Stefan Eisele: Der Mann für alle Fälle

  • Weitere
    schließen
+
Derzeit ruht der Ball noch. Dennoch muss der Rasen auch in der fußballfreien Zeit gepflegt werden. Darum kümmert sich Siggi Klein (links) bei der DJK Wasseralfingen. Stefan Eisele (rechts) ist für den Sportplatz bei der Viktoria zuständig.

Stefan Eisele ist ein ganz wichtiger Bestandteil im Vereinsleben der Union Wasseralfingen. Er kümmert sich um die Jugend, ist Teammanager und gleichzeitig noch Platzwart bei der Viktoria.

Seit 22 Jahren ist Stefan Eisele bei der Viktoria und Union Wasseralfingen mittlerweile schon tätig und ein ganz wichtiger Bestandteil des Vereins. Er ist Jugendtrainer der U15, stellvertretender Jugendleiter, Teammanager bei den Aktiven und Platzwart bei der Viktoria. Dazu kümmert er sich um die Jugendturniere.

Wie eine gewöhnliche Woche vor Corona aussah, berichtet Eisele: "Normalerweise hätte ich zweimal die Woche mit der Jugend Training – dienstags und donnerstags. Die Zusammenarbeit mit Jugendleiter Andreas Tamm läuft dabei hervorragend. Wir ergänzen uns perfekt. Zum Wochenende hin mähe ich dann den Rasen. Samstags steht das Punktspiel bei den Jugendlichen und am Sonntag bei den Aktiven an." Vor den Spielen der Aktiven schaut Eisele immer ob alles mit dem Sportgelände in Ordnung ist. "Dazu gehören zum Beispiel Platz streuen, Verkauf und Besorgen der Halbzeitgetränke. Denn nur mit Aufschließen und Eckfahne stecken ist es nicht getan. Meistens bereiten Drazen Kuhar, Güray Muratoglu und ich schon alles am Samstag vor", so Eisele. Ein ziemlich volles Programm.

Stefan Eisele ist an "normalen" Wochenenden dann manchmal ab dem Vormittag bis etwa 20 Uhr auf dem Sportplatz. Die ehrenamtliche Arbeit liegt dem 38-Jährigen aber praktisch im Blut, denn: "Mein Vater war genauso und das haben wir dann so weitergeführt. Bei mir ging es als Jugendtrainer los. Dann wurde bei der Viktoria ein Helfer für den Platzwart gesucht. Da habe ich mitgeholfen. Mittlerweile hat er aber aufgehört und ich habe das dann komplett übernommen." Seit mittlerweile zehn Jahren ist Eisele nun schon Platzwart bei der Viktoria. Bei der DJK macht diese Arbeit seit rund 20 Jahren Siggi Klein, der sogar für zwei Plätze verantwortlich ist. Doch wie lange dauert das Mähen und Pflegen des Rasens eigentlich?"Es kommt immer drauf an wie die Wetterlage ist. Im Durchschnitt sind es rund dreieinhalb Stunden. Wenn es nass und das Gras hoch ist, dauert es deutlich länger", erklärte Siggi Klein.

Ein weiteres großes Aufgabengebiet für Stefan Eisele ist das Organisieren von Jugendturnieren. Seit 15 Jahren kümmert er sich zusammen mit seinem Team um reibungslose Abläufe beim Günther + Schramm Cup, der kurz nach Weihnachten stattfindet. "Alleine wäre so eine Durchführung gar nicht möglich, so etwas geht nur im Team – diesem möchte ich ein großes Kompliment und Dankeschön aussprechen. Aber auch bei allen anderen im Verein möchte ich mich für die bislang vielen tollen Jahre bedanken", so Eisele. Unterstützt wird er bei den Jugendturnieren von Thorsten Fuchs, Andreas Tamm, Andreas Bux, Tobias Bux, Fabian Fuchs, Güray Muratoglu, Fabrizio Cariati, Daniel Vollmer, Heidrun Hirschl und Melanie Fuchs.

Es gibt momentan leider kein Vereinsleben.

Stefan Eisele Union Wasseralfingen

Außerdem findet immer in den Pfingstferien der dreitägige Ölefant-Cup statt. Dieser wäre in diesem Jahr in seine fünfte Auflage gegangen – wenn das Corona-Virus nicht dazwischen gegrätscht hätte. Das Virus stimmt Eisele sehr nachdenklich: "Es gibt momentan leider kein Vereinsleben. Man kann sich nicht treffen, da alles geschlossen ist. Zu meinen Jugendspielern habe ich nur über WhatsApp Kontakt. So vermitteln wir ihnen ein paar Trainings- und Kräftigungsübungen, damit sie in dieser Zeit fit bleiben. Aber einen persönlichen Kontakt haben wir leider seit Wochen überhaupt nicht. Das ist schon eine Umstellung", so Eisele.

Doch nicht nur sportlich trifft die Corona-Krise den Verein sondern auch finanziell. Denn in diesem Jahr wurden schon viele Feste abgesagt – Einnahmequellen, die nun fehlen: "Wichtig wäre, wenn wir, beziehungsweise die Vereine allgemein Zuschüsse erhalten könnten. Praktisch eine Corona-Unterstützung damit wir überhaupt überleben können. Denn auch während der Corona-Krise haben wir gewisse Ausgaben. Durch die Absage der Wasseralfinger Tage und möglicherweise auch den Reichsstädter Tagen fehlen uns diese Einnahmen", berichtete Teammanager Drazen Kuhar. Man kann also nur hoffen, dass der reguläre Sportbetrieb bald wieder in den Vereinen Einzug halten wird.

Tim Abramowski

Zurück zur Übersicht: Fußball

WEITERE ARTIKEL