Vieles ist neu beim TSV Essingen

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Das erste Aufeinandertreffen bereits für sich entschieden: Im WFV-Pokal schlugen die Essinger (in weiß) den Liga-Rivalen Dorfmerkingen mit 2:0.

Beim TSV Essingen hat man sich für die Saison einiges vorgenommen. Der neue Trainer Erdal Kalin will mit tollem Offensiv-Fußball die Fans begeistern.

Für den TSV Essingen verlief die vergangene Saison nicht so, wie sich die Vereinsverantwortlichen das vorgestellt hatten. Insgesamt drei Trainer waren für den Verein aktiv, doch keiner brachte den nötigen Erfolg: "Der Saisonstart war gut. Doch in der Folgezeit hatten wir viel Verletzungspech, teilweise fielen fünf Innenverteidiger gleichzeitig aus – das kann man dann nicht mehr kompensieren. Dazu hat es mannschafsintern nicht immer 100 Prozent gepasst. So kam am Ende der Platz zustande", berichtet Essingens sportlicher Leiter Patrick Schiehlen.

Doch mit Neutrainer Erdal Kalin soll nun einiges besser werden. Erfolgreich war er in der abgelaufenen Saison jedenfalls. Mit Sontheim stieg er nicht nur in die Landesliga auf, sondern holte auch den Bezirkspokal. Doch wer ist Kalin überhaupt: Mit Essingen steht nun seine fünfte Trainerstation an. Die spannende Frage lautet zudem, wie seine Spielphilosophie für die kommende Saison aussieht: "Wir werden sehr offensiv ausgerichtet sein – versuchen tollen Angriffsfußball zu spielen. Damit das auch klappt, arbeiten wir im Training hart und intensiv daran", so der neue Trainer des TSV Essingen. Ein erstes Bild von der Spielweise konnten sich die Essinger Fans beim 2:0-Sieg in Dorfmerkingen bereits verschaffen. Wie der Kontakt zu Kalin zustande kam, berichtet Patrick Schiehlen: "Wir haben uns auf dem Trainermarkt umgeschaut und die Lage sondiert. Wir hatten mit einigen Trainern Gespräche, doch am meisten überzeugte uns Kalin. Die Spielphilosophie hat uns absolut zugesagt. Ausschlaggebend für uns war noch, dass er aus der Region beziehungsweise der nähren Umgebung kommt. Wie er die Sache in den ersten Wochen der Vorbereitung angegangen ist, bestätigt uns jetzt schon, dass er der absolut richtige Trainer für uns ist."

Kalin ergänzte dabei noch: "Ich bin hier super aufgenommen worden, mir gefällt es beim TSV Essingen richtig gut." Doch die anstehende Saison könnte für alle spannend werden, denn ähnlich wie Dorfmerkingen hat auch der TSV einen Umbruch hinter sich. Insgesamt neun neue Spieler sind gekommen, acht haben den Verein verlassen: "Der Umbruch war vorhersehbar, da uns die Spieler frühzeitig mitgeteilt haben, dass sie den Verein verlassen oder aufhören werden."

Vorgenommen hat sich der TSV, dass sie eine bessere Platzierung als in der Vorsaison erreichen wollen: "Wir möchten weiter oben heranrücken in der Tabelle, genauer gesagt ins erste Drittel. Der TSV ist ein ambitionierter Verein, das wollen wir auch in der Zukunft sein. Mit attraktivem Fußball wollen wir die Fans und die gesamte Gemeinde Essingen begeistern."

Wir werden offensiv ausgerichtet sein.

Erdal Kalin, Trainer TSV Essingen

Der Mannschaft Zeit geben

Erdal Kalin freut sich jedenfalls auf die neue Saison, weiß aber auch, dass es keine leichte Aufgabe wird: "Die Mannschaft muss sich nach dem Umbruch erst noch finden und die neuen Spieler integriert werden. Außerdem haben uns mit Fröhlich und Serejo kurzfristig zwei wichtige Spieler verlassen. Man muss der Mannschaft Zeit geben." Die Vorbereitung lief bislang richtig gut: "In den ersten vier Wochen haben bislang alle sehr gut mitgezogen. Wir sind sehr zufrieden", so Kalin .

In den Testspielen gab es unter anderem einen spektakulären 5:0-Erfolg gegen Neuoberligist Normannia Gmünd. Doch es gab auch den ein oder anderen Dämpfer, beispielsweise das 1:3 in Bargau oder ein 3:4 gegen Oberligist Göppingen nach einer 3:1-Führung: "Der ein oder andere Dämpfer schadet uns nicht, auf der anderen Seite lassen wir uns von den guten Ergebnissen aber auch nicht blenden. Das ist die Vorbereitung – entscheidend ist, wenn die neue Saison startet", erklärt Kalin. Für Schiehlen ist Hollenbach der Aufstiegsfavorit in dieser Saison: "Auch Calcio Echterdingen sehe ich weit vorne. Dazu wird es wieder eine Mannschaft geben, die man nicht so auf der Rechnung hat. Aufsteiger Heiningen hat eine sehr gute Mannschaft."

Acht Abgänge, neun Zugänge

Der TSV Essingen hat einen großen Umbruch hinter sich. Insgesamt acht Spieler haben den Verein verlassen – insgesamt neun sind gekommen.

Hier die Neuen im Kurzportrait: Mit Niklas Weißenberger, Mike Marianek und Fabian Weiß wechselten gleich drei Spieler vom Ligakonkurrenten SF Dorfmerkingen nach Essingen. Für die Torhüterposition wurde Jonas Gebauer vom FC Memmingen verpflichtet. Auch auf der Verteidigerposition ist der TSV nicht untätig gewesen. Marc Gallego kam vom FC Homburg. Der 32-Jährige bringt aber große Erfahrung mit: Unter anderem spielte er schon für den FSV Frankfurt in der 2. Bundesliga, dazu hat er mit der SV Elversberg schon einige Drittliga-Spiele bestritten.

Mit Philipp Rogalsky kam noch ein Verteidiger nach Essingen. Dieser spielte schon in der Jugend für den VfB Stuttgart und Heidenheim. Mehr oder weniger komplett neu ist der Sturm. Johannes Eckl (Bettringen), Serdal Kocak (Schwäbisch Hall) und Josip Skrobic (Donzdorf) sollen Stani Bergheim unterstützen. Doch der namhafteste Spieler im Sturm ist mit Sicherheit Fabian Weiß. Dieser bringt die nötige Erfahrung mit. Diese Spieler verließen den TSV: Jens Malitzke (Unterkochen), Deniz Bihr (Dorfmerkingen), Michael Wende (Göppingen), Timo Zimmer (Dorfmerkingen), Daniel Eisenbeiß (Karriereende), Simon Fröhlich (Normannia Gmünd), Patrick Faber (TSG Hofherrnweiler) und Daniel Serejo(Normannia Gmünd).

Der Kader des TSV

Mit dieser Mannschaft geht der TSV Essingen in die Saison 2018/19 Tor: Philipp Pless, Jakob Pfleiderer, Jonas Gebauer (Fett: Neuzugang) Abwehr: Fabian Dolderer, Marc Gallego, Jose Gurrionero, Thorben Joos, Simon Köpf, Philipp Roglsky, Tim Ruth, Jonathan Sedlmayer Mittelfeld: Julian Biebl, Maximilian Eiselt, Christian Essig, Mike Marianek, Niklas Weißenberger, Nicola Zahner Sturm: Stani Bergheim, Johannes Eckl, Serdal Kocak, Josip Skrobic und Fabian Weiß Trainer: Erdal Kalin – er kam neu von Sontheim. In der vergangenen Saison feierte Kalin nicht nur den Aufstieg in die Landesliga, sondern gewann mit Sontheim auch noch den Bezirkspokal. Der Neu-Trainer möchte den TSV wieder in die Spur bringen und mit Offensiv-Fußball die Fans begeistern. Für Kalin ist es die insgesamt fünfte Trainerstation. Sein Co-Trainer ist Michael Alexander.

Tim Abramowski

Die Neuzugänge des TSV Essingen (hinten von links): Co-Trainer Michael Alexander, Serdal Kocak, Philipp Rogalsky, Jonas Gebauer (Torwart), Niklas Weissenberger. Vorne von links: Fabian Weiß, Marc Gallego, Josip Skrobic sowie Trainer Erdal Kalin. Es fehlt: Johannes Eckl.

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