In der Spur bleiben für Essingen

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Im Vorwärtsgang: Kann Felix Bauer (am Ball), der in den letzten drei Spielen fünfmal getroffen hat, seine Normannia wieder ein Stück in Richtung Titel schießen?
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Der FC Normannia empfängt am Samstag (15.30 Uhr) den VfB Neckarrems zum letzten Heimspiel der Saison – das Titel-Fernduell heißt: Normannia gegen TSV Ilshofen.

Ralf Kettemann hat es nochmal spannend gemacht: als der Spielertrainer des TSV Ilshofen am Mittwochabend kurz nach 21 Uhr den Ball (in der 80. Spielminute) im Tor von Calcio Leinfelden-Echterdingen versenkte.

Mit seinem 2:1-Sieg im Nachholspiel hat der WFV-Pokalfinalist aus Ilshofen dafür gesorgt, dass die Meisterschaft in der Verbandsliga bis zum letzten Spieltag offen bleiben kann.

Die Normannia empfängt am Samstag den VfB Neckarrems (Anpfiff: 15.30 Uhr), das zentrale (Fern-)Duell an den letzten beiden Spieltagen aber heißt: FC Normannia (57 Punkte) gegen Ilshofen (55). Die zwei weiteren Verfolger Hollenbach (53) und Dorfmerkingen (52) spielen nur noch Außenseiterrollen.

Normannia-Trainer Holger Traub rechnet damit, dass alles auf einen Showdown am letzten Spieltag hinausläuft, an dem die Normannia ausgerechnet beim Lokalrivalen TSV Essingen den Titel eintüten könnte.

Vorzeitiger Titel: möglich, aber nicht sehr wahrscheinlich

Sollte Ilshofen an diesem Samstag in Schwäbisch Hall nicht gewinnen, dann könnte die Normannia bei einem Sieg bereits zuhause die Meisterschaft feiern. Unwahrscheinlich, glaubt Traub. Denn Ilshofen ist im Liga-Endspurt ähnlich stabil wie die Normannia: Der TSV ist zehn Spieltage in Folge ungeschlagen.

Also werden die Gmünder am Samstag wieder das tun, was zu ihren Qualitäten zählt und was sie stark gemacht hat: sich voll aufs eigene Spiel konzentrieren. Um mit einem Heimsieg in der Spur zu bleiben für Essingen.

... das sehr wichtige Spiel in Essingen.

Holger Traub, Normannia-Trainer

Auf jederzeit aktuelle Spiel-Informationen aus Schwäbisch Hall legt Holger Traub keinen Wert: "Damit beschäftigen wir uns dann nach dem Abpfiff." Der Coach weiß aber auch, dass ein uninformiertes Stadion im Internetzeitalter eine Illusion ist. Wenn der Zwischenstand in Hall irgendwie auf die Normannia-Bank gelangt, was soll's: "Dann ist es eben so."

Wichtiges Projekt in dieser Trainingswoche war der Wiedereinstieg des zuletzt muskelverletzten Andreas "Bobo" Mayer ins Training. Am Wochenanfang noch mit sichtlich angezogene Handbremse. An diesem Freitag will sich Traub noch mal mit Mayer abstimmen.

Auf keinen Fall will der Trainer irgendetwas riskieren vor dem "ganz wichtigen Spiel in Essingen". Die realistische Prognose: Mayer wird an diesem Samstag geschont, damit er, so die Hoffnung, in einer Woche im Derby und "Endspiel" voll einsatzfähig sein kann.

Und schließlich haben die beiden letzten Spiele, in denen die Gmünder auf ihren besten Torschützen verzichten mussten, eine positive Erkenntnis gebracht: dass die Normannia beileibe nicht nur wegen Bobo Mayer eine absolute Spitzenmannschaft ist. Für reichlich Tore hat unter anderem Felix Bauer gesorgt, der sich nach einer tortechnisch eher mageren Vorrunde termingerecht zum Saisonendspurt zu erneuertem Selbstvertrauen geschossen hat: mit fünf Treffern in den letzten drei Spielen.

Auch sonst sind die Vorzeichen gut fürs Samstag-Spiel. "Es gibt ein paar Blessuren", sagt Traub, aber es drohe aktuell kein Spieler auszufallen. Und der samstägliche Gegner Neckarrems ist ein Team, das nicht fürs Mauern oder Kloppen bekannt ist. Traub: "Ich gehe davon aus, dass sich zwei Teams begegnen, die spielen wollen."

So könnten sie spielen: Ellermann – Fichter, Lämmle, Stölzel, Glück – Kianpour, Gnaase – Knecht, Pfeifer, Kolb – Bauer.

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