Vier Tore und ein Wermutstropfen

  • Weitere
    schließen

Der FC Normannia Gmünd liefert ein tolles Spiel ab und schlägt den VfL Sindelfingen hochverdient mit 4:0 (1:0). Youngster Luca Molinari muss ins Krankenhaus.

Die Leichtigkeit, die dem FC Normannia Gmünd zuletzt abhandengekommen war, kehrte beim VfL Sindelfingen wieder zurück. Beim 4:0-Auswärtssieg zeigten die Jungs von Trainer Zlatko Blaskic eine sehr gute und geschlossene Mannschaftsleistung, aus der Felix Bauer und Marvin Gnaase herausragten.

Auch mitentscheidend für die stabile Leistung war Daniel Stölzel. Einen Wermutstropfen mussten die Gmünder allerdings hinnehmen, nach einem Zweikampf blieb Luca Molinari liegen und schlussendlich mit dem Krankenwagen ins Sindelfinger Klinikum gebracht. Nach einer Stunde gab es so was wie eine Entwarnung, es handle sich um eine schwere, sehr schmerzhafte Prellung und zu guter Letzt konnte Luca Molinari mit dem Mannschaftsbus die Heimreise nach Gmünd antreten.

Normannia Cheftrainer Zlatko Blaskic musste beim Auswärtsspiel in Sindelfingen weiter auf Iurii Kotiukov und Alex Iatan verzichten, stellte seine Mannschaft taktisch auf ein 4-1-3-2 um. Von Beginn nahmen die Stauferstädter das Heft in die Hand und mussten in der ersten Halbzeit relativ selten um ihre frühe Führung zittern, während in der zweiten Hälfte der VfL keine ernsthafte Gefahr für das von Yannick Ellermann fehlerfrei gehütete Tor darstellte. Sindelfingens Spielleiter Siegfried Seider meinte zur Halbzeit zum Gästespiel: " Das ist bis jetzt die beste Mannschaft, die bei uns gespielt hat." Um nach dem Spiel den deutlichen Gästesieg mit den Worten: "mit dem 0:4 können wir sogar noch zufrieden sein, hätte schlimmer kommen können" zu bestätigen.

Von Beginn an drückten die Normannen aufs Tempo. Nach der ersten vergebenen Chance (6.) machte Felix Bauer zwei Minuten später besser und erzielte das 0:1 (8.). In der 25. Minuten die beste Möglichkeit der Hausherrn zum Ausgleich, doch Ellermann war zur Stelle. Nach einer weiteren Möglichkeit (32.) hatten die Sindelfinger ihr Offensivpulver verschossen. Nach einer gelb-roten Karte (36.) zogen sich die VfL-Spieler noch mehr zurück. Kurz vor dem Wechsel dann die Verletzung von Luca Molinari, für ihn kam Daniel Glück ins Spiel. Einziger Kritikpunkt zu den ersten 45 Minuten: die Torausbeute.

Die Tore waren allesamt stark herausgespielt.

Zlatko Blaskic Trainer FC Normannia Gmünd

Kaum hatte die zweite Hälfte begonnen, da war es erneut Felix Bauer der mit seinem sehenswerten Kopfballtreffer nach Flanke von Marvin Gnaase das vorentscheidende 2:0 erzielte. Die Normannen erspielten sich nun im Fünf-Minuten-Takt Torchance um Torchance. Daniel Glück erkämpfte sich den Ball, bediente Felix Bauer, der sah den besser postierten Jermain Ibrahim, der per Kopf das 3:0 erzielte (65.). Die nächste Riesenchance das Ergebnis auszubauen hatte Alexander Aschauer (78.). So blieb es Marvin Gnaase vorbehalten den Schlusspunkt unter ein gutes Normannia-Spiel zu setzen, als er in der Schlussminute eine Kombination über Patrick Lämmle und Sangar Aziz zum 4:0-Endstand abschloss.

Sindelfingen – Gmünd 0:4 (0:1) VfL: Bachmann, Dodoli, Molitor, Feigl (84. Hlebec), Wetsch, Syla (74. Perez), Glotzmann, Özcan (74. Schneider), Krauß, Dittrich, Schechinger (62. Aleman) FCN: Ellermann; Sanozidis ( 71. Lämmle), Kianpour, Stölzel, Molinari (44. Glück); Gnaase; Coppola (77. Aziz), Joas (65. Rössler), Ibrahim; Aschauer, Bauer Tore: 0:1 Felix Bauer (8.) 0:2 Felix Bauer (48.) 0:3 Jermain Ibrahim (65.) 0:4 Marvin Gnaase (90.) Gelb-Rot: Molitor (36.) Zuschauer: 100

Claus-Jörg Krischke

Zurück zur Übersicht: Fußball

WEITERE ARTIKEL