Bei DFB-PK

Müller wird ungeduldig: Bayern-Star macht den Bossen wegen Vertragsverlängerung Druck

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Thomas Müller äußert sich zu seiner offenen Vertragssituation beim FC Bayern. Der FCB-Anführer verliert allmählich die Geduld und setzt die Bosse unter Druck.

München - Es ist das Thema beim FC Bayern*: Die ausstehenden Vertragsverlängerungen von Manuel Neuer, Thomas Müller, Robert Lewandowski oder Serge Gnabry. Auch in der Länderspielpause kommt keine Ruhe in die Angelegenheit. Im Gegenteil: Müller heizt den Verhandlungspoker nun bei der Nationalmannschaft auf der DFB-PK am Mittwoch an. Die FCB-Bosse sollten hellhörig werden.

Thomas Müller
Geboren: 13. September 1989 (Alter 32 Jahre), Weilheim in Oberbayern
Größe: 1,85 m
Gehalt: 14,95 Millionen EUR (2020)
Ehepartnerin: Lisa Müller (verh. 2009)
Verein: FC Bayern
Vertrag bis: 30.06.2023
Marktwert: 25 Millionen Euro

FC Bayern: Thomas Müller will bis 2025 spielen

Thomas Müller wird allmählich ungeduldig. In den Vertragsgesprächen über eine Verlängerung mit dem FC Bayern geht offenbar nicht viel voran. Die Entscheidungsträger verweisen immer wieder auf die kommenden Wochen. Müllers Vertrag läuft aber schon im Sommer 2023 aus. Der Bayern-Anführer will Planungssicherheit.

„Ich habe für mich mal so im Kopf gehabt, bis 2025 auf Topniveau Fußball zu spielen. Mein Vertrag läuft aktuell bis 2023. Deswegen muss man sehen, was wir da machen“, sagte Müller, der seine gesamte Profi-Karriere in München verbracht hat und als Aushängeschild des Vereins gilt. Zuletzt herrschte in der Öffentlichkeit Verwunderung darüber, dass der FC Bayern keine Vertragsverhandlungen mit Müller oder den anderen verdienten Spielern führt.

FC Bayern: Thomas Müller spricht über seine Vertragsverlängerung.

Thomas Müller setzt FC Bayern in Vertragsverhandlungen unter Druck

Die Gespräche seien jedoch längst angelaufen. „Der Verein und wir Spieler sind immer in einem gewissen Austausch. Das waren wir auch schon, als es hieß, es gibt überhaupt keinen Kontakt“, sagte Müller. Der 32-jährige Ur-Bayer ließ seinen Aussagen jedoch ein großes „aber“ folgen.

„Die Frage ist immer nur, wie intensiv ist der Kontakt – da trennt sich logischerweise auch die Spreu vom Weizen, ob man übers Wetter spricht oder wirkliche Vertragsinhalte“, erklärte Müller. Offenbar wurde es in den Gesprächen noch nicht wirklich konkret. Er wolle aber nicht zu viel ausplaudern. „Es ist auf beiden Seiten sehr viel Respekt füreinander da“, so Müller.

Derweil hat sich offenbar ein Shootingstar der Premier League gegen einen Wechsel zum FCB entschieden - und für Barcelona*.

Thomas Müller lässt Karriereende im DFB-Team offen

Für Müller persönlich geht es auch um seine Rolle auf dem Platz und im Team: „Ich habe schon einen gewissen Anspruch an mich selbst. Solange ich auf Topniveau in gewissen Situationen das Zünglein an der Waage sein kann, habe ich auf jeden Fall Lust, Fußball zu spielen.“ Dasselbe gilt auch für die deutsche Nationalmannschaft.

Auch beim DFB hat der 110-malige Nationalspieler keinen konkreten Zeitpunkt für ein Karriereende vor Augen. „Solange ich ein positiv entscheidendes Kriterium spielen kann und ein Bundestrainer die Idee hat, mich zu nominieren, werde ich mich damit auseinandersetzen“, kündigte Müller an. „Solange die Kriterien zusammenpassen, gibt es kein pauschales Ende für mich.“ Ihm sei aber auch klar, dass es „ganz schwierig“ sei, den richtigen Zeitpunkt für das passende Karriereende im Nationalteam zu erwischen.

FC Bayern: Nach Neuer spricht auch Müller über Vertragsgespräche

Müllers Kapitän Manuel Neuer wollte sich am Dienstag nicht näher zur ungeklärten Vertragssituation beim FC Bayern äußern. „Aber es ist nicht so, dass man sich da von der sportlichen Situation ablenken lassen muss. Die Spieler, die es betrifft, sind alle erfahren genug, um auch mit so einer leicht offenen Situation umzugehen“, meinte Müller. Die kommenden Wochen werden darüber Aufschluss geben. Eine baldige Lösung wäre im Hinblick auf die entscheidenden Spiele im Frühjahr sicherlich im Sinne aller Beteiligten. (ck) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © Sebastian Gollnow/dpa

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