Entweder nur Vorrunde oder Abbruch

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Klare Kante: Nachdem der Spielbetrieb im Amateurfußball wegen der Corona-Pandemie bereits seit dem 29. Oktober 2020 ruht, hat der WFV nun zwei Szenarien ausgearbeitet, wie die Saison 2020/2021 zu Ende gebracht werden kann.
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So geht es für die Amateure in der Saison 2020/2021 weiter: Wird der Betrieb bis zum 9. Mai wieder aufgenommen, wird die Hinserie gespielt und direkt Auf- und Absteiger ermittelt.

Schluss mit Spekulationen: Der Württembergische Fußballverband hat nun einen konkreten Vorschlag ausgearbeitet, wie es in der Saison 2020/2021 weitergehen soll. Zwei Szenarien sind demnach geplant.

Szenario 1: Wird der Spielbetrieb nach dem 7. März 2021, spätestens aber bis zum 9. Mai 2021 wieder aufgenommen, werden nur die Vorrunden zu Ende gespielt und so direkte Auf- und Absteiger ermittelt. Direkt im Anschluss daran wird in diesem Fall noch die Relegation ausgetragen. Szenario 2: Sollte der Spielbetrieb bis zum 9. Mai 2021 nicht wieder aufgenommen werden können, bleibt nur die Annullierung der laufenden Saison – mit der Folge, dass weder Auf- noch Absteiger ermittelt werden können und mit demselben Teilnehmerfeld in die Saison 2021/2022 gestartet werden muss.

Vom Tisch ist damit endgültig eine dritte Variante, über die immer wieder spekuliert wurde: die Auf- und Abstiegsrunde. Heißt: dass die obere Tabellenhälfte noch den Aufsteiger und die untere Tabellenhälfte die Absteiger ausspielt.

Was bedeuten die zwei auserwählten Szenarien konkret für die Vereine? Klar ist, dass sie nur für potenzielle Auf- oder Absteiger Auswirkungen hätten. So könnten die Mannschaften, die derzeit auf einem Aufstiegsplatz stehen, von Szenario 1 profitieren. Denn: Sie müssen ihre Position nur noch in wenigen (Hinrunden-)Spielen verteidigen, um dann als Aufsteiger festzustehen. Die lange Rückrunde würde ja wegfallen. Nutznießer wäre in dem Fall beispielsweise der TSV Essingen in der Verbandsliga. Sechs Punkte Vorsprung auf den Zweiten FSV Hollenbach hat die Elf von Trainer Beniamino Molinari. Und den müssten die Essinger bei Szenario 1 nur noch sieben Spieltage beibehalten, um als Aufsteiger in die Oberliga festzustehen.

Frist bis 17. Februar 2021

Es herrschte großer Bedarf an Klarheit.

Harald Müller WFV-Verbandsspielausschuss

Von Szenario 2 – dem Saisonabbruch – würden potenzielle Absteiger profitieren. Auch hier ein Beispiel: Der Bezirksligist TSV Großdeinbach ist mit aktuell 2 Punkten aus 12 Spielen sportlich kaum noch retten. Bei einer Annullierung der Saison würde die Elf von Trainer Patrick Wahl aber in der Liga bleiben und könnte auch in der Runde 2021/2022 in dieser Spielklasse antreten. Die geplante Vorgehensweise des WFV soll nicht nur bei den Herren gelten, sondern auch in allen Frauen-Staffeln und bei den überbezirklichen Staffeln der Jugend.

Der Verband bietet nun allen Vereinen die Möglichkeit, sich bis zum 17. Februar 2021 zum geplanten Vorgehen zu äußern. Die Entscheidung über die Änderung will der WFV-Beirat in seiner regulären Sitzung am 19. Februar 2021 treffen. "Wir haben in vielen Gesprächen gemerkt, dass ein großer Bedarf an Klarheit und Einheitlichkeit besteht, um die Saisonplanungen weiterführen zu können. Was wir nicht liefern können, ist eine Aussage zum Zeitpunkt der Rückkehr auf den Platz. Unsere Vorlage bietet daher eine Orientierung angesichts der noch zur Verfügung stehenden Optionen", sagt Vorsitzender Harald Müller vom Verbandsspielausschuss des Württembergischen Fußballverbandes Was dem WFV bei seiner Frist für Szenario 1 wichtig war: dass die Spielzeit 2020/2021 bis spätestens 20. Juni 2021 abgeschlossen ist, so dass mögliche Relegationsspiele noch ausgetragen werden können und die kommende Spielzeit 2021/2022 von der laufenden Runde nicht beeinflusst wird.

Annullierung vermeiden

Und: Wichtigstes Ziel für den WFV bleibe die sportliche Ermittlung von Auf- und Absteigern und die Vermeidung einer Annullierung.

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