„Die Galligkeit hat mir sehr gut gefallen“

Lewandowski verzweifelt am FC Bayern: De Ligt frisst Barca-Stürmer auf

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Robert Lewandowski erlebt mit Barcelona gegen den FC Bayern einen gebrauchten Abend. Matthijs de Ligt nimmt den Torjäger in die Mangel.

München – Zweimal die Null – das ist die Statistik von Robert Lewandowski in zwei Duellen in der Champions League gegen seinen Ex-Klub FC Bayern. Während der Super-Stürmer gegen die anderen beiden Gruppengegner Inter Mailand und Pilsen fünf Tore erzielte und in der spanischen La Liga nach Belieben trifft, blieb er gegen die Bayern glücklos.

Im Hinspiel vergab der Pole noch hochkarätige Torchancen, im Rückspiel beim 0:3 in Barcelona war er komplett abgemeldet. Das lag vor allem an einem Mann: Matthijs de Ligt nahm Lewandowski an die Kette.

Matthijs de Ligt
Geboren: 12. August 1999 (Alter 23 Jahre), Leiderdorp, Niederlande
Verein: FC Bayern
Ablöse: 67 Millionen Euro
Leistungsdaten: 16 Spiele (ein Tor), acht Mal ohne Gegentor (Stand: 27. Oktober)

FC Bayern: Matthijs de Ligt kämpft Lewandowski nieder

De Ligt macht die Bayern-Abwehr dicht. Der Niederländer war zu jeder Zeit des Spiels aufmerksam, bissig und vor allem hart am Mann. Das bekam besonders Robert Lewandowski knallhart zu spüren, der 67-Millionen-Neuzugang saß ihm ständig im Nacken. Der Lohn: Die UEFA kürte ihn zum Man of the Match. De Ligt wundert sich über die Ehrung und schlägt einen Bayern-Kollegen vor.

Vor allem eine Szene erhitzte die Gemüter beider Fanlager. De Ligt war wieder einmal der Stärkere im direkten Zweikampf und Lewandowski lag plötzlich mit schmerzverzerrtem Gesicht auf dem Rasen. Der Weltfußballer hielt sich den Fuß und klagte wild gestikulierend über die harte Gangart seines Gegenspielers. Bayern-Trainer Julian Nagelsmann war mit der gezeigten Entschlossenheit seiner Mannschaft hochzufrieden.

Robert Lewandowski hatte gegen Matthijs de Ligt und den FC Bayern einen schweren Stand.

FC Bayern: Nagelsmann-Lob für de-Ligt-Leistung gegen Lewandowski

„Wir haben heute sehr gut verteidigt, die Galligkeit hat mir heute sehr gut gefallen. Das freut mich“, sagte Nagelsmann nach der Partie. „Ich glaube, dass wir sehr schöne Duelle gespielt haben. Ich bin sehr froh, dass er kein Tor gemacht hat“, sagte de Ligt nach seinem wohl besten Spiel im Bayern-Trikot über Lewandowski. „Es war sehr schwer. Für mich ist er der beste Stürmer der Welt, du musst immer wach sein. Er spielt sehr intelligent. Aber wir haben es gemeinsam geschafft, dass er nicht zum Abschluss kommt.“ Auch Nebenmann Upamecano war jederzeit voll auf der Höhe.

Die Rekord-Torjäger des FC Bayern München

Platz 9: Claudio Pizarro - 87 Tore zwischen 2001 und 2007, sowie zwischen 2012 und 2014. Der Peruaner hält einige Rekorde. Mit 490 Spielen ist er der am häufigsten eingesetzte, ausländische Spieler in der Fußball-Bundesliga. Mit 40 Jahren wurde er bei Werder Bremen zum ältesten Bundesliga-Torschützen aller Zeiten. Pizarro traf in der Bundesliga in 21 Kalenderjahren in Folge!
Platz 9: Claudio Pizarro - 87 Tore zwischen 2001 und 2007, sowie zwischen 2012 und 2014. Der Peruaner hält einige Rekorde. Mit 490 Spielen ist er der am häufigsten eingesetzte, ausländische Spieler in der Fußball-Bundesliga. Mit 40 Jahren wurde er bei Werder Bremen zum ältesten Bundesliga-Torschützen aller Zeiten. Pizarro traf in der Bundesliga in 21 Kalenderjahren in Folge! © imago sportfotodienst
Platzt 9: Mehmet Scholl - 87 Tore zwischen 1990 und 2007. Neben Thomas Müller ist Scholl der einzige Mittelfeldspieler in der Liste. Der ehemalige TV-Experte prägte eine Ära beim FC Bayern, gewann die Champions League 2001, sowie achtmal die Meisterschaft und fünfmal den Pokal.
Platzt 9: Mehmet Scholl - 87 Tore zwischen 1990 und 2007. Neben Thomas Müller ist Scholl der einzige Mittelfeldspieler in der Liste. Der ehemalige TV-Experte prägte eine Ära beim FC Bayern, gewann die Champions League 2001 sowie achtmal die Meisterschaft und fünfmal den Pokal. © Thomas Exler via www.imago-images.de
Aus 1 BL Saison 2002 03 VfL Wolfsburg Grün Weiß gegen Bayern München 0 2 am 26 04 2003 in der VW
Platz 8: Giovane Elber - 92 Tore zwischen 1997 und 2003. Bildete beim VfB Stuttgart zusammen mit Fredi Bobi und Krassimir Balakow das „magische Dreieck“. Beim FC Bayern unvergessen ist unter anderem sein Tor von der Eckfahne 1999 gegen Hansa Rostock. © via www.imago-images.de
Platz 7: Arjen Robben - 99 Tore zwischen 2009 und 2019. Der Rechtsaußen schoss den FC Bayern zum Champions-League-Titel 2013 und war maßgeblich am Aufbau der neuerlichen Bayern-Dominanz beteiligt. Der Groninger gewann mit dem FCB acht deutsche Meisterschaften!
Platz 7: Arjen Robben - 99 Tore zwischen 2009 und 2019. Der Rechtsaußen schoss den FC Bayern zum Champions-League-Titel 2013 und war maßgeblich am Aufbau der neuerlichen Bayern-Dominanz beteiligt. Der Niederländer gewann mit dem FCB acht deutsche Meisterschaften! © Michael Kolvenbach via www.imago
17.06.87 FC Bayern München - FC Schalke 04 Deutschland, München, 17.06.1987, Fussball, Bundesliga, FC Bayern München -
Platz 6: Dieter Hoeneß - 102 Tore zwischen 1979 und 1987. Dieter Hoeneß ging 1982 in die Geschichte ein, als er trotz Platzwunde, mit Turban, das DFB-Pokalfinale gegen den 1. FC Nürnberg per Kopf entschied. Der Vize-Weltmeister von 1986 war nach seiner überaus erfolgreichen Fußballer-Karriere als Manager des VfB Stuttgart und von Hertha BSC aktiv. © Pressefoto Rudel/Herbert Rudel via www.imago-images.de
Platz 5: Roland Wohlfahrt - 119 Tore zwischen 1984 und 1993. Wohlfahrt konnte mit dem FC Bayern fünf deutsche Meisterschaften gewinnen, 1989 und 1991 wurde er Torschützenkönig der Bundesliga.
Platz 5: Roland Wohlfahrt - 119 Tore zwischen 1984 und 1993. Wohlfahrt konnte mit dem FC Bayern fünf deutsche Meisterschaften gewinnen, 1989 und 1991 wurde er Torschützenkönig der Bundesliga. © Pressefoto Rudel/Herbert Rudel via www.imago-images.de
Platz 4: Thomas Müller - 137 Tore zwischen 2009 und dem Ende der Saison 2021/2022. Kein Feldspieler hat beim FC Bayern jemals mehr Spiele absolviert als Thomas Müller! Als Torjäger fiel Müller besonders in der Saison 2015/2016 auf, als er 20 Treffer erzielt. Der Publikumsliebling gewann bis 2022 elfmal die Meisterschale und zweimal den Henkelpott.
Platz 4: Thomas Müller - 137 Tore (Stand: Juni 2022) zwischen 2009 und dem Ende der Saison 2021/2022. Kein Feldspieler hat beim FC Bayern jemals mehr Spiele absolviert als Thomas Müller! Als Torjäger fiel Müller besonders in der Saison 2015/2016 auf, als er 20 Treffer erzielte. Der Publikumsliebling gewann bis 2022 elfmal die Meisterschale und zweimal den Henkelpott. © IMAGO/Pressefoto Rudel/Robin Rudel
09.12.79 FC Bayern München - Cosmos New York Deutschland, München, 09.12.1979, Fussball, Testspiel, FC Bayern München -
Platz 3: Karl-Heinz Rummenigge - 162 Tore zwischen 1974 und 1984. „Das wird nie einer“, sagte Franz Beckenbauer nachdem Rummenigge aus NRW zum FC Bayern kam. Beckenbauer sollte sich täuschen, Rummenigge führte den FC Bayern nach einigen schwierigen Jahren zurück an die nationale Spitze. Bei der EM 1980 bereitete er den Siegtreffer von Horst Hrubesch gegen Belgien vor. Rummenigge war zwischen 2002 und 2021 Vorstandsvorsitzender des FC Bayern. © Pressefoto Rudel/Herbert Rudel via www.imago-images.de
Platz 2: Robert Lewandowski - 238 Tore zwischen 2014 und dem Ende der Saison 2021/2022. Lewandowski hat einen absurden Torschnitt, erzielt pro Partie fast einen Treffer. Der FIFA-Weltfußballer der Jahre 2020 und 2021 stellte mit 41 Toren einen historischen Torrekord für eine einzelne Bundesliga-Saison auf.
Platz 2: Robert Lewandowski - 238 Tore zwischen 2014 und dem Ende der Saison 2021/2022. Lewandowski hat einen absurden Torschnitt, erzielt pro Partie fast einen Treffer. Der FIFA-Weltfußballer der Jahre 2020 und 2021 stellte in der Spielzeit 2020/21 mit 41 Toren einen historischen Torrekord für eine einzelne Bundesliga-Saison auf - und egalisierte den Uralt-Rekord von Gerd Müller. © IMAGO
Platz 1: Gerd Müller - 365 Tore zwischen 1964 und 1978. Der „Bomber der Nation“ ging am 15. August 2021 von uns. Seine Karriere wird in Erinnerung bleiben. Müller kam aus der schwäbischen Provinz nach München, Trainer Zlatko Čajkovski gab ihm erst auf Druck des Präsidenten eine Chance. Es folgte eine Weltkarriere mit WM- und EM-Titel, drei Siegen im Europapokal der Landesmeister und zahlreichen Toren. Müller wurde Torschützenkönig in 18 Wettbewerben, siebenmal in der Bundesliga.
Platz 1: Gerd Müller - 365 Tore zwischen 1964 und 1978. Der „Bomber der Nation“ ging am 15. August 2021 von uns. Seine Karriere wird in Erinnerung bleiben. Müller kam aus der schwäbischen Provinz nach München, Trainer Zlatko Cajkovski gab ihm erst auf Druck des Präsidenten eine Chance. Es folgte eine Weltkarriere mit WM- und EM-Titel, drei Siegen im Europapokal der Landesmeister und zahlreichen Toren. Müller wurde Torschützenkönig in 18 Wettbewerben, siebenmal in der Bundesliga - und insgesamt 365 Treffer für den FC Bayern. ©  via www.imago-images.de

Brenzlig wurde es für de Ligt und die Bayern nur einmal kurz vor der Pause, als der Schiedsrichter nach einem Tackling gegen Lewandowski im Strafraum auf den Punkt zeigte. Nach Ansicht der TV-Bilder nahm Anthony Taylor den Elfmeter jedoch zurück.

Lewandowski hätte den Strafstoß zu gerne ausgeführt und sein erstes Tor gegen Bayern im Barca-Trikot erzielt. Doch daraus wurde nichts, de Ligt bremste ihn hart aber regelkonform aus. Die spanische Presse fällte ein gnadenloses Urteil: „Bayern lässt Barcelona um Lichtjahre hinter sich“. (ck)

Rubriklistenbild: © Ulmer/Imago

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