Für Heidenheim zählen nur drei Punkte auf der Alm

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Heidenheims Tim Kleindienst (vorne) und Timo Beermann jubeln. Der HSV wurde 2:1 besiegt. Schafft der FCH den Sprung in die Relegation zum Bundesligaaufstieg?
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Mit einem Sieg beim Spitzenreiter Bielefeld stünde Heidenheim in der Relegation zur Bundesliga.

Eine ganz normale Trainingswoche? "Wir hatten keinen Grund, etwas zu ändern. Nur so sind wir ja so weit gekommen", sagt FC Heidenheims Chefcoach Frank Schmidt vor dem Herzschlag-Saisonfinale am Sonntag beim bereits feststehenden Meister und Aufsteiger Arminia Bielefeld (15.30 Uhr/Sky).

Der FC Heidenheim hat jetzt schon die beste Fußballsaison seiner Geschichte geschrieben. Die Krönung könnte die Relegation und vielleicht sogar der Aufstieg in die Bundesliga werden. Voraussetzung dafür ist am Sonntag ein Sieg in Bielefeld.

Keinen Gedanken wollen die Heidenheimer dabei an den HSV verschwenden, der seit der 1:2-Niederlage im direkten Duell vergangenen Woche hinter den FCH zurückgefallen ist und jetzt mit einem Zähler Rückstand als Tabellenvierter auf der Lauer liegt. Sollten die Hamburger gegen Sandhausen gewinnen und Heidenheim in Bielefeld nicht, dann stünde der HSV in der Aufstiegsrelegation zur Bundesliga.

"Das Einzige, was wir tun müssen, ist unser eigenes Spiel zu gewinnen, um unsere Pole-Position zu behalten", sagt Heidenheims Coach Frank Schmidt. Dass dies bei einer Mannschaft, die den besten Sturm (62 Treffer) und die stärkste Abwehr (nur 30 Gegentore) hat, und damit zurecht an der Tabellenspitze steht, nicht einfach werden wird, auch das weiß der Heidenheimer Übungsleiter. "Das ist schon ein richtig dickes Brett, das wir bohren müssen. Wir haben ein paar gute Bohrer dabei."

Einer davon ist Tim Kleindienst. Der 24-jährige Goalgetter hat 14 der 45 Heidenheimer Treffer erzielt. Er hat in dieser Woche im Training über Knieprobleme geklagt. "Das geht wieder", zeigt sich Schmidt sicher, dass er auch in Bielefeld am Start sein wird.

Dagegen wird der Ex-Aalener Arne Feick, der seinen Vertrag in Heidenheim nicht verlängern wird, wegen Knieproblemen wie schon gegen den HSV auch auf der Alm nicht dabei sein können.

Arminias Coach Uwe Neuhaus kann dagegen auf seine beiden Topstürmer, den Torjäger Nummer eins der Liga, Fabian Klos (20), und Andreas Voglsammer (11) zählen. Beide zusammen haben genau die Hälfte der Bielefelder Tore erzielt. Die Heidenheimer wissen also, auf wen sie aufpassen müssen.

Sollten der FC Heidenheim tatsächlich den Aufstieg in die Bundesliga schaffen, dann wird's übrigens keine Extraprämie für die Spieler geben. "Wir haben hochmotivierte Spieler", sagt FCH-Vorstandsvorsitzender Holger Sanwald – und vertraut seinem Team. Natürlich hat Sanwald bereits den Rechenstift zur Hand genommen. Deutlich höhere Fernsehgelder in der Bundesliga und weitere Sponsoreneinnahmen könnten dem Verein einen Etatsprung von derzeit 35 Mio. Euro auf rund 50 Mio. Euro ermöglichen. Sanwald: "Auch finanziell wäre es ein großer Sprung für uns."

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