Rennen um die Sechs hat begonnen

  • Weitere
    schließen
+
Andreas Geipl will beim FC Heidenheim alles geben: "Ich spiele da, wo der Coach mit braucht."
  • schließen

Die Heidenheimer Neuzugänge Andreas Geipl und Dzenis Burnic konkurrieren um die Plätze im Mittelfeld.

Überraschend kam der Weggang von Niklas Dorsch nicht. Er hat den 1. FC Heidenheim gen Belgien verlassen und wird in der kommenden Saison für den Erstligisten KAA Gent auflaufen. Ein herber Verlust, den der Verein von der Brenz einstecken muss. Und eine Leerstelle, die neu besetzt werden will.

Beide bringen Erfahrung mit

Mit Andreas Geipl (vorher SSV Jahn Regensburg) und Dzenis Burnic (vorher Borussia Dortmund) hat sich der 1. FC Heidenheim gleich zwei Spieler mit ins Boot geholt, die für die Sechser-Position passen könnten. Beide sind keine Neulinge in der Bundesliga und bringen Erfahrung mit. Beide wissen, dass sie von Anfang an überzeugen müssen, um einen der begehrten Plätze im Kader zu kriegen.

"Der Konkurrenzkampf ist von Anfang an da", weiß Geipl. Auch die Selbstbeschreibung des 28-Jährigen passt für die Sechs wie die Faust aufs Auge: "Ich bin ein aggressiver Zweikämpfer, bin defensiv stark. In der Offensive, was Torvorlagen und Tore schießen angeht, ist mein Spiel noch ausbaufähig."

Der Konkurrenzkampf ist von Anfang an da.

Andreas Geipl Neuzugang beim FC Heidenheim

Streitig machen könnte Geipl die allerdings ebenfalls Neuzugang Dzenis Burnic. Für diesen Transfer landeten sogar Glückwunsch-SMS auf dem Handy des Vorstandsvorsitzenden Holger Sanwald. "Den hatten auch andere auf dem Schirm", lässt er wissen. Der 22-jährige Burnic genoss seine Ausbildung bei Borussia Dortmund, sammelte Erfahrung beim VfB Stuttgart und Dynamo Dresden. In der Juniorennationalmannschaft lernte er auch seinen möglichen Vorgänger kennen – Niklas Dorsch. "Wir haben schon vor dem Transfer gesprochen. Er hat mir die Situation geschildert."

Und auch Burnic fühlt sich wie Geipl wohl im Zentrum. Aber beide stellen sich in die Dienste der Mannschaft. "Wenn ich spielen darf, bin ich froh", beginnt Andreas Geipl, "und wenn der Coach mich woanders aufstellt, spiele ich auch woanders. Egal, wo er mich braucht, ich bin da." Ebenso sieht es sein Teamkollege und Konkurrent: "Ob es etwas defensiver oder offensiver wird – ich will der Mannschaft helfen, egal wo."

Jetzt heißt es erst einmal ankommen in Heidenheim, in einer neuen Stadt, in einem neuen Verein und auch wieder auf dem Platz. "Ich habe mich schon sehr gut eingelebt", erzählt Geipl, der mit seiner Frau Tina und seinem zweijährigen Sohn Leo Anfang Juli nach Heidenheim gezogen ist. Im September erwartet die Familie Nachwuchs. Auch einige Kicker aus seinem Team kannte er schon vorher, schließlich hat man das ein oder andere Mal gegen sie gekickt. Den Süden kennt auch Dzenis Burnic gut, schließlich war er ein Jahr lang beim VfB: "Hier scheint die Sonne etwas mehr", sagt er lächelnd. "Ich bin gut von der Mannschaft aufgenommen worden, dafür bin ich sehr dankbar." Momentan lebt der 22-Jährige noch im Hotel, doch möglichst schnell will Burnic Heidenheim sein neues Zuhause nennen. Beide Neu-Heidenheimer sind froh, dass es nach rund fünf Wochen nun endlich wieder auf den Platz geht. Beide wissen, dass sie von Anfang an alles geben müssen. Beide wollen Spielpraxis, beide wollen für die Mannschaft alles geben, an ihre Grenzen gehen und vor allem mit ihrem neuen Team schnellstmöglich Punkte sammeln. Das bedeutet Arbeit. Tagtäglich. An sich selbst und mit der Mannschaft.

-

Zurück zur Übersicht: Fußball

Mehr zum Thema

WEITERE ARTIKEL