandidaten auf den Platz von Niklas Dorsch sind.

Der Konkurrenzkampf um die begehrten Plätze auf dem Rasen hat begonnen. Denn in jedem Mannschaftsteil gibt's neue Gesichter. Gesetzt ist nur einer: "Kevin Müller – er ist unsere Nummer eins."

Ob der Kader so komplett ist, das kann und will Frank Schmidt noch nicht beantworten. Schließlich ist noch bis 5. Oktober Zeit. Bis dahin kann noch viel passieren. Aber: "Ich glaube nicht, dass es, so wie es heute hier ist, am 5. Oktober dann sein wird." Vom ersten Tag an ist der Trainer mit dem Vorstandsvorsitzenden Holger Sanwald in engem Austausch, was die Transferaktivitäten betrifft. "Wir haben einiges abgearbeitet. Die Dinge, die wir da machen wollen, besprechen wir erst intern."

Wichtig ist jetzt erst einmal die harte Arbeit. Denn: "Die Liga wird wieder brutal hart für uns." Demütig bleiben, mahnt der Trainer, gut arbeiten jeden Tag und idealerweise einen guten Start haben. "Das wird uns viele Dinge erleichtern."

Der FC Heidenheim ist heiß auf den Fußball, heiß aufs Training, heiß auf neue Herausforderungen. "Es hat die letzten 10, 14 Tage gekribbelt, sich mit Inhalten auseinanderzusetzen. Mit den Planungen im Kopf sind wir sehr weit. Jetzt müssen wir schaffen, das auf dem Platz umzusetzen."

In den kommenden fünf Wochen stehen bis zu drei Trainingseinheiten auf dem Programm, ein sechstägiges Trainingslager in Weiler im Allgäu sowie Testspiele gegen den österreichischen Bundesligisten SCR Altach, die Drittligisten SpVgg Unterhaching und FC Ingolstadt und den schweizerischen Vizemeister FC St. Gallen.

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