Verwirrung um die Coronatests beim FCH

  • Weitere
    schließen
  • schließen

Zweitligist FC Heidenheim erwägt rechtliche Schritte gegen Testlabor. Das Thema liegt jetzt bei der DFL.

Wahrscheinlich wird Serge Gnabry an diesem Dienstag beim Champions-League-Spiel der Bayern in Moskau wieder in der Startelf stehen. Seit Montag trainiert der 25-jährige Nationalspieler wieder mit der Mannschaft mit, von der er sich seit dem vergangenen Dienstag fernhalten und sich in Quarantäne begeben musste. Der Grund: ein positives Ergebnis bei einem Coronatest. "Seitdem wurden bei Gnabry in den vier darauffolgenden Tagen jeweils vier weitere PCR-Tests durchgeführt, die allesamt ein negatives Ergebnis brachten", schreibt der FC Bayern in einer Presseerklärung. Das Münchner Gesundheitsamt geht damit davon aus, dass der Positiv-Test falsch war.

Auch beim Fußball-Zweitligisten FC Heidenheim herrschte vor der Partie am Wochenende gegen den VfL Osnabrück Coronatest-Verwirrung. Zunächst wurde im Rahmen der bei den Fußballprofis regelmäßig stattfindenden Coronatests Maximilian Thiel "leicht positiv" getestet. In der Folge wurden weitere fünf positive Fälle festgestellt. Und als der FCH danach das Labor wechselte, waren plötzlich alle wieder negativ. Das Gesundheitsamt gab alle Spieler, die sich bis dahin in Quarantäne befunden hatten, wieder frei. Verein und Amt gehen von Fehltestungen bei den zunächst positiv vermerkten Akteuren aus.

Der FC Heidenheim hat angekündigt, rechtliche Schritte gegen das Labor prüfen, das die mutmaßlichen Fehltestungen angestellt und damit den Trainingsbetrieb der Fußballpofis und deren Vorbereitung auf das Punktspiel gegen Osnabrück (1:1) ziemlich beeinträchtig hat. "Die Prüfung rechtlicher Schritte ist unsere Pflicht, da die Vorbereitung der Mannschaft auf unser Spiel gegen den VfL Osnabrück empfindlich gestört wurde und uns in den vergangenen Tagen im Zuge der Testungen ein finanzieller Mehraufwand sowie Imageschaden entstanden ist", erklärte der FCH-Vorstandsvorsitzende Holger Sanwald der Deutschen Presseagentur (dpa).

Jetzt befasst sich die für die Corona-Bestimmungen zuständige Taskforce der Deutschen Fußball Liga (DFL) mit diesem Thema. Denn Heidenheim und Bayern München sind möglicherweise keine Einzelfälle.

Auch Heidenheims Gegner Osnabrück war Coronatest-beeinträchtigt. Und die Vorbereitung auf die Partie war für die Gäste merklich schwieriger. Nach den positiven Corona-Tests von zwei Lizenzspielern war für einen Großteil der Mannschaft behördlich eine 14-tägige Quarantäne angeordnet, die pünktlich zum Heidenheim-Spiel ausgelaufen war.

Mehr zum Thema

Zurück zur Übersicht: Fußball

Mehr zum Thema

WEITERE ARTIKEL