TSG Hofherrnweiler entlässt den Trainer

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Mission beendet: Nach der 0:4-Niederlage gegen Hollenbach hat sich die TSG Hofherrnweiler von Trainer Benjamin Bilger getrennt.
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Nach dem 0:4 gegen den FSV Hollenbach ist für Benjamin Bilger Schluss. "Ich kann es nachvollziehen", sagt der Coach.

Die Bilanz hatte so niemand erwartet: Sechs Spiele, fünf Niederlagen, ein Punkt, 1:19 Tore – die TSG Hofherrnweiler-Unterrombach ist damit Tabellenletzter der Fußball-Verbandsliga. Und die erneute Pleite am Mittwochabend gegen den FSV Hollenbach ist nicht ohne Konsequenzen geblieben: Direkt nach dem ernüchternden 0:4 (0:2) gegen den Aufstiegsaspiranten war die Mission für Benjamin Bilger beendet. Der Vorsitzende Achim Pfeifer überbrachte seinem Aufstiegstrainer von 2019 die Nachricht von der vorzeitigen Entlassung.

"Natürlich hätte ich mir mehr Zeit gewünscht", sagte Bilger direkt nach der Trennung. Allerdings gab es keinerlei Vorwürfe in Richtung Vereinsspitze. Im Gegenteil. "Das ist der logische Schritt. Ich akzeptiere es, und ich kann es nachvollziehen." Die Ergebnisse hätten nicht gepasst, und "uns ist es nicht gelungen die Kurve zu kriegen".

Schuld an der Misere ist für Bilger "der gesamte Verbund". Denn: "Wir haben viel zu einfache Tore gekriegt, und wenn du in dieser starken Liga nicht stabil stehst, gewinnst du nicht." Klar, Bilger sieht natürlich auch, dass seine Elf gegen drei absolute Topmannschaften verloren hat. "Aber die Niederlagen gegen Calcio und Neckarrems davor tun natürlich sehr weh." Und: "Als Trainer bist du der Chef, deshalb übernehme ich auch die volle Verantwortung."

"Zahlen sprechen gegen mich"

Benjamin Bilger hat die TSG Hofherrnweiler am 1. November 2016 übernommen und führte den Verein 2019 in die Verbandsliga. Nach dem Klassenerhalt sollte in dieser Saison der nächste Schritt gemacht werden. Ziel: ein gesicherter Mittelfeldplatz. "Da sprechen die Zahlen absolut gegen mich ..."

Letztlich ausschlaggebend für die Trennung war das Heimspiel am Mittwochabend gegen Hollenbach: Klar musste sich das Team dem FSV mit 0:4 geschlagen geben. Dabei ging es eigentlich gar nicht so schlecht los für das gastgebende Tabellenschlusslicht: Die TSG begann engagiert und versuchte Druck auf Hollenbach auszuüben. Mit Erfolg: Die ersten zehn Minuten sowie die erste gute Chance des Spiels gehörten der TSG – der Versuch von Uhl wurde aber abgeblockt. Wie aus heiterem Himmel dann die Führung für die Gäste aus Hollenbach: Michael Kleinschrodt nutze eine Flanke eiskalt zum 0:1 aus (12.). Und es kam es noch bitterer für die TSG: Kaum fünf Minuten später zappelte der Ball erneut im eigenen Tornetz, Arne Schülke stand nach einem Eckball blank und erhöhte auf 0:2. In der Folge berappelten sich die Hofherrnweilerner wieder etwas, bis zur Pause bekamen die Zuschauer aber nichts Zählbares mehr geboten und so ging es mit einer gerechten 2:0-Gästeführung in die Kabinen. Im zweiten Durchgang erhöhte der FSV das Tempo. Goran Jurvevic verzog vor Philipp Röhrle. Kurz darauf konnte sich Samuel Schmitt durchsetzen und versenkt den Ball locker zum 0:3. Den Schlusspunkt setzte Robin Dörner nach einem Fehler von Jonas Christlieb.

TSG – Hollenbach   0:4 (0:2) 

TSG: Röhrle - Weisensee (76. J. Rieger), Fichtner, Christlieb, Faber (46. Schwarzer), Borst, Horlacher, Zahner, Milojkovic (79. Reichelt), Rembold (76. Blum), O. Rieger.  Tore: 0:1 Kleinschrodt (12.), 0:2 Schülke (17.), 0:3 Schmitt (68.), 0:4 Dörner (71.).  Zuschauer: 300

 

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