DAZN-Experte gratuliert zum Transfer

Ballack erklärt Lewandowski-Wechsel: „FC Bayern ist nicht der Nabel der Welt“

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Der FC Bayern muss in der kommenden Saison ohne Robert Lewandowski auskommen. DAZN-Experte Michael Ballack kann den Wechsel gut nachvollziehen.

München – Das Kapitel Robert Lewandowski scheint endgültig abgeschlossen zu sein. Der Super-Stürmer kam am Dienstag noch einmal zum FC Bayern zurück, um sich standesgemäß zu verabschieden. Neben einem Champagner-Abschied von den Ex-Kollegen gab es auch eine Aussprache mit den Bossen um Sportvorstand Hasan Salihamidzic.

Trotzdem wird der Name Lewandowksi an der Säbener Straße nicht so schnell in Vergessenheit geraten. Der Pole war mit seiner eingebauten Torgarantie eine Art Lebensversicherung für den FC Bayern. Jetzt liegt es an Trainer Julian Nagelsmann und seiner Mannschaft die Lewy-Tore auf mehrere Schultern zu verteilen – und so Lewandowski vergessen zu machen. Ein erster Anfang ist mit dem Supercup-Triumph gemacht.

Robert Lewandowski
Geboren: 21. August 1988 (Alter 33 Jahre), Warschau, Polen
Pflichtspiele für den FC Bayern: 375 (344 Tore)
Ablöse: 45 Millionen Euro plus Boni
Vertrag beim FC Barcelona bis: 30.06.2026

FC Bayern: Ballack von Lewandowski-Transfer nicht überrascht

Lewandowski läutet mit seinem Abgang zum FC Barcelona eine neue Zeitrechnung beim FC Bayern München ein. Der 33-Jährige gewann in jedem seiner acht Jahre beim FCB die Deutsche Meisterschaft und neben zahlreichen weiteren Titeln 2020 die Champions League. Warum suchte der Weltfußballer im fortgeschrittenen Alter noch einmal eine neue Herausforderung? Für Michael Ballack war der Lewandowski-Wechsel keine Überraschung.

Die Rekord-Torjäger des FC Bayern München

Platz 9: Claudio Pizarro - 87 Tore zwischen 2001 und 2007, sowie zwischen 2012 und 2014. Der Peruaner hält einige Rekorde. Mit 490 Spielen ist er der am häufigsten eingesetzte, ausländische Spieler in der Fußball-Bundesliga. Mit 40 Jahren wurde er bei Werder Bremen zum ältesten Bundesliga-Torschützen aller Zeiten. Pizarro traf in der Bundesliga in 21 Kalenderjahren in Folge!
Platz 9: Claudio Pizarro - 87 Tore zwischen 2001 und 2007, sowie zwischen 2012 und 2014. Der Peruaner hält einige Rekorde. Mit 490 Spielen ist er der am häufigsten eingesetzte, ausländische Spieler in der Fußball-Bundesliga. Mit 40 Jahren wurde er bei Werder Bremen zum ältesten Bundesliga-Torschützen aller Zeiten. Pizarro traf in der Bundesliga in 21 Kalenderjahren in Folge! © imago sportfotodienst
Platzt 9: Mehmet Scholl - 87 Tore zwischen 1990 und 2007. Neben Thomas Müller ist Scholl der einzige Mittelfeldspieler in der Liste. Der ehemalige TV-Experte prägte eine Ära beim FC Bayern, gewann die Champions League 2001, sowie achtmal die Meisterschaft und fünfmal den Pokal.
Platzt 9: Mehmet Scholl - 87 Tore zwischen 1990 und 2007. Neben Thomas Müller ist Scholl der einzige Mittelfeldspieler in der Liste. Der ehemalige TV-Experte prägte eine Ära beim FC Bayern, gewann die Champions League 2001 sowie achtmal die Meisterschaft und fünfmal den Pokal. © Thomas Exler via www.imago-images.de
Aus 1 BL Saison 2002 03 VfL Wolfsburg Grün Weiß gegen Bayern München 0 2 am 26 04 2003 in der VW
Platz 8: Giovane Elber - 92 Tore zwischen 1997 und 2003. Bildete beim VfB Stuttgart zusammen mit Fredi Bobi und Krassimir Balakow das „magische Dreieck“. Beim FC Bayern unvergessen ist unter anderem sein Tor von der Eckfahne 1999 gegen Hansa Rostock. © via www.imago-images.de
Platz 7: Arjen Robben - 99 Tore zwischen 2009 und 2019. Der Rechtsaußen schoss den FC Bayern zum Champions-League-Titel 2013 und war maßgeblich am Aufbau der neuerlichen Bayern-Dominanz beteiligt. Der Groninger gewann mit dem FCB acht deutsche Meisterschaften!
Platz 7: Arjen Robben - 99 Tore zwischen 2009 und 2019. Der Rechtsaußen schoss den FC Bayern zum Champions-League-Titel 2013 und war maßgeblich am Aufbau der neuerlichen Bayern-Dominanz beteiligt. Der Niederländer gewann mit dem FCB acht deutsche Meisterschaften! © Michael Kolvenbach via www.imago
17.06.87 FC Bayern München - FC Schalke 04 Deutschland, München, 17.06.1987, Fussball, Bundesliga, FC Bayern München -
Platz 6: Dieter Hoeneß - 102 Tore zwischen 1979 und 1987. Dieter Hoeneß ging 1982 in die Geschichte ein, als er trotz Platzwunde, mit Turban, das DFB-Pokalfinale gegen den 1. FC Nürnberg per Kopf entschied. Der Vize-Weltmeister von 1986 war nach seiner überaus erfolgreichen Fußballer-Karriere als Manager des VfB Stuttgart und von Hertha BSC aktiv. © Pressefoto Rudel/Herbert Rudel via www.imago-images.de
Platz 5: Roland Wohlfahrt - 119 Tore zwischen 1984 und 1993. Wohlfahrt konnte mit dem FC Bayern fünf deutsche Meisterschaften gewinnen, 1989 und 1991 wurde er Torschützenkönig der Bundesliga.
Platz 5: Roland Wohlfahrt - 119 Tore zwischen 1984 und 1993. Wohlfahrt konnte mit dem FC Bayern fünf deutsche Meisterschaften gewinnen, 1989 und 1991 wurde er Torschützenkönig der Bundesliga. © Pressefoto Rudel/Herbert Rudel via www.imago-images.de
Platz 4: Thomas Müller - 137 Tore zwischen 2009 und dem Ende der Saison 2021/2022. Kein Feldspieler hat beim FC Bayern jemals mehr Spiele absolviert als Thomas Müller! Als Torjäger fiel Müller besonders in der Saison 2015/2016 auf, als er 20 Treffer erzielt. Der Publikumsliebling gewann bis 2022 elfmal die Meisterschale und zweimal den Henkelpott.
Platz 4: Thomas Müller - 137 Tore (Stand: Juni 2022) zwischen 2009 und dem Ende der Saison 2021/2022. Kein Feldspieler hat beim FC Bayern jemals mehr Spiele absolviert als Thomas Müller! Als Torjäger fiel Müller besonders in der Saison 2015/2016 auf, als er 20 Treffer erzielte. Der Publikumsliebling gewann bis 2022 elfmal die Meisterschale und zweimal den Henkelpott. © IMAGO/Pressefoto Rudel/Robin Rudel
09.12.79 FC Bayern München - Cosmos New York Deutschland, München, 09.12.1979, Fussball, Testspiel, FC Bayern München -
Platz 3: Karl-Heinz Rummenigge - 162 Tore zwischen 1974 und 1984. „Das wird nie einer“, sagte Franz Beckenbauer nachdem Rummenigge aus NRW zum FC Bayern kam. Beckenbauer sollte sich täuschen, Rummenigge führte den FC Bayern nach einigen schwierigen Jahren zurück an die nationale Spitze. Bei der EM 1980 bereitete er den Siegtreffer von Horst Hrubesch gegen Belgien vor. Rummenigge war zwischen 2002 und 2021 Vorstandsvorsitzender des FC Bayern. © Pressefoto Rudel/Herbert Rudel via www.imago-images.de
Platz 2: Robert Lewandowski - 238 Tore zwischen 2014 und dem Ende der Saison 2021/2022. Lewandowski hat einen absurden Torschnitt, erzielt pro Partie fast einen Treffer. Der FIFA-Weltfußballer der Jahre 2020 und 2021 stellte mit 41 Toren einen historischen Torrekord für eine einzelne Bundesliga-Saison auf.
Platz 2: Robert Lewandowski - 238 Tore zwischen 2014 und dem Ende der Saison 2021/2022. Lewandowski hat einen absurden Torschnitt, erzielt pro Partie fast einen Treffer. Der FIFA-Weltfußballer der Jahre 2020 und 2021 stellte in der Spielzeit 2020/21 mit 41 Toren einen historischen Torrekord für eine einzelne Bundesliga-Saison auf - und egalisierte den Uralt-Rekord von Gerd Müller. © IMAGO
Platz 1: Gerd Müller - 365 Tore zwischen 1964 und 1978. Der „Bomber der Nation“ ging am 15. August 2021 von uns. Seine Karriere wird in Erinnerung bleiben. Müller kam aus der schwäbischen Provinz nach München, Trainer Zlatko Čajkovski gab ihm erst auf Druck des Präsidenten eine Chance. Es folgte eine Weltkarriere mit WM- und EM-Titel, drei Siegen im Europapokal der Landesmeister und zahlreichen Toren. Müller wurde Torschützenkönig in 18 Wettbewerben, siebenmal in der Bundesliga.
Platz 1: Gerd Müller - 365 Tore zwischen 1964 und 1978. Der „Bomber der Nation“ ging am 15. August 2021 von uns. Seine Karriere wird in Erinnerung bleiben. Müller kam aus der schwäbischen Provinz nach München, Trainer Zlatko Cajkovski gab ihm erst auf Druck des Präsidenten eine Chance. Es folgte eine Weltkarriere mit WM- und EM-Titel, drei Siegen im Europapokal der Landesmeister und zahlreichen Toren. Müller wurde Torschützenkönig in 18 Wettbewerben, siebenmal in der Bundesliga - und insgesamt 365 Treffer für den FC Bayern. ©  via www.imago-images.de

„Der FC Bayern ist nicht der Nabel der Welt, es gibt auch andere Topvereine in Europa. Und gerade wenn ich so lange so erfolgreich mit einem Verein zusammengearbeitet habe, warum nicht?“, erklärt der frühere DFB-Kapitän im Interview mit DAZN. Ballack muss es schließlich wissen, verließ den FC Bayern einst im Jahr 2006, um beim FC Chelsea Erfahrung im Ausland zu sammeln.

Ballack über Lewandowski-Wechsel: „FC Bayern ist nicht der Nabel der Welt“

Lewandowski brachte den Bayern eine stattliche Ablöse in Höhe von 45 Millionen Euro plus Boni ein. Ballack hingegen ging nach vier Jahren in München ablösefrei. Deshalb beglückwünscht der DAZN-Experte den Rekordmeister auch zum Transfer. „Ich glaube, der FC Bayern hat hier alles richtig gemacht, den Weg freizumachen, die Ablöse zu kassieren und an die Wirtschaftlichkeit zu denken. Genauso kann man Lewandowski beglückwünschen zu dem Wechsel, er hat sich noch einmal einen Traum erfüllt“, so Ballack.

Michael Ballack erklärt den Lewandowski-Wechsel weg vom FC Bayern.

Auch ohne Lewandowski sieht Ballack die Bayern wieder als Top-Favorit auf den Meistertitel. Konkurrenten müssten „eine absolute Top-Einstellung und das Abrufen der Leistung über das ganze Jahr“ zeigen, sagte der 45-Jährige. „Nur so hast du eine Chance, den FC Bayern über 34 Spieltage zu schlagen.“ Ballack sieht den Druck beim deutschen Rekordmeister als maßgeblichen Faktor. „Hier darf man nicht verlieren. Da ist ein anderer Druck da, der von Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge geschaffen wurde.“ Der Druck wird mittlerweile von Oliver Kahn entfacht, zuletzt gab es Spekulationen um einen Lewandowski-Nachfolger. (ck)

Rubriklistenbild: © Lukas Barth/dpa

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