Stimmen zum Bundesliga-Topspiel am Samstag

Torwartfehler Luthe bei Coman-Schuss? Union-Coach: „Denke schon, dass man den halten kann“

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Urs Fischer in der Allianz Arena
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Der FC Bayern München war in der Bundesliga gegen Union Berlin gefordert. Wir fassen die Stimmen zum Spiel zusammen.

München - Der FC Bayern München* traf im Bundesliga-Topspiel am Samstagabend auf den 1. FC Union Berlin (hier im Live-Ticker). Schon vor dem Duell war klar: Es gibt aktuell wieder einmal eine Menge Gesprächsbedarf beim Rekordmeister.

Die Transfer-Gerüchte rund um Robert Lewandowski reißen nicht ab, gleichzeitig blickt man natürlich auch schon auf den April: Die Bayern treffen im Champions-League-Viertelfinale auf den FC Villarreal - das ergab die Auslosung am Freitagmittag. Die Münchner haben damit das absolute Glücks-Los gezogen, die Spanier gelten als machbarster Gegner unter den verbliebenen acht Mannschaften in der Königsklasse.

FC Bayern München gegen Union Berlin: Die Stimmen zum Bundesliga-Topspiel

Was haben die Verantwortlichen vor und nach dem Spiel gegen die Eisernen zu sagen? Wir fassen die Stimmen hier zusammen.

Urs Fischer (Union Berlin) nach dem Spiel über ...

... die Fans: „Das ist außergewöhnlich. Sie sehen, dass die Mannschaft sich bemüht, dass sie nicht aufgegeben hat.“

... das Ergebnis: „Es ist schon hart, muss ich sagen. Es war nicht so, dass die Bayern uns an die Wand gespielt haben. Bei den Gegentoren sehen wir nicht gut aus, das musst du besser verteidigen. Wir hatten selber auch gute Chancen, um in Führung zu gehen.“

... das 0:1: „Ich denke schon, dass man den halten kann.“

... das 0:2: „Ein Standard, so darf er nicht zum Kopfball kommen.“

... das 0:3: „Eine Rückgabe zwei Minuten vor der Halbzeit. Das darf dir auch nicht passieren. Fußball ist ein Fehler-Spiel.“

... die Chancen: „Die musst du dann eben nutzen, gerade hier in München. Du bekommst nicht zehn von diesen Möglichkeiten. Es fehlte nicht viel. Manchmal braucht man das nötige Wettkampf-Glück.“

... die Länderspiel-Pause: „Ich werde ein paar Tage nach Hause in die Schweiz gehen, ich freue mich auf die Familie.“

Julian Nagelsmann (FC Bayern München) nach dem Spiel über ...

... die Partie: „Mit dem Ergebnis bin ich natürlich zufrieden. Upa hatte einen Fehler, hat sich aber wieder gefangen. Tanguy war sehr gut. In der ersten Halbzeit haben wir zu viel zugelassen. Es war alles nach eigenem Ballverlust, wir haben Awoniyi zwei Bälle vom Flügel in den Fuß gespielt. Aber insgesamt haben wir zu Null gespielt, haben vier Tore gemacht. So ein Ergebnis muss man nehmen.“

... die anstehende Länderspielpause: „Eine richtige Pause ist es nur für den Trainer, alle anderen Spielen ja. Ich brauche keine Pause, aber vielleicht gehe ich einen Tag Skifahren.“

... Lewandowski: „Ich spreche sehr viel mit ihm, wir haben einen regen Austausch. Er war herausragend gut heute. Auch die Gier beim Elfmeter war super. Wir wollen ihn gerne behalten. Aber so ganz einfach ist das nicht immer. Ich habe trotzdem nicht das Gefühl, dass er nicht bei uns bleiben möchte. Es ist am Ende eine gemeinschaftliche Entscheidung. Strategie, Herangehensweise, Timing - wir sind alle an einem Ort, es wird also sicher Gespräche geben. So ist es auch bei Manuel, Thomas und Serge. Die finanzielle Situation ist ausreichend, hoffe ich. Die Verträge laufen nicht nächste Woche aus und diese Spieler haben bisher ja auch nicht nur 1500 Euro verdient.“

... über seine grüne Jacke - passend zu denen von Sky-Moderator Sebastian Hellmann und Experte Lothar Matthäus: „Habe ich extra gemacht, damit wir einheitlich sind - ist aktuell ja nicht immer so (zieht die Augenbrauen hoch und lacht).“

Joshua Kimmich (FC Bayern München) nach dem Spiel über ...

... eine kleine Behandlung: „Ich habe einen Schlag bekommen, aber nicht so wild.“

... das 4:0: „Das war nicht schlecht. Sehr guter Kontakt von Thomas da, super herausgespielt.“

... die Partie: „Wir haben in der ersten Halbzeit zwei, drei Situationen zugelassen. Trotzdem war es ein verdienter Sieg. Man hat gemerkt, dass die Einstellung gepasst hat. Es war vielleicht ein Tor zu viel.“

... Lewandowski: „Ich weiß nicht, wie die Gespräche sind oder ob es überhaupt welche gibt. Robert haut sich voll rein. Ich habe nicht das Gefühl, dass er mit dem Kopf woanders ist.“

... Müller, weil er aktuell nicht so viele direkte Torbeteiligungen hat: „Ja, aber wir haben ja gerade den Pass vor dem 4:0 gesehen (lacht).“

... Nianzou: „Er war am Anfang etwas schwerer verletzt, leider hatte er noch nicht so viele Spiele. Heute fand ich ihn und Upa sehr gut, das hat sich relativ sicher angefühlt. Die beiden waren im Auffress-Modus.“

Bastian Oczipka (Union Berlin) nach dem Spiel über ...

... die Niederlage: „Wir machen quasi drei Eigentore. So etwas darf dir in München nicht passieren, wenn du etwas holen willst. Wir müssen uns an die eigene Nase fassen. Es war nicht so, dass die Bayern so klar besser waren. Wir haben vorne die Tore nicht gemacht und hinten Fehler gemacht.“

... Coman: „Das ist ein absoluter Weltklasse-Spieler, was soll man da groß sagen. Dass da immer mal einer durchgeht, ist klar.“

Rani Khedira (Union Berlin) nach dem Spiel über ...

... den Applaus der Fans - trotz der Niederlage: „Das ist unglaublich. Wenn man sein Herz auf dem Platz lässt, so wie wir, gibt das Anerkennung. Darüber sind wir sehr froh.“

... die vergebenen Chancen: „Wir waren gut im Spiel, waren mutig und frech, haben die Chancen leider liegen gelassen. Dann machen wir aber drei Geschenke.“

... die Partie: „Wir wollten mit dem 2:0 in die Pause und uns nochmal sammeln. Der Elfmeter war dann maximal unglücklich. Dieses Selbstverständnis und die Dominanz der Bayern, das 4:0 - das ist einfach Weltklasse. Gegen so einen großen Gegner darf man keine Fehler machen und man muss effizient sein.“

Kingsley Coman (FC Bayern München) nach dem Spiel über ...

... den Sieg: „Wir haben sehr gut gespielt, waren auch sehr effizient. Wir wollten viele Chancen kreieren, das ist uns gelungen.“

... sein Tor: „Meine Schusstechnik? Das war Glück (lacht). Nein. Ich trainiere jeden Tag. Manchmal fliegt er dann so rein.“

... die stehenden Ovationen bei seiner Auswechslung: „Das ist immer gut. Wir spielen jetzt mit vielen Fans, darüber sind wir sehr glücklich.“

... die Konstellation in der Bundesliga: „Es war wichtig, dass wir jetzt wieder gewonnen haben, nachdem wir zuletzt Punkte liegen gelassen haben. Es war wichtig, den Abstand jetzt zu halten.“

Julian Nagelsmann (Trainer des FC Bayern München) vor dem Spiel über ...

... Urs Fischer: „Ich mag ihn unglaublich gern, er ist ein total herzlicher Typ. Er macht einen super Job bei Union, passt super in die Liga. Er freut sich, dass ich kein Corona hab. Das war im Hinspiel nämlich so.“

... den Vier-Punkte-Vorsprung vor Dortmund: „Eine gewisse Spannung tut der Liga gut. Jetzt sind wir gefordert. Da wäre es heute gut, vorzulegen.“

... die Viererkette mit Stanisic: „Im Hinspiel haben wir ähnlich verteidigt. Mit dieser Viererkette hoffen wir, einen guten Zugriff zu bekommen.“

... Nianzou: „Er hat eine Winner-Mentalität, er soll heute verteidigen, das kann er. Er darf natürlich Fehler machen, das gehört dazu. Er soll heute so spielen, wie er gegen Benfica in der Champions League gespielt hat.“

... die Zukunft von Lewandowski: „Ich gehe davon aus, dass er bleibt. Ich habe nichts gegenteiliges gehört.“

... Goretzka: „Die Empfehlung ist, dass er nicht spielt. Er hat erst vier Einheiten gemacht. Er ist aber als Energieträger auf der Bank dabei.“

Urs Fischer (Trainer von Union Berlin) vor dem Spiel über ...

... den Verein Union Berlin: „Ich habe hier schon viele tolle Momente erlebt, zum Beispiel den Aufstieg. Das behältst du, ist ein Teil von dir.“

... das Spiel: „Du brauchst Mut, musst die Bayern aber auch stressen und anlaufen. Wir wollen aber auch auf ihre letzte Kette zulaufen und sie ein bisschen provozieren.“

... seine Aufstellung: „Trimmel fehlt wegen Covid, das hat sich am Freitag herausgestellt. Die Spieler, die heute da sind, genießen das Vertrauen.“

... seine Vergangenheit als Spieler: „Bei mir war das noch ein anderes Tempo. Wir waren nicht langsam. Aber wenn ich sehe, was der Fußball heute für eine Dynamik hat - das hat sich stark verändert. Da hätte ich keine Chance heute.“

Hasan Salihamidzic (Sportvorstand des FC Bayern München) vor dem Spiel über ...

... die Tabelle: „Wir haben jetzt „nur“ noch vier Punkte Vorsprung. Die wollen wir mit in die Länderspielpause nehmen, wollen heute natürlich gewinnen.“

... Lewandowski: „Ich sehe ihn sehr konzentriert, wir haben große Ziele - wollen die Meisterschaft und die Champions League gewinnen. Lewa ist Vollprofi, passt genau zu uns.“

... mögliche Verhandlungen: „Wir haben unsere Planungen. Die kann ich euch leider nicht mitteilen. Die Ergebnisse dann aber gerne. Wir gehen unseren Weg und werden unseren Job machen. Eines ist klar: Wir müssen schauen, dass die Qualität in der Mannschaft und wirtschaftliche Komponenten zusammenpassen. Es zweifelt niemand daran, dass wir alles versuchen werden. Wir haben natürlich Pandemie, immer noch kein volles Stadion. Wir haben finanziell eine schwierige Phase. Aber wir werden versuchen, unseren Weg zu gehen.“ Gibt es also bald Gespräche mit Lewandowski, Neuer und Müller? Salihamidzic grinst und nickt.

... die Diskussionen zwischen Kahn und Matthäus: „Wir würden es gerne haben, dass man Dinge nicht so persönlich nimmt. Es macht keinen Sinn, Konflikte über Medien zu führen.“

(akl) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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